Verurteilung wegen Betrugs

Pcfritz-Drahtzieher muss länger in Haft

28.05.2015 von Armin Weiler
Firat C., einer der Verantwortlichen im Skandal um den Onliner Pcfritz.de, ist vor dem Landgericht in Halle zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Die juristische Aufarbeitung der Machenschaften rund um den Online-Shop Pcfritz.de gehen weiter. Der Etailer war im Herbst 2013 durch den massenhaften Vertrieb von Software-Fälschungen aufgeflogen. Seither schieben sich die Verantwortlichen gegenseitig die Schuld zu.

Die Aufarbeitung des Pcfritz.de-Skandal geht weiter - und noch ist kein Ende in Sicht.

Der ehemalige Geschäftsführer Maik Mahlow benannte Firat C. als einen der Drahtzieher hinter Pcfritz.de. Bereits Anfang März wurde Firat C. zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten wegen Hinterziehung von Steuern in Höhe von 900.000 Euro verurteilt. Das Gericht ging davon aus, dass es sich bei dem Angeklagten um den Drahtzieher des Fälscherrings handelte.

Nun gab es vor dem Landgericht Halle noch einen Nachschlag: Wegen Betrugs wurde die Gesamtfreiheitsstrafe auf sechs Jahre und drei Monate verlängert.

So wirbt PC Fritz

Pcfritz-Geschäftsführer Maik Mahlow ließ sich gerne in Gegenwart...

... von schönen Frauen fotografieren.

Auch die Werbekampagenen funktionierten nach dem prinzip "Sex Sells".

Skurriler Auftritt: Pcfritz.de-Geschäftsführer Maik Mahlow ensteigt einem Plexiglassarg.

In einem Casting suchte PCfritz nach Models für die Kampagnen.

So wurde beispielsweise Windows 7 beworben.

"Einfach und günstig" konnte man Windows 7 bei Pcfritz.de kaufen. Die Kopien waren aber vermutlich nicht legal

Gleiches galt für die vertriebenen Office-Pakete.

So hat es sich nach einem kurzen Höhenflug ausgefritzt.

Aufgrund "technischer Probleme" war Pcfritz.de dann nicht mehr telefonisch zu erreichen, hieß es auf der Facebook-Präsenz des E-Tailers.