inSpectrum

DRAM-Preise steigen und steigen

11.11.2009
Aufgrund einer extremen DDR2-Knappheit und einer sich schleppenden Migration auf DDR3-Chips haben die Kontraktpreise in den ersten zehn Novembertagen 2009 ein neues Rekordniveau erreicht, sagen die Analysten von…

Aufgrund einer extremen DDR2-Knappheit und einer sich schleppenden Migration auf DDR3-Chips haben die Kontrakt oder Lieferpreise in den ersten zehn Novembertagen 2009 ein neues Rekordniveau erreicht, sagen die Analysten von inSpectrum.

Die Kontraktpreise für DDR2-Module mit 2 GB sind bis 10. November um mehr als 20 Prozent auf 39,8 Dollar in die Höhe geschossen, das entspricht 2,36 Dollar per 1Gbit-Chip. Das hat auch einen Preisauftrieb bei DDR3-Modulen zur Folge gehabt, die um 12 Prozent teurer sind als noch Ende Oktober 2009.

Durch die DDR2-Verknappung sind die Hersteller laut inSpectrum in einer besseren Situation, die Kluft zwischen den Kontrakt- und den Spotmarktpreisen zu verengen. Die Differenz betrug zuletzt 10 Prozent.

Kontraktpreise für Mainstream-DRAM-Module August-November 2009 (US$)

Zeitraum

1GB DDR2

Änderung (1/2 Monat)

2G DDR2

Änderung (1/2 Monat)

2GB DDR3

Änderung (1/2 Monat)

1H Aug.

12,2

1,7%

23,2

5%

26,3

2%

1H Sept.

13,4

3,9%

27,1

9%

29,7

6%

2H Okt.

17,4

13%

32,5

7%

32,8

4%

1H Nov.

19,5

21,1%

39,8

22%

36,8

12%

Im 3-Monatsvergleich Anfang August zu Anfang November 2009 sind die Preise für 1GB-DDR2-Module um fast 60 Prozent nach oben gegangen, die für 2GB-DDR2-Module sogar um über 71,5 Prozent, die für 2GB-DDR3-Module dagegen "nur" um knapp 40 Prozent.

Die Marktforscher gehen davon aus, dass die Suffizienzrate von DDR2-Modulen im November bei einem Prozent liegen wird, was heißt, dass der Preis entscheiden wird, ob sich Einkäufer damit eindecken werden. Die meisten Spotmarktkäufer würden sich in der Hoffnung darauf, dass PC-Hersteller zu DDR3 migrieren, nicht mit einem großen DDR2-Lager belasten wollen. Die Marktforscher erwarten, dass nur die südkoreanischen Hersteller im vierten Quartal in der Lage sein werden, über die Hälfte ihrer Standard-DRAMs als DDR3-Speicherchips ausliefern zu können.

Die Lieferpreise für MLC-NAND-Flash-Chips sind in dem 3-Monatszeitraum laut inSpectrum ebenfalls gestiegen: 8Gb-Chips haben sich um 33,7 Prozent auf 4,76 Dollar verteuert, 64Gb-Chips hingegen nur um rund 16,2 Prozent auf zuletzt 16,10 Dollar das Stück. (kh)

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