Der IT-Markt in Europa: harte aber nicht hoffnungslose Zeiten

11.04.2003
Nach Aussage von IDC im neuesten Black Book wird sich dieses Jahr der europäische IT-Markt trotz andauernder Wirtschaftsflaute und Investititonsunlust leicht erholen. Die Analysten sind sich sicher, dass der Tiefpunkt im vergangenen Jahr erreicht wurde und diese Jahr ein moderates Wachstum von zwei Prozent erreicht werde.Den größten Wachstumsschub werden demnach Software-Pakete und Services haben; das voraussichtliche Plus liegt bei 3,3 respektive 2,5 Prozent. Anders sieht es bei der Hardware aus. Dieses Marktsegment wird weiterhin auf niedrigem Niveau stagnieren, erst ab 2004 ist eine leichte Besserung in Sicht.Grundsätzlich werden dieses Jahr die IT-Ausgaben sehr stark von weltpolitischen Ereignissen beeinflusst. Dennoch sollen die Budget wieder leicht anziehen, ein zweistelliges Wachstum ist jedoch unwahrscheinlich. Nach Ansicht der Analysten wird die Nachfrage nach Innovationen weiterhin stark bleiben, vor allem Mobile-Connectivity-Lösungen und Webservices versprechen einen dynamischen Markt. Aber auch auf Sicherheit wird seitens der Kunden ein größerer Fokus gelegt. Die Angst vor Terrorismus und Cyber-Kriminalität sorgt für ein stabiles Wachstum in diesem Marktsegment.Trotz dieser tendenziell positiven Trends wird sich der IT-Markt in Westeuropa laut IDC vor allem in der ersten Jahreshälfte weiterhin konsolidieren. Wie eine kürzlich durchgeführte Kundenbefragung, das „Project Barometer" zeigt, werden 37 Prozent der Unternehmen dieses Jahr bei der IT-Budgetierung deutlich mehr Wert auf routinemäßige Infrastruktur-Upgrades. Neue Projekte hingegen stehen ganz unten auf der Priorätenliste, vor allem bei Großunternehmen. Die Unternehmen berichteten in der Umfrage, dass sie statt großer Roll-Outs eher kleine, punktuelle Lösungen mit kürzeren Implementationszeiten bevorzugen. Sie wollen auch aus der bestehenden IT-Infrastruktur verstärkt Wert schöpfen und ihre IT-Abteilungen effizienter gestalten.Grundsätzlich zeigten die Befragten einen starken Widerwillen, für neue IT Geld auszugeben. Ihr Hauptziel sei vielmehr, mit allen Mitteln den Profit zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu senken. Diese Grundeinstellung beeinflusst nach Analystenaussage aber nur kurzfristig die IT-Budgets. Letztendlich würden die Ausgaben umso deutlicher steigen, sobald das Vertrauen in die wirtschaftliche Situation wieder zurückgekehrt sei. (go)

Nach Aussage von IDC im neuesten Black Book wird sich dieses Jahr der europäische IT-Markt trotz andauernder Wirtschaftsflaute und Investititonsunlust leicht erholen. Die Analysten sind sich sicher, dass der Tiefpunkt im vergangenen Jahr erreicht wurde und diese Jahr ein moderates Wachstum von zwei Prozent erreicht werde.Den größten Wachstumsschub werden demnach Software-Pakete und Services haben; das voraussichtliche Plus liegt bei 3,3 respektive 2,5 Prozent. Anders sieht es bei der Hardware aus. Dieses Marktsegment wird weiterhin auf niedrigem Niveau stagnieren, erst ab 2004 ist eine leichte Besserung in Sicht.Grundsätzlich werden dieses Jahr die IT-Ausgaben sehr stark von weltpolitischen Ereignissen beeinflusst. Dennoch sollen die Budget wieder leicht anziehen, ein zweistelliges Wachstum ist jedoch unwahrscheinlich. Nach Ansicht der Analysten wird die Nachfrage nach Innovationen weiterhin stark bleiben, vor allem Mobile-Connectivity-Lösungen und Webservices versprechen einen dynamischen Markt. Aber auch auf Sicherheit wird seitens der Kunden ein größerer Fokus gelegt. Die Angst vor Terrorismus und Cyber-Kriminalität sorgt für ein stabiles Wachstum in diesem Marktsegment.Trotz dieser tendenziell positiven Trends wird sich der IT-Markt in Westeuropa laut IDC vor allem in der ersten Jahreshälfte weiterhin konsolidieren. Wie eine kürzlich durchgeführte Kundenbefragung, das „Project Barometer" zeigt, werden 37 Prozent der Unternehmen dieses Jahr bei der IT-Budgetierung deutlich mehr Wert auf routinemäßige Infrastruktur-Upgrades. Neue Projekte hingegen stehen ganz unten auf der Priorätenliste, vor allem bei Großunternehmen. Die Unternehmen berichteten in der Umfrage, dass sie statt großer Roll-Outs eher kleine, punktuelle Lösungen mit kürzeren Implementationszeiten bevorzugen. Sie wollen auch aus der bestehenden IT-Infrastruktur verstärkt Wert schöpfen und ihre IT-Abteilungen effizienter gestalten.Grundsätzlich zeigten die Befragten einen starken Widerwillen, für neue IT Geld auszugeben. Ihr Hauptziel sei vielmehr, mit allen Mitteln den Profit zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu senken. Diese Grundeinstellung beeinflusst nach Analystenaussage aber nur kurzfristig die IT-Budgets. Letztendlich würden die Ausgaben umso deutlicher steigen, sobald das Vertrauen in die wirtschaftliche Situation wieder zurückgekehrt sei. (go)