Toshiba und SanDisk

NAND-Flash-Dichte von unter 30 nm in greifbarer Nähe

21.09.2009
Der japanische Hersteller Toshiba und sein NAND-Flash-Partner SanDisksollen in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit der Massenproduktion von NAND-Flash-Chips der 20-nm-Klasse starten.

Der japanische Hersteller Toshiba und sein NAND-Flash-Partner SanDisk sollen in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit der Massenproduktion von NAND-Flash-Chips der 20-Nanometer-Klasse starten. Der Technologiewechsel wird besonders im Hinblick auf Solid-State-Discs (SSDs) als wichtiger Schritt gewertet, da diese somit günstiger produziert werden können.

Außerdem plane das Gemeinschaftsunternehmen die Produktionskapazitäten in Yokkaichi, Provinz Mie, auf 200.000 Wafer im Monat anzuheben, heißt es aus Industriekreisen.

Toshiba hat dort gerade erst, später als geplant, mit der Massenproduktion von 32-nm-Chips auf 3bpc- oder 3-bit-per-cell-Basis begonnen. Ursprünglich war das Unternehmen davon ausgegangen, dass diese Ende 2009 schon über 50 Prozent der Produktion in Yoikkaichi ausmachen werden.

Wie von ChannelPartner berichtet, will das Konkurrenzgespann Intel und Micron schon Ende 2009 NAND-Flash-Chips der 20-nm-Klasse (2x-nm) vorstellen. Die Massenproduktion von 32-Gigabit-NAND-Flash-Memory auf Basis der 3bpc-34nm-Verarbeitungstechnologie soll bei dem Intel-Micron-Joint-Venture IM Flash Technologies plangemäß erfolgen.

Mit Blick auf den lukrativen SSD-Markt soll auch Samsung die NAND-Flash-Entwicklung vorantreiben. Derzeit sind die NAND-Flash-Chips noch auf Basis der 42-nm-Technologie, erste Samples für 35-nm-NAND-Flash-Chips sind aber schon im Juni an Industriekunden verschickt worden. Der koreanische Hersteller rüstet seine 8-Zoll-Fabrik in Austin, Texas, gerade auf 12 Zoll um und will somit in der zweiten Jahreshälfte 2010 die Produktionskapazitäten erhöhen, haben asiatische Medien im August gemeldet.

SSDs sind noch weit davon entfernt, die Festplatten (HHDs) auf breiter Front ablösen zu können. Der ohnehin große Preisunterschied wurde im Sommer 2009 durch steigende NAND-Flash-Preise noch mehr ausgeweitet.

Modulehersteller, viele davon wie Transcend aus Taiwan, haben aber ein Interesse an sinkenden SSD-Preisen und hoffen, mit Chips aus der 2x-nm-Fertigung entsprechend die Kostenstruktur senken zu können. Vielleicht gehört die Festplatte dann doch bald zum alten Eisen. (kh)