Migration

SAP sponsert Wechsel auf HANA

24.04.2012 von Martin Bayer
Mit einem Fonds von fast 500 Millionen Dollar will SAP sein Datenbankgeschäft in Schwung bringen. Auch Migrationsprojekte von Kunden sollen unterstützt werden.

Mit einem Fonds von fast 500 Millionen Dollar will SAP sein Datenbankgeschäft in Schwung bringen. Auch Migrationsprojekte von Kunden sollen unterstützt werden.
von Martin Bayer (Computerwoche-Redakteur)
"SAP ist eine Datenbank-Company", behauptet Steve Lucas, Executive Vice President für BI, Database & Technology von SAP. Die Basis dafür bildeten das mit Sybase zugekaufte Datenbankportfolio sowie die in den beiden vergangenen Jahren entwickelte Highend-BI-Appliance HANA. Letztere soll sich direkt mit Daten aus den operativen Systemen füttern lassen und so langfristig herkömmliche Datenbank- und Data-Warehouse-Systeme überflüssig machen.

Mit diesen beiden Standbeinen sehen sich die SAP-Verantwortlichen gut aufgestellt, um im Datenbankgeschäft für Unruhe zu sorgen. Bis 2015 werde man die Nummer zwei im Markt sein, hatte Lucas erst vor wenigen Monaten vollmundig erklärt. Das würde bedeuten, dass SAP Anbieter wie Microsoft und IBM überholt und sich hinter dem Erzrivalen Oracle einreiht. Die klassischen Datenbankanbieter würden zu wenig Innovationen bieten, teilte Lucas zuletzt gegen die Wettbewerber aus. Daher suchten viele Kunden nach Alternativen. Der Manager bezeichnete HANA als "Killer-Plattform". 2012 werde das entscheidende Jahr.

Mehr Anwendungen für HANA

"Es geht nicht um die Platzierung im Markt", bremste indes SAP-Technikvorstand Vishal Sikka seinen Manager ein. Vielmehr müsse sich SAP mit neuer Technik im Markt profilieren, die den Kunden neue Anwendungen und Prozesse ermögliche. Dafür sieht sich Sikka gut gerüstet. Nach einer fünfmonatigen Rampup-Phase sei nun das Business Warehouse von SAP für HANA verfügbar. Auch die laufenden Vorhaben rund um HANA seien im Plan. Sikka zufolge wird noch in diesem Jahr auch die Business Suite mit der Appliance laufen.

Insgesamt ziele SAPs Strategie stärker darauf ab, die Portfolios aus den Bereichen Datenbanken, Geschäftsanwendungen und neue Techniken wie HANA enger miteinander zu verknüpfen, erläuterte Sikka. Dabei gehe es darum, der eigenen Klientel eine Datenbankalternative zu den klassischen Herstellern zu bieten. Man wolle aber mit den neuen Techniken auch zusätzliche Kundengruppen erreichen. Ein Großteil der Daten, die in den bereits laufenden HANA-Systemen verarbeitet werden, stamme aus Nicht-SAP-Systemen.

Die Technik allein scheint indes nicht auszureichen, um sich im Datenbankmarkt zu positionieren. SAP will insgesamt fast 500 Millionen Dollar in das Sponsoring seiner neuen Technik stecken. Mit 155 Millionen Dollar sollen Software-Startups unterstützt werden, Anwendungen für die HANA-Plattform zu entwickeln. Weitere 337 Millionen Dollar wollen die Walldorfer bereitstellen, um Anwenderunternehmen die Migration auf die SAP-Plattform schmackhaft zu machen.
(Computerwoche / rb)

Die Geschichte der SAP
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Die SAP-Gründer traten an, das alte Zeitalter der Datenverarbeitung ...
Anfang der 70er
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1982
Die Gründer von SAP (v.l.: Hopp, Tschira, Hector, Plattner)
1982
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10 Jahre SAP. Das SAP-Gründer-Team und der damalige Walldorfer Bürgermeister (v.l.: Plattner, Tschira, Bürgermeister Jürgen Criegee, Hopp, Hector)
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1988
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In den 90ern
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In den 90ern
... vorgestellt.
Anfang der 90er
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1990
Die COMPUTERWOCHE schreibt bereits im Herbst 1990 über SAP:
1990
"Nahezu unbemerkt hat sich die SAP AG, Walldorf, mit dem modularen Standardsoftware-Paket R/2 eine Quasi-Monopol-Position auf dem Gebiet der kommerziellen Standardsoftware für S/370-Rechner in der Bundesrepublik geschaffen."
1990
Auf der CeBIT: Oswald und Hopp
1990
Die erste Bilanzpressekonferenz
1990
Die erste Bilanzpressekonferenz
1992
Plattner an der Gitarre auf der 20 Jahre SAP Feier in den USA
1992
Die Torte auf der 20 Jahre SAP Feier in den USA
1992
Das SAP-Team
1992
Bei der Übgerabe des Bundesverdienstkreuz: Hopp und der damalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg Erwin Teufel (Mitte)
1992
Der Countdown zu R/3
1992
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1992
Hopp stellt die ersten SAP-Kunden vor
1992
Das Industriegebiet in Walldorf
1992
Gerhard Oswald (Mitte) beim Countdown zu R/3
1993
Bilder von der Hauptversammlung
1993
Hopp auf der Hauptversammlung
1993
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1993
Bill Gates (links)
1995
Das SAP-Team: v.l. Tschira, Kagermann, Zencke, Plattner
1995
Kagermann und Rudolf Scharping
1995
Die erste SAP-Aktie
1996
Award: Company of the Year für SAP
1996
Dietmar Hopp
1996
Dietmar Hopp auf der Bilanz-Pressekonferenz
1996
Kagermann und Bill Gates
1996
Kagermann, Bill Gates und Tschira (v.l.)
1996
Tschira, Bill Gates und Kagermann (v.l.)
1996
Die SAP-Zentrale
1997
25 Jahre SAP
1997
25 Jahre SAP
1997
25 Jahre SAP
1997
25 Jahre SAP
1997
25 Jahre SAP
1997
Ein SAP-Arbeitsplatz
1997
Ein SAP-Arbeitsplatz-Server
1997
SAP auf der CeBIT
1997
SAP auf der CeBIT
1997
SAP auf der CeBIT
1997
SAP auf der CeBIT
1997
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Der SAP Formel1 Wagen
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Dietmar Hopp
1997
Hopp beim Golfturnier zum 25. Geburtstag
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1997
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1997
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1997
Plattner beim Golfturnier zum 25. Geburtstag
1997
Die SAPPHIRE in Amsterdam
1997
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Hasso Plattner auf der SAPPHIRE in Amsterdam
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Kagermann und Namgung, der damalige CEO von Samsung
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Das SAP-Team in New York
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Kagermann (li.) und Heinrich (Mitte) beim Börsengang in New York
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Kagermann und Plattner beim Börsengang in New York
1998
Kagermann und Plattner beim Börsengang in New York
1998
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Die Eröffnungszeremonie zu den WDF03 mit Kagermann
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Die Eröffnungszeremonie mit Kagermann (li.) und dem damaligen Bürgermeister von Walldorf
1998
Die Eröffnungszeremonie mit Kagermann (li.) und Erwin Teufel
1998
Die Softwarepalette R/3
1998
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1998
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1998
Ex-Bundeskanzler Helmuth Schmidt, Kagermann und Plattner (v.l.)
1998
Der Release von R3
1998
Der Release von R3
1998
Bilanzpressekonferenz mit Plattner, Hopp und Kagermann
1998
Zum Börsengang in New York
1998
Zum Börsengang in New York
1998
Zum Börsengang in New York
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Die SAPPHIRE in LA
1998
Die SAPPHIRE in LA
1999
Das SAP-Team
1999
Kagermann (li.) und Ex-Bundespräsident Roman Herzog
1999
Tiger Woods bei der SAP Open
1999
Ein SAP-Arbeitsplatz
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2002
Auf der CeBIT 2002
2002
Auf der CeBIT 2002 treffen sich Kagermann (vorne li.) und Gerhard Schröder
2007
Luftbild von der SAP-Zentrale in Walldorf
2008
Das SAP-Team
2008
Auf der CeBIT mit Angela Merkel und Kagermann
2009
Auf der CeBIT mit Léo Apotheker, Arnold Schwarzenegger, Angela Merkel und Henning Kagermann (v.l.)
2010
Luftbild von der SAP-Zentrale in Walldorf