Youtube, Vimeo, Dailymotion, Videoload

Zehn Videoportale im Test

Stefan von Gagern ist diplomierter Medientechniker (FH) und war als Redakteur und Ressortleiter bei den Fachtiteln "Screen Busines Online" und "Page" tätig. Später lehrte er als Dozent für Medienkonzeption im Master-Studiengang "Multimedia Production" an der Fachhochschule Kiel. Heute schreibt er als freier Fachjournalist und Autor über Themen wie Publishing, Internet, Social Media und Digital Lifestyle. Parallel berät er Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Social-Media-Auftritten.

Platz 6 - qik.com: Smartphone-Clips von unterwegs

Jeder Smartphone-Besitzer hat eine HD-Videokamera in der Hosentasche. Mit Qik kann er seine Clips mit der Welt teilen. Qik unterstützt mit Blackberry, Android, iPhone und iPad die wichtigsten Smartphones und Tablets - und funktioniert auch auf über 200 weiteren mobilen Geräten, schließlich sind die Kalifornien schon seit 2006 am Start.

Mit qik kann jeder Smartphone-Besitzer auf Sendung gehen.
Mit qik kann jeder Smartphone-Besitzer auf Sendung gehen.
Foto: Stefan von Gagern

Ein Alleinstellungsmerkmal - neben dem Upload von Videos und dem Teilen auf Facebook, Twitter & Co - ist der Video-Chat vom Handy aus, der mit beiderseitigem Streaming über das mobile Netzwerk erreicht wird. Die "Smart Streaming"-Technologie bewegte Anfang diesen Jahres den Voice-over-IP Giganten Skype dazu, Qik für angeblich 100 Millionen Dollar zu übernehmen. Wie es nun mit Qik weitergeht, ist offen. Bisher kündigte Skype nur an, zusammen "großartige Produkte" schaffen zu wollen, die mobile Videos plattformübergreifend in Echtzeit oder zum zeitversetzten Konsum anbieten. Die Qik-Website überzeugt uns mit modernem Web-2.0-Design, das die Möglichkeiten und Funktionsweise hübsch und schnell erfassbar vermittelt.

Die Aktivität der User wird automatisch dokumentiert.
Die Aktivität der User wird automatisch dokumentiert.
Foto: Stefan von Gagern

Die Hauptsache bei Qik sind jedoch die Apps. Direkt auf dem Smartphone ist das Anlegen eines Kontos möglich. Der kostenlose Account ermöglicht begrenzte Uploads, der Premium-Account bietet ab 4,99 Dollar pro Monat zusätzlich das Versenden von Video-Mails, unbegrenzten Speicherplatz, Synchronisation mit dem Qik-Desktop-Programm und mehr. Ein mit der App gedrehter Clip wird direkt nach dem Drücken des Aufnahmeknopfs hochgeladen - deutlich schneller als mit der Standard-App des iPhone oder dem mühsamen Facebook-Upload. Jeder Clip lässt sich danach per Mail versenden oder auf die Facebook-Pinnwand, Twitter oder Youtube veröffentlichen. Nach dem Login im Browser erhält jeder User eine Videobibliothek, die das Teilen von Videos leicht macht. Live-Streams vom Mobiltelefon sind ebenfalls möglich, die von Freunden und der ganzen Welt dann unter www.qik.com/username verfolgt werden können.

Fazit: Es ist wenig verwunderlich, dass Qik einen Giganten wie Skype überzeugen konnte. Die gut gemachten Mobil-Apps, die Website und vor allem die verblüffende Streaming-Technologie ergeben einen klasse Videoservice für leidenschaftliche Handy-Filmer.