M.K. Electronic

Keine Krise bei Ersatzteilen

20.11.2009
Ersatzteile sind gefragter denn je, davon profitiert auch der auf Spare Parts spezialisierte Distributor M.K. Electronic. ChannelPartner hat sich bei M.K. umgesehen.
"Die Verfügbarkeit schlägt den Preis." Massimo Scuderi, Geschäftsführer der M.K. Electronic GmbH

IT-Geräte werden immer preiswerter, und Reparaturen lohnen sich oft nicht mehr, könnte man meinen. Massimo Scuderi, Geschäftsführer des Ersatzteildistributors M.K. Electronic im schwäbischen Göppingen, hat jedoch eine andere Erfahrung gemacht: "Es gibt eine Tendenz zur Reparatur", erklärt er. Gründe dafür seien unter anderem die mehrjährigen Garantieversprechen der Hersteller und natürlich die wirtschaftliche Situation, in der ein Gerät statt einer Neuanschaffung vielleicht doch noch einmal repariert wird. Die gegenwärtige Preisdiskussion sieht Scuderi eher gelassen. "Bei Ersatzteilen schlägt die Verfügbarkeit den Preis", weiß er.

Vor rund 20 Jahren gründeten die Brüder Massimo und Rosario Scuderi M.K. Electronic, damals noch als Reparaturbetrieb für Festplatten, Mainboards und magnetische Laufwerke der Hersteller IBM und Compaq. Heute macht der Distributor jährlich rund 30 Millionen Euro Umsatz mit Ersatzteilen und beschäftigt etwa 50 Mitarbeiter. 2003 wurde ein neues Geschäftsgebäude in Göppingen bezogen, das neben Büroräumen auch ein 1.800 Quadratmeter großes Lager mit Packstraße, Kleinteilelager und 620 Europalettenplätzen beheimatet.

Seit 2003 residiert M.K. Electronic am repräsentativen Standort in Göppingen.
Ausgesprochen freundlich ist der Empfang für Gäste des Ersatzteildistributors.
Das großzügige Foyer im M.K.-Headquarter.
Von diesem Schreibtisch zieht M.K. Electronic-Chef Massimo Scuderi die Ersatzteil-Strippen.
Das motivierte M.K.-Team bei der Arbeit.
Der Distributor hat großzügig geplant. Es gibt durchaus noch Platz für personelle Expansion.
Einige Beispiele aus dem Portfolio im Foyer.
Im Kleinteilelager...
... und im Hochregallager sind rund 60.000 verschiedene Artikel vorrätig.
Die Bestellungen werden verpackt...
... und warten auf den Versand.
Jede ausgehende Bestellung wird noch einmal überprüft.
Auch der Chef überzeugt sich, ob die Regale korrekt bestückt sind.
Bei fehlenden Produktfotos wird selbst die Kamera gezückt.
Den Angestellten steht zur Pause eine Dachterrasse zur Verfügung...
... mit einem tollen Blick auf den "Kaiserberg" Hohenstaufen.

Der Grossist hat 640.000 Artikel im Lieferprogramm, "davon 60.000 vorrätig", wie Scuderi stolz bestätigt. Druckerhersteller wie Samsung wickeln ihre komplette Ersatzteilversorgung über das Unternehmen ab. Zudem zählen Spare Parts von Hewlett-Packard, Acer, Kyocera, Lexmark, Fujitsu, Brother, Digital, Lenovo, Epson, IBM, Xerox, Packard Bell und Canon zum Portfolio.

Um die Verfügbarkeit weiter zu verbessern, hat M.K. Electronic nun zusammen mit weiteren europäischen Distributoren den Verbund Parts Group Europe (PGE) gegründet. Da die Mitglieder zum Teil mit unterschiedlichen Herstellern zusammenarbeiten, können sie auch auf Produkte zurückgreifen, die sich nicht in ihrem Standardlieferprogramm befinden. Zudem arbeiten die Partner auch bei paneuropäischen Projekten zusammen. PGE tritt jedoch nicht direkt den Händlern gegenüber in Erscheinung. Die Reseller ordern weiterhin bei dem jeweiligen Ersatzteildistributor in den entsprechenden Ländern. Derzeit ist PGE in Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweiz, Italien, Griechenland, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien vertreten. Weitere Länder sollen in Kürze folgen. (awe)