VirtualShelf und EP:Marktplatz

EP feilt an seiner Digital-Strategie

13.06.2013
Electronic Partner (EP) setzt mit dem „VirtualShelf“ einen weiteren Schritt seiner angekündigten Digital-Commerce-Strategie um. Zudem soll bald unter dem Namen EP:Marktplatz die angekündigte Onlineshop-Lösung der Verbundgruppe starten.
Der scheidende EP-Vorstandschef Jörg Ehmer hatte das VirtualShelf beim EP-Branchentreff im Frühjahr 2013 präsentiert

Electronic Partner (EP) setzt mit dem „VirtualShelf“ einen weiteren Schritt seiner angekündigten Digital-Commerce-Strategie um. Wie die Verbundgruppe mitteilt, präsentieren ab sofort die ersten EP-Fachhändler mit der Digital-Signage-Lösung ein erweitertes Sortiment digital in ihrem Ladenlokal. Die neue Präsentationslösung soll es dem Fachhandel unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche oder dem eigenen Lagerbestand ermöglichen, eine hohe Artikelzahl in unterschiedlichen Ansichten vorzuführen.

„Nach der positiven Resonanz auf unserer Frühjahrsmesse in Düsseldorf freuen wir uns, dass schon jetzt die ersten Fachhändler das VirtualShelf in Betrieb nehmen“, erklärt EP-Vertriebschef Michael Heller. „Aktuell läuft bis zum Juli die Installations- und Startphase, während der das VirtualShelf in den Verkauf integriert wird.“ Begleitet wird die Einführung der neuen Verkaufsunterstützung nicht nur von umfassendem technischem Support, sondern auch von Schulungen zum optimalen Einsatz im Beratungsgespräch.

Einen Erfahrungsvorsprung in Sachen VirtualShelf bringt interessanterweise der designierte Vorstandschef der Verbundgruppe, Friedrich Sobol, mit. In seiner Funktion als Landes-Chef von EP Österreich hatte Sobol die virtuelle Produktpräsentation bereits Anfang des Jahres eingeführt. Beim Produkt-Launch präsentierte Sobol zudem Ideen für die Weiterentwicklung des VirtualShelf. Wie der EP-Chef dem österreichischen Branchenblatt Elektrojournal berichtete, sei als nächster Schritt geplant, das Präsentationstool inklusive vielfältiger Filterfunktionen und Testberichten des Rezensions-Aggregators Alatest als HTML5-Onlinekatalog ins Netz zu bringen. Auch eine Umsetzung als Mobile-App kündigte Sobol an.

Zu solchen innovativen Features äußerte sich die EP-Zentrale in Düsseldorf zunächst nicht. Dafür rückt die Umsetzung der Anfang des Jahres angekündigten dezentralen Onlineshop-Lösung von EP näher. Unter dem Namen EP:Marktplatz soll diese wie geplant „noch im Sommer“ an den Start gehen, wie Vertriebschef Heller erklärte: „Der EP:Marktplatz wird bald Online sein. Hier können die EP:Fachhändler ihre Angebote über einen VirtualShop im Internet vermarkten. Auf diese Weise schlagen wir eine weitere Brücke zwischen den Leistungen im stationären Handel und den Möglichkeiten des digitalen Vertriebs von Produkten und Dienstleistungen.“

Trotz Chefwechsel führt die Verbundgruppe damit ihre Strategie fort, mit Digital-Commerce-Strategien die Zukunftsfähigkeit der angeschlossenen Fachhändler zu stärken. Neben EP:Marktplatz und VirtualShelf stellte Michael Heller auch explizit Plusanschluss.de, EPs Online-Plattform zur Servicevermittlung, in diesen Kontext. (mh)