PS3 und Xbox 360: Konsolen-Schnickschnack lässt User kalt

10.08.2007 von Armin Weiler
Die Zusatzfunktionen der leistungsstarken Sony- und Microsoft-Konsolen Playstation 3 und Xbox 360 werden von der Mehrheit der Anwender schlichtweg ignoriert. Wie eine aktuelle Analyse des Marktforschungsinstituts NPD http://www.npd.com offenbart, haben 60 Prozent der PS3-Käufer keine Ahnung, dass sie über einen integrierten Blu-ray-Player verfügen. Immerhin ist sich die Hälfte der Playstation-Gamer bewusst, dass ihre Konsole über High-Definition-Grafik verfügt. Bei der billigeren Xbox 360 liegt dieser Wert gar nur bei 30 Prozent.

Die Zusatzfunktionen der leistungsstarken Sony- und Microsoft-Konsolen Playstation 3 und Xbox 360 werden von der Mehrheit der Anwender schlichtweg ignoriert. Wie eine aktuelle Analyse des Marktforschungsinstituts NPD offenbart, haben 60 Prozent der PS3-Käufer keine Ahnung, dass sie über einen integrierten Blu-ray-Player verfügen. Immerhin ist sich die Hälfte der Playstation-Gamer bewusst, dass ihre Konsole über High-Definition-Grafik verfügt. Bei der billigeren Xbox 360 liegt dieser Wert gar nur bei 30 Prozent.

"Wir sind uns bewusst, dass die Playstation 3 mit neuesten Technologien vollgepackt ist, mit denen einige Konsumenten bisweilen noch wenig anfangen können", meint Marlies Frey, Sprecherin von Sony Computer Entertainment Austria, auf Anfrage von pressetext. Die Positionierung als Vorreiter für Blu-ray berge zwar ein gewisses Risiko. Langfristig hoffe man aber mit den angebotenen technischen Vorzügen bei den Anwendern zu profitieren, so Frey weiter. Sie verwies zudem auf die großen Speicherkapazitäten des Mediums, die erst bei der zukünftigen Spiele-Entwicklung voll zum Tragen kommen werden.

Als Nutznießer der derzeitigen Situation gilt Nintendo, das mit seiner Wii-Konsole eine komplett andere Strategie als Sony und teilweise auch Microsoft gefahren ist. Um den Einführungspreis zu senken, wurden auf HD-Funktionalitäten und teure Abtast-Lasertechnologien verzichtet. Dagegen konnte Wii mit ausgefallenen Game-Ansätzen und einer innovativen Controller-Bedienung punkten. Vor allem die Absatzzahlen in den USA haben dieses Konzept fürs erste bestätigt, wenngleich abzuwarten bleibt, ob der aktuelle Wii-Hype nur ein vorübergehendes Phänomen darstellt.

Als brisantes Detail am Rande gilt auch, dass von den befragten Gamern gerade die Wii-User am häufigsten mit der Konsole auf das Internet zugreifen. Auch hier zeigt die Hightech-Konsole von Sony Nachholbedarf und bleibt hinter dem direkten Konkurrenten Microsoft zurück. Der Konsolenkrieg drückt zumindest in den USA weiter auf den Preis der beiden großen Konsolenanbieter. Während Sony das 60-Gigabyte-Modell mit 100 Dollar Nachlass langsam auslaufen lässt, hat nun auch Microsoft angekündigt, den Standard-Preis seiner Xbox 360 auf 349 Dollar zu senken. Nintendos Wii bleibt mit 249 Dollar aber immer noch unerreicht. (pte)