Was Analysten erwarten

Microsoft und IBM mit stabilen Gewinnen

13.01.2009
Die bisher von den Auswirkungen der Finanzkrise weitgehend verschont gebliebenen US-Softwarekonzerne dürften im vierten Quartal 2008 weiterhin höhere oder zumindest stabile Ergebnisse erzielt haben. Ganz abschotten konnten sich die Unternehmen von dem sich verschlechternden Umfeld aber vermutlich nicht. So dürften die Sorgen der Kunden über ein anhaltend schwaches Geschäft zu geringeren IT-Ausgaben geführt haben.

Die bisher von den Auswirkungen der Finanzkrise weitgehend verschont gebliebenen US-Softwarekonzerne dürften im vierten Quartal 2008 weiterhin höhere oder zumindest stabile Ergebnisse erzielt haben. Ganz abschotten konnten sich die Unternehmen von dem sich verschlechternden Umfeld aber vermutlich nicht. So dürften die Sorgen der Kunden über ein anhaltend schwaches Geschäft zu geringeren IT-Ausgaben geführt haben.

Einer UBS-Studie zufolge sollte es daher für Konzerne wie Microsoft in den kommenden Monaten insgesamt schwieriger werden. So wollen Unternehmen in den USA und Europa im laufenden Jahr zwei Prozent weniger für IT ausgeben als im Vorjahr, als das Budget gegenüber 2007 noch unverändert lag. Davon betroffen sind besonders die Großkonzerne: Für Microsoft-Produkte wollen die Unternehmen der Erhebung vom Dezember zufolge voraussichtlich 20 Prozent und für IBM-Artikel 19 Prozent weniger ausgeben.

Den Auftakt der Berichtssaison der Branche macht IBM am 20. Januar 2009. Der Konzern profitierte bisher davon, zwei Drittel seiner Erlöse auf ausländischen Märkten zu erzielen, wodurch das schwache US-Geschäft mehr als ausgeglichen wurde. Wegen der Geschäftsabkühlung im Ausland dürfte die Gewinndynamik nun jedoch abflachen. Profitieren sollte IBM dagegen weiter vom starken Verkauf von Produkten mit hohen Margen.

Von Thomson Reuters befragte Analysten rechnen bei IBM im Mittel mit einem Gewinn je Aktie von 3,04 nach 2,80 Dollar im Vorjahr. Der Umsatz wird niedriger bei 28,29 (Vorjahr: 28,87) Milliarden Dollar gesehen.

Bei Microsoft rechnen Beobachter zwei Tage nach IBM nur mit einem stagnierenden Gewinn. Unsicherheit besteht unter Analysten über die Verkäufe der Xbox-Spielekonsole während der Weihnachtsferien. Bei Online-Services, einem der kleinsten aber künftig möglicherweise wichtigsten Bereiche, erzielte der Konzern in den vergangenen Quartalen starke Erlöszuwächse. Analysten gehen davon aus, dass Microsoft hier von der zunehmenden Online-Werbung der Kunden profitieren kann.

Im Mittel rechnen Marktbeobachter am 22. Januar im zweiten Geschäftsquartal des Konzerns aus Redmond mit einem Ergebnis je Aktie wie im Vorjahr von 0,50 Dollar und Umsätzen von 17,16 (16,37) Milliarden Dollar. (Dow Jones/rw)