Core Switch DES 7200

D-Link wagt sich in den Enterprise-Markt

28.05.2009
Mit zwei Core Switches und ausgewählten Partnern geht der taiwanische Netzwerk-Anbieter D-Link nach langer Vorbereitung in den Enterprise-Markt.
Der Core Switch DES 7200 in seiner maximalen Ausbaustufe.

Mit zwei Core Switches und ausgewählten Partnern geht der taiwanische Netzwerk-Anbieter D-Link nach langer Vorbereitung in den Enterprise-Markt.

Ab sofort verfügbar sind die beiden Chassis-Switches der Serie DES-7200: der 6 Slot-Switch DES-7206 und der 10-Slot Switch DES-7210. Eigens zertifizierte Partner sollen sie als Backbone-Komponenten bei mittleren und großen Unternehmen sowie Service Providern verkaufen, erklärte D-Link.

Die beiden Switches weisen folgende Merkmale auf: Ihre Backplane-Kapazität beträgt bis zu 192 GBit/s respektive 384 GBit/s; sie unterstützen 16 mal 10 Gbit/s Ports beziehungsweise 32 mal 10 GBit/s Ports, wobei D-Link die maximale Durchsatzrate (Forwarding-Rate) mit 142 Mpps beziehungsweise 286 Mpps (Million packets per second) angibt. Die Switches sind mit maximal 384 Ports ausgerüstet.

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In beiden Switches-Versionen arbeiten redundant ausgelegte Switch Fabrics; um sie herum können frei Module auf Kupfer- und Glasfaserbasis gruppiert werden. Die Architektur der Komponenten ermöglicht die sogenannte Hot-Swap-Behandlung von Systemkomponenten, etwa Lüfter, Netzteile oder Interface-Module. Sie können während des laufenden Betriebs ausgetauscht werden. Überhaupt sorgt die sogenannte Distributed Switching Architektur der Komponenten dafür, dass auf den einzelnen Switch-Modulen Switching- und Routing-Kapazitäten hardwaremäßig integriert sind. Ein übliches Verfahren, um den Datendurchsatz zu beschleunigen.

Laut dem Hersteller unterstützen die Switches standesgemäß IPv6 (Internet Protocol Version 6), NAT (Network Address Translation), MPLS (Multiprotocol Label Switching), und IPFIX (IP Flow Information Export). Des Weiteren beherrschen sie VRRP (Virtual Router Redundancy Protocol), so dass sie ausfallsicher agieren, sowie Rapid Ether Ring Protection (RERP), um sofort eine ausgefallene Netzverbindung zu ersetzen.

D-Link hat eigenen Angaben zufolge allerhand Sicherheitsmechanismen in die Komponenten eingebaut, unter anderem Policy-based Access-Control-Listen, Portsicherheit, IP-Mac-Port-basierte Funktionen und CPU Protection Policy.

Das Partnergeschäft

Bezeichnenderweise sagte D-Link, die Switches würden allein "über ausgewählte und zertifizierte Partner" vertrieben. Diese Partner, die sich aus den Solutions Providern der Eschborner rekrutieren, werden technisch und vertrieblich geschult.

Gerade auf letzteres muss D-Link ein Auge haben, nachdem der ehrgeizige Ansatz, sich neben etablierten Netzwerk-Konkurrenten im Enterprise-Markt zu etablieren, nicht einfach fallen wird. Das bloße Angebot eines Chassis-Switches öffnet den Markt nicht.

Um wahrgenommen und bestehen zu können, sind Pre- und Post-Sales-Fähigkeiten wie zum Beispiel Netzplanung, Support rund um die Uhr und eine Roadmap, die wenigstens drei Jahre umfasst, unerlässlich.

Entsprechend erklärte Thomas von Baross, Managing Director D-Link Central Europe, die ausgewählten Partner, die die Switches über die beiden Distributoren Tarox und TLK beziehen; würden massiv von den hauseigenen Partnervertrieb-Teams unterstützt. Diese wiederum setzen sich aus Direct Touches- und technisch orientierten Pre-Sales Mitarbeitern zusammen und unterstützen die D-Link-Partner "in Projekten beim Endkunden vor Ort".

D-Link hatte im Februar dieses Jahres seinen Anspruch erklärt, auch größere Unternehmen mit Netzkomponenten versorgen zu wollen. Seit April dieses Jahres können D-Link-Partner unter anderem Professional Services anbieten. (wl)