Check Point Security Report 2015

Die größten IT-Sicherheits-Risiken für Unternehmen

03.06.2015 von Florian Maier
Der aktuelle IT-Security-Report von Check Point Software will die größten Sicherheits-Bedrohungen für Unternehmen im Jahr 2014 entlarven. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Der Sicherheitsanbieter Check Point Software Technologies hat seinen aktuellen Security Report 2015 veröffentlicht. Auf Basis der Überwachung und Analyse von 300.000 Stunden Netzwerk-Traffic von rund 16.000 Threat-Prevention-Gateways und 1000 Smartphones will das Unternehmen die größten IT-Security-Bedrohungen für Unternehmen im Jahr 2014 identifiziert haben.

In ihrem aktuellen Security Report 2015 identifiziert Check Point Software die größten Security-Bedrohungen für Unternehmen im Jahr 2014.
Foto: Maksim Kabakou / shutterstock.com

Verbreitung von Malware steigt rasant

Demnach sei die Bedrohung durch Malware für Unternehmen sprunghaft angestiegen. Im Schnitt wurde ein Unternehmen im Jahr 2014 von 106 "unbekannten" Malware-Typen bedroht - pro Stunde. Das entspräche einer Steigerung um den Faktor 48 im Vergleich zum Jahr 2013. Als weitaus größere Gefahr im Unternehmensumfeld stuft Check Point Software jedoch die sogenannte Zero-Day-Malware ein, die bislang unbekannte Sicherheitslücken in Software ausnutzt. Auch Bots sind weiterhin beliebt bei Cyberkriminellen: ganze 83 Prozent der im Rahmen der Security-Studie untersuchten Unternehmen waren mit Bots infiziert.

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2. Störungen und Gesprächsabbrüche
Auch vermehrt auftretende Verbindungsprobleme oder Gesprächsabbrüche bei der Nutzung Ihres Android-Gerätes könnten auf Malware zurückzuführen sein. Zunächst sollten Sie sich allerdings bei ihrem Netzbetreiber erkundigen, ob das Problem bei ihm liegt.
3. Hohe Handy-Rechnung
Wer gedacht hat, die Zeiten der Dialer wären lange vorbei, kann bei einer Infizierung mit SMS-Malware eine böse Überraschung erleben. Diese Art von Schadsoftware sendet automatisiert Kurznachrichten an sogenannte "Premium-Nummern" - was erhebliche Kosten verursachen kann. Sie sollten deshalb immer Ihre Handy-Rechnung auf Ungereimtheiten kontrollieren.
4. Auffällige Datennutzung
Sollten Sie bemerken, dass auf Ihrem Android-Gerät übermäßiger Datenverkehr stattfindet, könnte das ein Hinweis auf installierte Malware sein. Ein erhöhtes Datenaufkommen durch Malware kann sich auch auf Ihre Handy-Rechnung auswirken - je nachdem, welchen Tarif sie gewählt haben.
5. Performance-Einbruch
Reagiert Ihr Android-Smartphone auf unerklärliche Weise nur noch sehr träge oder braucht täglich mehrmals einen Reboot? Auch das könnte ein Hinweis auf die Infizierung mit Malware sein. Die Schadsoftware frisst unter Umständen das Gros der Prozessorleistung, was eine normale Nutzung von Apps etc. kaum noch möglich macht.

Untergangsszenarios BYOD, Schatten-IT & Datenverlust

Als besonders schwache Glieder in der IT-Security-Kette eines Unternehmens identifiziert der Check Point Security Report 2015 Mobilgeräte. Für Unternehmen, in dessen Netzwerk mehr als 2000 Mobilgeräte hängen, besteht demnach ein 50-prozentiges Risiko, dass mindestens sechs der mobilen Devices infiziert sind.

Das Risiko durch Applikationen sollten Unternehmen ebenfalls nicht unterschätzen, wenn es nach dem Sicherheits-Report von Check Point Software geht. Zusätzliches Gefährdungspotential besteht durch Devices, die in die Kategorie Schatten-IT fallen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der Unternehmen die mindestens eine riskante Applikation nutzen um zehn auf 96 Prozent an.

Doch nicht nur Cyberkriminelle oder Hacktivisten bedrohen die IT-Sicherheit in Unternehmen. Von einem durch Netzwerk-Aktivitäten verursachten Datenverlust waren 2014 ganze 81 Prozent der im Rahmen der Studie analysierten Firmen betroffen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um 41 Prozent.

So schützen Sie Ihr Unternehmen

Amnor Bar-Lev, Präsident von Check Point Software Technologies, rät Unternehmen, ihre Security-Strategie möglichst breit aufzustellen: "Unternehmen können sich selbst nur durch einer Kombination aus Know-how und starken Sicherheitslösungen wirklich vor diesen Bedrohungen schützen. Wird die Sicherheit zu einem entscheidenden Unternehmens-Asset gemacht, kann sie zu einem Enabler werden, der das Unternehmen in die Lage versetzt, Innovationspotential freizusetzen und eine Kultur für Hochleistung und Produktivität zu fördern."