EU-Beschluss

Reparierbarkeits-Label für Smartphones und Tablets

11.01.2023 von Denise Bergert
Das neue EU-Energielabel soll künftig anzeigen, wie einfach Smartphones und Tablets zu reparieren sind.
Ersatzteile und Reparatur-Kits, wie sie Google zusammen mit iFixit für Pixel-Geräte anbietet, sind ein guter Schritt zu mehr Nachhaltigkeit.
Foto: iFixit

In Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedsstaaten hat die Europäische Kommission die Einführung eines EU-Energielabels für Smartphones und Tablet-PCs beschlossen. Neben dem Energieverbrauch soll dieses Label auch einen Reparierbarkeits-Index beinhalten. Für diesen Index müssen Elektronik-Hersteller auf einer Skala von A bis E einstufen, wie gut ihre Geräte zu reparieren sind. Ab 2025 soll das neue Energielabel auf allen Geräten in der EU zu finden sein.

Hersteller sollen Produkte nachhaltiger designen

"Smartphones und Tablets sind für die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist eine verlässliche Hilfe bei ihrer Kaufentscheidung, die wir jetzt für die Zukunft geben können. Zudem gibt es Herstellern von Smartphones und Tablets einen Anreiz, ihre Produkte innovativ und nachhaltig zu designen. Das trägt dazu bei, die Ressourcen weltweit effizienter einzusetzen," erklärt Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz.

Werkzeug-Icon zeigt Reparierbarkeit

Die neue Reparierbarkeits-Skala im EU-Energielabel zeigt ein kleines Werkzeug-Icon und listet unterschiedliche Aspekte auf, die für die Reparierbarkeit wichtig sind - beispielsweise die Anzahl der Schritte zur Demontage und die Ersatzteilverfügbarkeit. Die Skala zeigt außerdem, wie lange das Smartphone oder Tablet mit Software-Updates versorgt wird.

"Reparieren statt Wegwerfen soll das neue Normal werden" - Steffi Lemke

"Der Reparierbarkeits-Index ist ein echter Kompass für den Einkaufskorb. Verbraucherinnen und Verbraucher haben es künftig leichter, solche Smartphones und Tablets auszuwählen, die wirklich reparierbar und damit langlebiger sind. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt, und ist auch gut für den Geldbeutel. Die heutige Entscheidung ist eine wichtige Weichenstellung für einen Massenmarkt, wo bislang noch das Einweg-Prinzip dominiert. Künftig soll Reparieren statt Wegwerfen das neue Normal werden," so Bundesumweltministerin Steffi Lemke. (PC-Welt)