RAM optimieren

So reizen Sie Ihren Arbeitsspeicher aus

27.09.2023 von Sebastian Schenzinger und Friedrich  Stiemer
Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Arbeitsspeicher unter Windows optimal verwalten, um Fehlermeldungen zu vermeiden - und nie in Platznot zu geraten.
Foto: koya979 - shutterstock.com

Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".

Der Arbeitsspeicher ist eines der wichtigsten PC-Komponenten. Neben dem Betriebssystem lagern Programme ihre Daten in den flotten Speicher aus, damit der Prozessor schnell darauf zugreifen kann. Doch je mehr Programme Sie öffnen, umso knapper werden die Ressourcen: Irgendwann quillt auch der RAM (Random Access Memory) über. Dann wird der PC mit einem Schlag deutlich langsamer. Wir zeigen, wie Sie den Arbeitsspeicher so verwalten, dass immer ausreichend RAM frei bleibt.

RAM-Wissen: So nutzt Windows den Arbeitsspeicher

Windows meldet, wenn der PC nicht mehr über genügend Arbeitsspeicher verfügt. Doch schon vor einer Fehlermeldung gibt es Hinweise, dass der RAM zur Neige geht: Wenn sich Programme nur langsam öffnen, auf Mausklicks eine verspätete oder gar keine Reaktion erfolgt oder leere Fenster angezeigt werden.

Diesem Problem können Sie begegnen, indem Sie zusätzliche Speicherriegel einbauen. Doch zuerst sollten Sie mit Windows-Bordmitteln prüfen, wie knapp der RAM wirklich ist.

Grundsätzlich kann jedes Programm Informationen in den RAM auslagern. Ist jedoch nicht genug Speicherplatz verfügbar, verschiebt Windows die Daten temporär auf die Festplatte in die sogenannte Auslagerungsdatei. Die finden Sie im Windows-Verzeichnis, sie heißt Pagefile.sys. Die vorübergehende Auslagerung ist der virtuelle Arbeitsspeicher und kommt zum Einsatz, um eine ordentliche Ausführung von Programmen zu gewährleisten.

Zu Speicherproblemen und entsprechenden Windows-Fehlermeldungen kommt es also erst dann, wenn weder genügend RAM noch ausreichend virtueller Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Das ist unter anderem der Fall, wenn Sie viele Programme parallel ausführen: ein Spiel spielen, währenddessen Musik hören, etwas über den Browser herunterladen, Programmupdates durchführen und noch viele andere Kombinationen.

Dieses Problem kann allerdings auch auftreten, wenn Anwendungen den Arbeitsspeicher nicht mehr freigeben. Microsoft nennt dieses Problem Arbeitsspeicherüberlastung oder Arbeitsspeicherverlust. Wie Sie den kostbaren Speicher wieder freigeben, erklären wir im Folgenden.

Wie Sie RAM-Fresser unter Windows entlarven

Um herauszufinden, welche Programme wie viel Arbeitsspeicher beanspruchen, genügt ein Blick in den Task-Manager von Windows. Diesen können Sie über die Tastenkombination Strg-Alt-Entf und danach mit einem Klick auf den entsprechenden Eintrag aufrufen. Ab Windows 8 funktioniert das Ganze etwas einfacher, indem Sie einen Rechtsklick auf das Startsymbol in der Taskleiste durchführen und den Task-Manager aus dem Kontextmenü wählen. Direkt zum Task-Manager gelangen Sie übrigens über die Tastenkombination Strg-Umschalt-Esc.

Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".

Im Task-Manager angekommen, klicken Sie auf die Registerkarte "Prozesse". Ab Windows 8 kann die Anzeige beim ersten Aufrufen des Task-Managers weniger ausführlich sein und diese Option fehlen. Dann klicken Sie links unten zuerst auf "Mehr Details". Mit einem Klick auf "Arbeitsspeicher" ordnen Sie die Prozesse nach Speicherauslastung und finden so heraus, welches Programm am meisten Speicher frisst.

In unserer Abbildung ist der 32 GB große Arbeitsspeicher zu 50 Prozent ausgelastet. Der Opera GX Browser ist mit knapp fünf Gigabytes der absolute Spitzenreiter im Hinblick auf Speicherbedarf! Danach folgen diverse Chat-Programme wie Microsoft Teams, Slack oder Skype. Einiges an Speicher benötigen auch Programme wie Spotify, Discord oder Spiele-Clients wie Steam, Epic Games oder Battle.net - also Programme, die bei vielen Anwendern immer im Hintergrund laufen. Vergessen dürfen Sie an dieser Stelle auch nicht das Antiviren-Programm.

Wenn Sie also das Gefühl haben, Ihr System reagiert träge, oder Sie erhalten sogar die Fehlermeldung über unzureichenden Arbeitsspeicher, dann schließen Sie die Prozesse respektive Programme, die am meisten RAM beanspruchen. In unserem Beispiel also Google Chrome. In diesem Fall klicken Sie mit rechts auf den Eintrag "Google Chrome" und anschließend auf "Task beenden". Damit ist der Speicherplatz in der angegebenen Menge wieder freigeräumt.

Ressourcenmonitor: Alternative zum Task-Manager

Mehr Details zeigt Ihnen der Windows-Ressourcenmonitor an, den Sie über die Eingabe von "resmon" oder "Ressourcenmonitor" im Startmenü aufrufen: Dort erhalten Sie eine detaillierte Übersicht über die Auslastung von CPU, RAM, Datenträger und Netzwerk. In der Registerkarte "Arbeitsspeicher" zeigt Ihnen der Ressourcenmonitor den Speicherverbrauch aller laufenden Prozesse an - vergleichbar mit der Ansicht im Task-Manager.

Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".

Die Spalte "Zugesichert (KB)" zeigt Ihnen den Speicher in Kilobyte an, den das Betriebssystem für den jeweiligen Prozess im virtuellen Arbeitsspeicher reserviert hat. Die Spalte "Arbeitssatz (KB)" gibt Aufschluss darüber, wie viel Kilobyte der Prozess im physikalischen RAM belegt.

In der rechten Fensterseite sehen Sie drei Balkengrafiken, die Ihnen in Echtzeit die Auslastung Ihres physikalischen RAMs, des virtuellen RAMs und die Seitenfehler pro Sekunde anzeigen. Letztere Angabe ist kein Grund zur Panik. Die Seitenfehler pro Sekunde sind streng genommen gar keine Fehler, sondern ein ganz regulärer Vorgang.

Ein Seitenfehler tritt immer auf, wenn Windows auf Daten im physikalischen Arbeitsspeicher zugreifen möchte, die die Speicherverwaltung jedoch im virtuellen Speicher abgelegt hat. Treten allerdings mehrere Hundert Seitenfehler pro Sekunde auf, dann ist das ein Hinweis darauf, dass zu wenig physikalischer Arbeitsspeicher im PC verbaut ist, da das System ständig viele Daten auf die Festplatte auslagern muss.

Der untere Abschnitt "Physischer Speicher" im Ressourcenmonitor zeigt Ihnen ausführlich die Belegung Ihres eingebauten RAMs an. Der untere Balken in Grün zeigt Ihnen Arbeitsspeicher "In Verwendung" an, also der tatsächlich genutzte Platz von Diensten und Prozessen. Die Angabe "Standby" in Blau informiert darüber, wie viel Speicher Windows für aktive Prozesse reserviert hat, aber aktuell nicht nutzt.

In Hellblau zeigt Ihnen der Ressourcenmonitor an, wie viel Speicher vom RAM noch frei ist. Auch hier lassen sich also RAM-lastige Prozesse entlarven und beenden, indem Sie mit einem Rechtsklick auf den Namen das Kontextmenü aufrufen und den Prozess stoppen. Mit gedrückter Strg-Taste lassen sich sogar mehrere Prozesse gleichzeitig beenden.

RAM-Auslastung mit Windows-Leistungsüberwachung protokollieren

Der Task-Manager und der Ressourcenmonitor zeigen Ihnen aber nur einen Überblick in Echtzeit an. Das hilft zwar auch im ersten Moment, aber manche RAM-Fresser können sich Ihrem aufmerksamen Blick entziehen. Nutzen Sie deshalb die sogenannte Leistungsüberwachung, um die Auslastung Ihres Arbeitsspeichers zu protokollieren.

Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".

Im nächsten Fenster geben Sie dann einen eindeutigen Namen für die Protokollierung ein, setzen den Punkt darunter auf "Manuell erstellen (Erweitert)" und klicken dann auf "Weiter". Setzen Sie im nächsten Schritt den Haken unter dem Punkt "Datenprotokolle erstellen" auf "Leistungsindikatoren", danach dann auf "Weiter".

Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".

Über "Hinzufügen" im nächsten Fenster suchen Sie dann in der Liste oben links nach "Arbeitsspeicher" und klicken doppelt auf den Eintrag. Darunter suchen Sie die Option "Verfügbare MB", markieren ihn und klicken etwas weiter unten auf "Hinzufügen" und danach auf "OK".

Das System führt Sie zum vorherigen Fenster zurück, in dem Sie auf "Weiter" klicken, einen für Sie wieder auffindbaren Speicherort fürs Protokoll definieren und darauf den Punkt bei "Diesen Datensammlersatz jetzt starten" setzen. Mit einem Klick auf "Fertig stellen" startet dann die Protokollierung.

Nun sollten Sie Ihren PC wie gewohnt nutzen, am besten einen kompletten Tag lang. Scheuen Sie sich auch nicht, aufwendige Programme auszuführen. Danach können Sie sich an die Auswertung des Protokolls machen.

Starten Sie dazu wieder die Leistungsüberwachung, klicken auf der linken Fensterseite auf "Datensammlersätze" und dann doppelt auf "Benutzerdefiniert". Beenden Sie die Protokollierung mit einem Rechtsklick auf das entsprechende Protokoll und dem entsprechenden Kontextmenüeintrag in der rechten Fensterseite.

Darauf klicken Sie in der linken Seite etwas weiter unten auf "Berichte" und dann auf "Benutzerdefiniert". Doppelklicken Sie in der rechten Fensterseite auf das Protokoll. Vor allem die Einträge hinter "Minimum" und "Maximum" sowie "Durchschnitt" sind von Interesse. Denn falls sich dort ein Wert der Null nähern, brauchen Sie mehr Arbeitsspeicher.

CPU-Z: Infos über die Hardware

Für mehr Details zum RAM empfehlen wir das englischsprachige Gratistool CPU-Z. Sie müssen das Programm nicht einmal installieren, sondern einfach nur ausführen. Über die Registerkarte "Memory" erhalten Sie mehr Details zu Ihrem RAM, wie etwa den DDR-Typ, den aktiven Channel-Modus sowie die Taktfrequenz und die Latenzen. Im Reiter "SPD" gibt es sogar noch mehr Informationen:

Das Programm listet dort die einzelnen Speicherriegel auf und zeigt deren Eigenschaften an. Dazu zählen etwa der Speicherhersteller sowie die Anzeige der eingebetteten Taktfrequenzen und Timings (XMP-Profil). Diese detaillierten Informationen benötigen Sie, wenn Sie den Arbeitsspeicher aufrüsten und die gleichen Module nachkaufen möchten.

Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".

Kleine SSDs und der virtuelle Arbeitsspeicher

Den virtuellen Arbeitsspeicher kann Windows nur anlegen, wenn die Festplatte ausreichend groß ist. Bei aktuellen Festplattengrößen im Terabyte-Bereich sollte hier kein Problem auftreten. Aber wenn Sie eine ältere SSD haben, die nur 128 GB oder kleiner ist, oder ein Tablet benutzen, können Sie an Platzgrenzen stoßen. Denn Windows legt neben dem virtuellen Arbeitsspeicher auch eine Ruhezustandsdatei an - sie heißt Hiberfil.sys. In dieser Datei speichert Windows den Systemzustand des Rechners, bevor Sie ihn in den Ruhezustand schicken.

Haben Sie neben der SSD, auf der zum Beispiel nur das Betriebssystem und die wichtigsten Programme installiert sind, eine weitere Festplatte im System, können Sie die Auslagerungsdatei dorthin verschieben. Rufen Sie dazu über die Tastenkombination Windows-R das Ausführen-Fenster auf, geben Sie dort den Befehl sysdm.cpl ein, und bestätigen Sie die Eingabe.

Im Fenster "Systemeigenschaften" klicken Sie unter dem Register "Erweitert" und "Leistung" auf "Einstellungen". Im folgenden Fenster "Leistungsoptionen" klicken Sie auf die Registerkarte "Erweitert" und dort im Abschnitt "Virtueller Arbeitsspeicher" auf "Ändern…". Um den Platz für die Auslagerungsdatei selbst zu bestimmen, entfernen Sie den Haken bei "Dateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten".

Standardmäßig legt Windows den virtuellen Arbeitsspeicher auf der Festplatte an, auf dem sich auch Ihr Betriebssystem befindet - im Normalfall also auf dem C-Laufwerk. Klicken Sie also auf C: und aktivieren etwas weiter unten die Option "Keine Auslagerungsdatei" und daneben auf "Festlegen". Die nachfolgende Warnung bestätigen Sie mit "Ja".

Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".

Nun richten Sie das System so ein, dass Windows die Auslagerungsdatei auf einer anderen Partition anlegt, beispielsweise auf D:. Klicken Sie dafür auf den entsprechenden Eintrag und aktivieren Sie anschließend wieder etwas weiter unten den Punkt "Größe wird vom System verwaltet". Dann übernehmen Sie die Einstellung mit "Festlegen". Mit einem Klick auf "OK" und nach einem Neustart des PCs hat Windows die Änderungen übernommen und lagert fortan den virtuellen Arbeitsspeicher auf die D-Partition aus.

Mehr virtueller Speicher: Auslagerungsdatei vergrößern!

Bei Bedarf lässt sich die Auslagerungsdatei manuell vergrößern, damit Probleme durch nicht ausreichenden Arbeitsspeicher gar nicht erst entstehen. Doch leider kann es dabei auch passieren, dass Programme dadurch zwar genügend zwischenspeichern dürfen, aber etwas langsamer ausgeführt werden - schließlich ist der echte, physikalische Arbeitsspeicher um einiges schneller als der virtuelle Speicher auf der langsameren Festplatte.

Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".

Um die Größe anzupassen, navigieren Sie zum Fenster "Virtueller Arbeitsspeicher" (siehe voriger Abschnitt). Entfernen Sie den Haken für die automatische Größenverwaltung, aktivieren Sie "Benutzerdefinierte Größe" und geben Sie dort einen Mindest- und einen Maximalwert ein. Windows legt die Größen folgendermaßen fest:

Die Anfangsgröße entspricht dem eingebauten physikalischen Arbeitsspeicher, während die Maximalgröße dem dreifachen Umfang des RAMs entspricht. Die Größenangaben müssen in Megabyte erfolgen. Bei einer Vergrößerung der Werte ist kein Neustart erforderlich, bei einer Verkleinerung jedoch schon.

Mehr RAM: Wie viel Arbeitsspeicher benötigt Ihr PC?

Da die Preise für RAM-Module seit Monaten sinken und sie sich - zumindest bei einem Desktop-PC - recht einfach einbauen lassen, ist es eine sinnvolle Lösung, bei Speicherplatzproblemen seinen Arbeitsspeicher aufzurüsten. Und das ist im Prinzip auch richtig, denn in erster Linie entscheidet die Kapazität des Hauptspeichers über die Menge der auszulagernden Daten - je größer, desto mehr Daten können gepuffert werden.

Doch bevor Sie sich nun ans fröhliche RAM-Shoppen machen, sollten Sie erst einmal feststellen, wie viel Arbeitsspeicher Sie wirklich benötigen. Stellen Sie vorab auch sicher, dass Ihre installierte Windows-Version überhaupt mit mehr Arbeitsspeicher umgehen kann: Denn einer 32-Bit-Variante von Windows ist es nicht möglich, mehr als 4 GB RAM zu adressieren - auch wenn es im Internet einige Anleitungen und selbst programmierte Patches gibt, die den Kernel editieren. Davon raten wir jedoch ab.

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Mit einem 64-Bit-Windows ist das allerdings kein Problem mehr. Um herauszufinden, welche Architektur Ihr Windows nutzt, drücken Sie die Tastenkombination Windows-Pause/Untbr. Im nun geöffneten Fenster "System" steht die Bit-Version unter "Systemtyp".

Doch nicht nur das Betriebssystem kann Ihnen einen Strich durch die RAM-Aufrüstung machen, sondern auch der Prozessor. Vor allem bei älteren Netbooks ist jenseits der 4 GB oft das Ende der Fahnenstange erreicht. Deshalb sollten Sie auch hier vorab prüfen, ob eine Unterstützung für mehr RAM gegeben ist.

Informationen dazu finden Sie entweder in den entsprechenden Handbüchern oder im Internet auf den Hersteller-Webseiten. Intel bietet beispielsweise auf der Seite ark.intel.com eine Datenbank mit den Spezifikationen aller Chipsätze und CPUs an, die unter anderem auch den jeweils maximalen Arbeitsspeicher anzeigt. Bei AMD lassen sich diese Informationen im Produkt-Ressourcencenter finden.

RAM für Büro, Gaming und Multimedia

Die Auswahl an Arbeitsspeichern auf dem Markt ist groß. Sie unterscheiden sich nicht nur vom Hersteller, sondern auch in vielen weiteren Details. Und diese sind wichtig für verschiedene Einsatzbereiche. Wer den PC als reines Arbeitsgerät fürs Büro einsetzt und im Internet surft, dem genügt im Regelfall ein acht Gigabyte großer Arbeitsspeicher.

Kommen allerdings noch andere Aufgaben wie das Bearbeiten der Urlaubsfotos und -videos sowie weniger aufwendige Spiele hinzu, dann sollten es mittlerweile schon 16 Gigabyte sein. PC-Gamer, Multimedia-Profis oder gar Computer für wissenschaftliche Berechnungen können auch mal 32 GB oder mehr benötigen, um ihre Anwendungen flüssig und flott ausführen zu lassen.

In teureren Gaming-Systemen kommt nun auch immer häufiger 32 GB oder mehr zum Einsatz, die sich besonders in komplexen Spielen wie Open-World-Titeln oder aufwendigen Multimedia-Programmen positiv niederschlagen. Viel RAM ist auch wichtig für Nutzer, die virtuelle Maschinen einsetzen wollen oder eine RAM-Disk anlegen möchten.

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RAM-Riegel erkennen: Diese Formfaktoren gibt es

Für Privatanwender existiert aktueller Arbeitsspeicher in zwei Formaten: In Desktop-PCs kommen DIMMs zum Einsatz; dieser Begriff steht für "Dual Inline Memory Module". Speicherriegel im Format SO-DIMM (Small Outline DIMM) sind kleiner - sie werden in Notebooks verbaut. Tatsächlich unterscheiden sich diese beiden RAM-Typen nur in der Größe, die Technik bleibt die gleiche. Allerdings lassen sich die jeweiligen Module nicht in die Steckplätze des anderen Formats einsetzen.

Foto: Crucial

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Auch innerhalb der Formate gibt es Unterschiede: Ältere PCs nutzen noch DDR3-RAM, viele aktuelle Rechner sind mit DDR4 bestückt, wobei mit DDR5 bereits die Wachablösung erfolgt ist. Beim Neukauf müssen Sie deshalb darauf achten, welcher RAM verbaut ist, weil Sie nur diesen Standard nachrüsten können: In die Steckplätze für den Arbeitsspeicher auf der Hauptplatine passen bloß die richtigen Module.

DDR steht übrigens für "Double Data Rate". Diese Technik überträgt Daten jeweils bei steigender und fallender Flanke des grundlegenden Taktsignals - die effektive Taktrate eines DDR-Speichers, dessen Systemtakt 1600 MHz beträgt, liegt also bei 3200 MHz. DDR2 und DDR3 lesen dabei vier respektive acht Datenbits auf einmal aus (Prefetch) und erhöhen somit die Datenrate noch einmal.

Auch DDR4-Speicher ermöglichen acht Transfers, allerdings können die neueren Module mit höheren Taktraten betrieben werden. Bei DDR5-RAM hat dagegen wieder eine Verdopplung stattgefunden. Die Kombination aus effektiver Taktrate und dem Prefetch ergibt die theoretische Gesamtdatenrate des Speichermoduls.

RAM-Tempo: So erkennen Sie die Unterschiede

Die Hersteller von RAM-Riegeln nutzen zwei Bezeichnungen, an denen Sie erkennen, um welche Art Arbeitsspeicher es sich handelt. Bei den meisten Händlern finden Sie die Bezeichnung für die Speicherchips, die auf dem RAM-Modul sitzen, zum Beispiel DDR4-3600. Aus dieser geht der Speicherstandard (DDR4) und die effektive Datenrate hervor - in diesem Fall 3600 MHz -, die sich aus der Taktrate von 450 MHz und dem achtfachen Prefetch ergeben.

Alternativ oder zusätzlich finden Sie häufig auch noch eine Bezeichnung für das Modul, etwa PC4-28800U. PC4 steht für den DDR4-Standard, die Zahl dahinter gibt die maximale Datenrate an, hier 28.800 MB/s. Sie berechnet sich aus der effektiven Datenrate mal Busbreite des RAM-Moduls, das 8 Byte beträgt.

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Die Speicherfrequenz von RAM-Modulen wird in Megahertz angegeben; eine höhere Frequenz erlaubt also auch schnelleren Zugriff auf die Daten im Speicher. Die Latenzen (oder auch Timings) hingegen stehen für die Dauer zwischen der Anforderung und der Ausführung einer Aufgabe. Je niedriger also die Latenzen sind, desto besser ist das.

Diese Werte sind jedoch vorwiegend für ausgewiesene Experten wie Übertakter interessant. Die Latenzzeiten des Moduls sind üblicherweise im Datenblatt des Moduls angegeben, zum Beispiel 10-10-10-27. Sie zeigen an, wie viele Takte das RAM für eine bestimmte Speicheraktion benötigt, in diesem Fall 10 Takte für die CAS-Latenz: So lange dauert es, bis der Arbeitsspeicher die an einer bestimmten Stelle gespeicherten Daten bereitstellt.

Ein weiterer Wert ist die Spannungsangabe der Speicherriegel in Volt. Der ist bei handelsüblichen RAM fast schon zu vernachlässigen, da der Wert wieder nur für Profis von echter Relevanz ist. Allerdings sollten Sie auch nicht blind zu irgendeinem Speicher greifen, da zu hohe Spannungen sogar den Speicher-Controller auf dem Mainboard beschädigen können. Stellen Sie vor dem RAM-Kauf also sicher, mit welchen Spannungen Ihr Mainboard zurechtkommt. Hierfür werfen Sie am besten einen Blick ins Hauptplatinen-Handbuch.

Einbau und Betrieb von Arbeitsspeicher im PC

Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".Rufen Sie dafür das Ausführen-Fenster mithilfe der Tastenkombination Windows-R auf, tippen Sie "perfmon" ein und bestätigen die Eingabe. Klicken Sie im neuen Fenster links auf "Datensammlersätze" und dann mit der rechten Maustaste auf "Benutzerdefiniert". Klicken Sie dann auf "Neu" und anschließend auf "Datensammlersatz".

Der Einbau von RAM-Modulen sowie die Aufrüstung des Speichers ist einfach, erfordert aber ein paar Grundkenntnisse. Um die Speicherriegel einzubauen, entfernen Sie zuerst die Stromzufuhr zum PC, erden Sie sich und öffnen Sie dann das PC-Gehäuse. Suchen Sie die Steckplätze für den RAM auf der Hauptplatine - auch hier hilft Ihnen das Platinen-Handbuch weiter.

Öffnen Sie nun die seitlichen Klammern der Speicherbänke. Danach stecken Sie das Modul mit den vergoldeten Kontakten in die Speicherbänke, wobei Sie auch noch darauf achten müssen, dass die untere Einkerbung entsprechend der Schnittstelle auf der Hauptplatine ausgerichtet ist. Drücken Sie die Riegel herunter, bis die seitlichen Klammern mit einem hörbaren Klicken in die seitlichen Einkerbungen einrasten.

Tuning: So machen Sie den Arbeitsspeicher schneller

Haben Sie den Arbeitsspeicher eingebaut, der von Ihrer Hauptplatine unterstützt wird, sollte der Rechner ihn ohne weitere Eingaben sofort erkennen und die Gesamtkapazität nutzen. Eine Ausnahme gilt hier nur, wenn der Chipsatz nicht für diese Speichermenge ausgelegt ist. Das ist aber nur ein Problem für ältere Windows-Tablets oder sehr alte Notebooks, deren Chipsätze mit maximal 2 oder 4 GB zurechtkommen. Bei halbwegs aktuellen Systemen liegt die maximale RAM-Kapazität im Regelfall bei 128 GB.

Entscheidender ist die Frage, ob der neue Speicherriegel auch mit seinem höchsten Tempo arbeiten kann. Das kann unter anderem der Mischbetrieb von Modulen mit unterschiedlichem Arbeitstakt verhindern: Hier arbeitet dann der gesamte Arbeitsspeicher mit den Geschwindigkeiten (Taktfrequenzen und Timings) des langsamsten Moduls.

Ansonsten lassen sich Speicherriegel mit verschiedenen Taktraten und von unterschiedlichen Herstellern problemlos nebeneinander betreiben, solange es sich um den gleichen DDR-Standard und Formfaktor handelt. Haben Sie Speicherriegel eingesetzt, die alle mit den gleichen Timings arbeiten, können Sie im Bios-Setup überprüfen, ob der Rechner die bestmöglichen Einstellungen für das RAM nutzt.

Es gibt vordergründig für Übertakter und Spieler auch spezielle Speicher, die nicht den RAM-Standards entsprechen, welche das Standardisierungsgremium JEDEC festlegt, weil sie niedrigere Timings oder schnellere Taktraten nutzen. Hier müssen Sie meist im Bios-Setup die besten Einstellungen manuell festlegen. Das Stichwort bei Intel-CPUs lautet hier "XMP" und bei AMD-Prozessoren "EXPO".

Eine weitere Besonderheit gibt es im Betriebsmodus: Mit mindestens zwei RAM-Riegeln ist der sogenannte Dual-Channel-Modus möglich, der die theoretische Datentransferrate des Arbeitsspeichers verdoppelt, weil der Speichercontroller die Module jedes Channels gleichzeitig ansprechen kann. Diese Technik müssen auch Prozessor und Hauptplatine unterstützen, was aber eigentlich alle halbwegs aktuellen Systeme tun.

Um diesen Modus zu nutzen, müssen Sie darauf achten, die Riegel in die korrekten Speicherbänke einzusetzen. Mainboard-Hersteller greifen den Nutzern oft unter die Arme und kennzeichnen die jeweils passenden RAM-Sockel in der gleichen Farbe. Weiterhin existiert auch der Quad-Channel und Octa-Channel, die für eine Vervier- respektive Verachtfachung der Transferraten sorgen können. Diese sind derzeit allerdings nur Oberklassen-CPUs und -Hauptplatinen vorbehalten, wie den Threadripper-Modellen von AMD.

Bei der Auswahl des RAMs sollten Sie sich also grundsätzlich nach den technischen Angaben richten und auch die Kompatibilität Ihres Systems kennen. Teurer Arbeitsspeicher besitzt in der Regel einen Kühlkörper aus Aluminium, um die entstehende Abwärme abzuleiten.

Zwingend notwendig ist dieser aber oft nicht, da der Hauptspeicher sich weder im regulären, noch im Gaming- oder Produktivbetrieb bis zum Defekt erhitzen kann, sofern er im normalen Luftstrom im PC-Gehäuse sitzt. Deshalb sind auch zusätzliche Luft- oder sogar Wasserkühlungen unnötig. Eine Ausnahme bilden hier wieder Systeme, die übertaktet werden sollen.

(PC-Welt)