Dropbox-Alternative

Owncloud Enterprise Edition 5 ab Juli erhältlich

25.06.2013 von Tobias Wendehost
Owncloud bekommt Nachwuchs: Ab Juli wird die Open-Source-Filesharing- Anwendung als Enterprise Edition 5 angeboten.
Gelöschte Dateien und Ordner lassen sich bei Bedarf wiederherstellen.
Foto: Owncloud

Owncloud bekommt Nachwuchs: Ab Juli wird die Open-Source-Filesharing- Anwendung als Enterprise Edition 5 angeboten.
von Thomas Wendehorst
Das quelloffene Programm richtet sich an Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Behörden. Owncloud lässt sich dabei in der eigenen IT-Infrastruktur oder im Rechenzentrum eines Vertragspartners installieren und verwenden. Laut Anbieter kann die Enterprise Edition 5 zum Beispiel in existierende Benutzerverzeichnisse, Sicherheits- und Backup-Systeme integriert werden.

"Darüber hinaus lässt sich Owncloud erweitern und auf individuelle Anforderungen anpassen", bewirbt Markus Rex, CEO von Owncloud, die Anwendung. Zu den neuen Funktionen zählt unter anderem eine erweiterte Sicherheitsarchitektur. Die Software unterstützt mehrere Lightweight-Directory-Access-Protokolle (LDAP) und Active Directories (AD). Zudem integriert Owncloud den Advanced Encryption Standard (AES) für die Verschlüsselung der gespeicherten Daten.

Wer versehentlich Daten oder Ordner löscht, kann diese mit Hilfe einer App innerhalb der Enterprise Edition 5 wiederherstellen. Externe Mitarbeiter, die kein Owncloud-Konto haben, können dennoch passwortgeschützte Uploads vornehmen. Zugriffe und Uploads protokolliert die Software für spätere Überprüfungen. Schließlich ist die Administration vollständig von der Verwaltung der Dateien getrennt.

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Die Owncloud Enterprise Edition 5 ist offiziell ab Juli verfügbar. Auf der Website des Anbieters lässt sich aber bereits eine Testversion herunterladen. Das Abo kostet 12 Euro pro Anwender und Monat. Allerdings müssen mindestens 50 Nutzer für das neue Angebot lizensiert werden. Zu den Leistungen von Owncloud gehören Support und Dokumentation sowie zusätzliche Software-Module.

Da Owncloud unter die Open-Source-Lizenz AGPL 2 fällt, steht Anwendern die Veränderung des Quellcodes frei - das Programm muss aber unter den gleichen Bedingungen wie das Original veröffentlicht werden. Entscheiden sich Unternehmen oder Einrichtungen für die Lizenz von Owncloud, werden sie von der Verpflichtung, Anpassungen als Open-Source-Software zu veröffentlichen, entbunden. (rb)