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Youtube, Vimeo, Dailymotion, Videoload

Zehn Videoportale im Test

Stefan von Gagern ist diplomierter Medientechniker (FH) und war als Redakteur und Ressortleiter bei den Fachtiteln "Screen Busines Online" und "Page" tätig. Später lehrte er als Dozent für Medienkonzeption im Master-Studiengang "Multimedia Production" an der Fachhochschule Kiel. Heute schreibt er als freier Fachjournalist und Autor über Themen wie Publishing, Internet, Social Media und Digital Lifestyle. Parallel berät er Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Social-Media-Auftritten.

Platz 2 - YouTube.com: Der Klassiker in neuem Anstrich

Stärkere Kontraste durch abgestufte Grautöne teilen das YouTube-Layout klarer als mit dem bisherigen Weiß ein, das in den letzten Jahren ein wenig "old school" wirkte.
Stärkere Kontraste durch abgestufte Grautöne teilen das YouTube-Layout klarer als mit dem bisherigen Weiß ein, das in den letzten Jahren ein wenig "old school" wirkte.
Foto: Stefan von Gagern

Mit vier Milliarden Videoaufrufen täglich ist Youtube, die Mutter aller Videoportale, nicht nur zur Nummer eins, sondern zum Synonym für Videos im Web geworden. Seit dem Start im Jahr 2005 hat die Web-Fernsehröhre ihr Design zwar immer, aber immer nur leicht verändert - bis vergangenen Dezember der erste große Relaunch seit 2006 kam. Erwartungsgemäß hat Google den vor fünf Jahren übernommenen Dienst seinen anderen Angeboten weiter angenähert: Wie beim hauseigenen Facebook-Konkurrenten Google Plus läuft der Inhalt in drei senkrechten Spalten: Links das Nutzerprofil und Hauptnavigation mit abonnierten Kanälen und Kontakten, in der Mitte die Inhalte und rechts eine Spalte mit Empfehlungen. Stärker betont wird die Anbindung zu sozialen Netzen: Mit einem Klick lässt sich das Konto neben Google Plus zu Facebook und Twitter fest verdrahten. Community-Funktionen wie die meistgesehenen Videos und Trends sind stärker sichtbar und schneller zugänglich.

YouTube profitiert dabei von der klaren und aufgeräumten Bedienung sowie einigen Mechanismen von Google Plus. Videos von neuen Kanälen lassen sich durch einen Klick auf das Pluszeichen beziehen. Altbekannte Mechanismen beim Betrachten oder Weiterempfehlen von Videos sind hingegen geblieben, so dass der Umstieg aufs neue YouTube leicht ausfällt. Nach wie vor können Filme im Vollbild und verschiedenen Auflösungen aufgerufen, kommentiert und auf Blogs oder sozialen Netzwerken samt Player auch extern veröffentlicht werden.

Die Optik des eigenen Videokanals lässt sich leichter und flexibler gestalten.
Die Optik des eigenen Videokanals lässt sich leichter und flexibler gestalten.
Foto: Stefan von Gagern

Google-typische Bedienelemente machen sogar das Schneiden von hochgeladenen Videos für Einsteiger verständlich. Betreiber eigener Kanäle finden stark verbesserte Möglichkeiten, das Aussehen des Kanals mit eigenen Hintergrundfarben, -bildern und Schriften zu gestalten. Bei der Abspieltechnologie setzt YouTube nach wie vor auf den Flash-Player; seit 2010 steht eine Seite zur Aktivierung der HTML5-Videoplayers des Portals bereit (youtube.com/html5). Die große Stärke von YouTube ist die riesige Auswahl, auch von den gleichen Clips aus verschiedenen Quellen - nützlich gerade dann, wenn Nutzer Clips aufgrund von Copyright-Klagen nicht sehen dürfen. Beim Stöbern in der riesigen Bibliothek helfen die von Google bekannten Sofortvorschläge.

Fazit: YouTube hat seine Stärken im runderneuerten Design noch ausgebaut und lässt beim Anschauen und Veröffentlichen von Videos keine Wünsche offen. Die riesige Community, Auswahl an Videos und breite Unterstützung durch externe Tools macht das Angebot landläufig immer noch zur Nummer eins - auch wenn in Sachen Bedienung einige Konkurrenten gut mithalten können und es Dailymotion in unserem Test gar ganz knapp geschafft hat, den Platzhirsch vom Thron zu stoßen. Youtube gewinnt aber immerhin noch den "CW Website Award" in Silber!