Samsung ist Kläger

EU-Kartellklage bei AUO noch nicht angekommen

01.12.2010
Die meisten großen LCD-Panel-Hersteller sollen laut einem Reuters-Bericht von der EU wegen Preisabsprachen zu Geldstrafen verdonnert werden. AUO will noch nicht mal offiziell informiert worden sein.

Auf Betreiben von Samsung Electronics hat die EU gegen die meisten großen LCD-Panel-Hersteller laut der Nachrichtenagentur Reuters ein Kartellverfahren wegen Preisabsprachen eingeleitet. Sie müssen mit Geldstrafen rechnen, in welcher Höhe, das wird voraussichtlich am 8. Dezember 2010 bekanntgegeben.

Seltener Einblick in eine Panel-Fabrik.

Neben LG Display aus Südkorea stehen auch Taiwans Top 4 der Panel-Hersteller am Pranger. Diese sind: , AU Optrinics (AUO), Chimei Innolux (CMI), Chunghwa Picture Tubes (CPT) und HannSpree-Mutter HannStar.

Dem taiwanesischen Newsservice "Digitimes" zufolge will AUO über den Vorgang noch nicht mal offiziell informiert worden sein, CMI enhält sich jedes Kommentars und verweist auf das laufende Verfahren.

Kartellverfahren gegen die Panel-Hersteller hagelt es auch in den USA. Im August haben sich führende AUO-Manager in die USA begeben, um das Unternehmen von dem Vorwurf der Preisabsprachen reinzusprechen, wurden dann aber vorübergehend an der Ausreise gehindert. (kh)