Halbjahresergebnis

Also-Actebis stagniert

28.07.2011 von Armin Weiler
Die mit Spannung erwarteten Halbjahresergebnisse des fusionierten Also-Actebis-Konzerns sind durch eine spektakuläre Personalie erst einmal in den Hintergrund getreten.
Michael Dressen (links) verlässt Also-Actebis). Gustavo Möller-Hergt (rechts) wird neuer Deutschland-Chef.

Die mit Spannung erwarteten Halbjahresergebnisse des Also-Actebis-Konzerns sind durch eine spektakuläre Personalie erst einmal in den Hintergrund getreten: Also-Actebis-Deutschland-Chef Michael Dressen verlässt das Unternehmen. Gustavo Möller-Hergt wird die Verantwortung für Deutschland und Österreich übernehmen. Möller-Hergt war auch derjenige, der vollmundig die Formel "Eins plus Eins gibt Vier" für den fusionierten Konzern ausgegeben hat. Schaut man sich nun das vorliegende Halbjahresergebnis an, ist Also-Actebis davon noch weit entfernt. Man könnte eher von 1+1=1,x sprechen.

Im ersten Halbjahr erreicht Also-Actebis einen Umsatz von 2.856 Millionen Euro. Damit habe man das Vorjahresniveau erreicht, heißt es bei dem Distributor. Da die nun vorgelegten zahlen nicht so ohne weiteres mit den Vorjahreszahlen der damals noch getrennt operierenden Partner vergleichbar sind, wurde eine vergleichbare Ergebnisrechnung erstellt. Bei Also-Actebis spricht man von einem "stabilen Halbjahresergebnis", das den laut IDC stagnierenden IT-Markt in den für Also-Actebis relevanten Regionen widerspiegelt. So hat zwar die Nachfrage bei den Firmenkunden zugenommen, das Consumer-Geschäft ist aber rückläufig.

Konzerngewinn rückläufig

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Michael Dressen (rechts) auf der Party zur Also-Actebis-Hausmesse Channel Trends+Visions.

Um Sonderfaktoren von 8,5 Millionen Euro bereinigt, beträgt der Konzerngewinn im ersten Halbjahr 15,9 Millionen Euro und ist damit gegenüber vergleichbaren 16,6 Millionen Euro des Vorjahres leicht rückläufig. Der ausgewiesene Konzerngewinn beträgt somit 7,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) liegt bei 41,9 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahresergebnis geht der Distributor von einem EBITDA von 85 bis 95 Millionen Euro aus, das dürfte in etwa einem Konzerngewinn von 22 bis 28 Millionen Euro entsprechen. Bei Also-Actebis geht man davon aus, dass sich der IT-Markt leicht positiv entwickelt, das Consumer-Geschäft sich aber weiterhin schwach zeigt.

Mittelfristig soll das EBITDA gegenüber dem Stand aus dem Jahr 2010 um 20 bis 30 Prozent auf 120 bis 130 Millionen Euro gesteigert werden. Dazu haben sich die Also-Actebis-Sprachakrobaten die Formel "MORE" ausgedacht. Dahinter steckt Maintain mit der "Sicherung des bestehenden Geschäfts", Optimize mit "Operative Exzellenz und Realisierung von Synergien", Reinvent mit "Profitabilitätssteigerung durch Erweiterung von Produktportfolio, Kundensegmente und Services" sowie Enhance mit "Akquisitionen in Regionen und/oder Spezialanbieter". Ob diese Gleichung besser aufgeht als das von Gustavo Möller-Hergt verkündete "1+1=4", wird sich zeigen. (awe)

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