Selfie-Smartphone

Sony Xperia M5 im Test

25.02.2016 von Dennis Steimels
Sony setzt voll auf die Kamera-Funktion und bringt ein spezielles Selfie-Smartphone mit einer 13-Megapixel-Frontkamera auf den Markt. Doch kann auch der Rest überzeugen? Wir testen das Sony Xperia M5.

Sony preist sein Xperia M5 als Selfie-Smartphone an - aus diesem Grund sitzt auf der Vorderseite eine hochauflösende 13-Megapixel-Kamera mit schnellem Autofokus. Wir prüfen, ob damit wirklich perfekte Selfies möglich sind.

Fazit zum Sony Xperia M5

Ein als Selfie-Smartphone betiteltes Gerät muss gute Gesichtsaufnahmen mit der Frontkamera machen. Leider wurden wir hier enttäuscht - zumindest teilweise. Viele Aufnahmen wurden doch tatsächlich unscharf - waren die Fotos scharf, dann waren sie ausgezeichnet. Schnelle Selfie-Schnappschüsse sind eher weniger drin!

Die Hauptkamera dagegen knipst besonders gute Bilder, auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Für ein Mittelklasse-Smartphone ist das Xperia M5 insgesamt gut ausgestattet und kann auch mit seiner schicken Optik überzeugen.

+ Wasser- und staubdicht

+ Gute Hauptkamera

+ Speicher erweiterbar

- Selfie-Smartphone enttäuscht mit Frontkamera

Handhabung und Display: Glas- und Kunststoffmix

Das Sony Xperia M5 kommt in den drei Farben Weiß, Schwarz und Gold auf den Markt. Wir haben tatsächlich das "Goldstück" als Testgerät erhalten und sind von der Optik sehr angetan. Das Smartphone sieht schick aus mit seinem glänzenden Goldrahmen aus Kunststoff und der goldenen Mattglas-Rückseite. Wie auch beim Sony Xperia Z5 stört uns wieder jeweils der Übergang vom Display und der Rückseite zum Rahmen, der kantig und nicht fließend oder abgerundet ist - das ist nicht smooth! Das ist beim OnePlus X und bei beim Galaxy A5 2016 besser gelöst. Immerhin ist der Übergang nicht mehr so scharfkantig wie bei früheren Modellen.

Das Display des Xperia M5 misst 5 Zoll, das Gehäuse ist jedoch deutlich größer.
Foto:

Wie fast jedes Xperia-Modell ist auch das M5 nach IP65/68 wasser- und staubdicht. Die Klinkenbuchse und der USB-Anschluss sind jeweils von innen abgedichtet, die beiden SIM- und SD-Steckplätze sind dagegen hinter einer Klappe auf der linken Gehäuseseite versteckt.

Das Display ist 5 Zoll groß und zeigt Inhalte in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) bei einer Punktedichte von 441 ppi an. Damit stellt es Schriften, Icons und weitere Details scharf dar, es ist außerdem blickwinkelstabil. Mit gemessenen 402,01 cd/m² ist das Display außerdem recht hell. Im Verhältnis zum Display ist das Gehäuse insgesamt recht groß, weshalb die schwarzen Ränder rund um den Bildschirm sehr großflächig sind.

Handhabung und Bildschirmqualität

Sony Xperia M5 (Note: 1,75)

Verarbeitungsqualität

hoch

Akku wechselbar

nein

Bedienung Touchscreen / Touchscreen-Technik

1 / kapazitiv

Bildschirm: Technik / Diagonale / Größe / Auflösung / Punktedichte

IPS / 12,7 Zentimeter (5,0 Zoll) / 1080 x 1920 Pixel / 441 ppi

Bildschirm-Qualität: Kontrast / Helligkeit

1315:1 / 402 cd/m²

Internet und Geschwindigkeit: heiße Angelegenheit

Unter der Haube werkelt kein Qualcomm-Prozessor wie üblich, sondern die 64-Bit-CPU MediaTek helio X10 mit 8 Kernen und 2 GHz Taktung. Unterstützend kommt ein 3 GB großer Arbeitsspeicher hinzu. Im Benchmark Smartbench 2012 erreicht das Xperia M5 8483 Punkte, damit liegt es auf dem Niveau vom ersten OnePlus One. Im 3D Mark schafft es 14316 Punkte, im Antutu-Benchmark sind 52229 Punkte drin, es liegt damit im guten Mittelfeld. In der Praxis ist die Performance hoch, wir stellen keine Ruckler oder Verzögerungen fest.

Auffällig ist, dass die Temperatur des Smartphones bei Auslastung schnell steigt. Schon die Kamera-App treibt die Temperatur nach oben und das Handy wird heiß.

Webseiten lädt der Chrome-Browser innerhalb von 4 Sekunden, was in Ordnung ist. Navigieren und Zoomen klappt einwandfrei ohne Verzögerungen.

Internet und Geschwindigkeit

Sony Xperia M5 (Note: 2,53)

Browser: Geschwindigkeit / Flash unterstützt

1503 Millisekunden / nein

Geschwindigkeit: Startzeit / Datenübertragung / Tempo-Messung (Smartbench)

00:42 Minuten / 00:58 Minuten / 8483 Punkte

Mobilität: Gute Akkulaufzeit

Der Akku sitzt fest im Gehäuse und bietet eine Kapazität von 2600 mAh. Mit ihr ist eine Akkulaufzeit von 10:01 Stunden im Test Dauer-Surfen drin, bei der der Standard-Browser alle 10 Sekunden eine neue Webseite bei 75-prozentiger Display-Helligkeit aufruft. In der Praxis hält das Handy damit etwa 1,5 Tage durch.

Das Xperia M5 kommt in den Farben Schwarz, Weiß und Gold.
Foto: Sony


Ausstattung und Software: Speichererweiterung an Bord

Sony setzt beim Xperia M5 auf Android 5.1. Betriebssystem und vorinstallierte Software nehmen insgesamt 7,3 GB des 16 GB großen Speichers ein - Ihnen bleiben nur noch rund 8,7 GB zur freien Verfügung. Immerhin können Sie den Speicher via Micro-SD-Karte um bis zu 200 GB erhöhen.

Das Xperia M5 bietet außerdem WLAN-n, Bluetooth 4.1, NFC, DLNA und Miracast. Dem Smartphone liegt leider kein Headset bei, das müssen Sie sich zusätzlich kaufen.

Mobilität

Sony Xperia M5 (Note: 1,50)

Akkulaufzeit

10:01 Stunden

Gewicht

143 Gramm

Multimedia: Selfie-Cam mit 13 Megapixeln

21,5 Megapixel hinten, 13 Megapixel vorne - das Xperia M5 ist mit zwei starken Kameras ausgestattet. Die Testfotos gelingen uns überwiegend scharf und kontrastreich. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen fängt die Hauptkamera genügend Licht ein, um die Bilder hell aufzunehmen.

So schnell wie angegeben (0,25 Sekunden) arbeitet der Autofokus zumindest bei schnellen Motivwechseln mit unterschiedlichen Abständen zur Kamera nicht. Schwenken wir die Kamera in gemäßigter Geschwindigkeit, fokussiert er tatsächlich besonders schnell und fließend.

Selfie-Vergleich: Linke Aufnahme mit Geduld, nach mehreren Versuchen und ruhiger Hand entstanden. Rechts ist das Ergebnis der vorherigen Versuche.

Um die Frontkamera auf ihre Selfie-Tauglichkeit zu prüfen, haben wir unzählige Selfies geschossen - verschiedene Winkel, Abstände und Umgebungshelligkeiten. Standardmäßig ist der Soft-Skin-Effekt aktiviert, der das eigene Gesicht glättet und Falten so gut wie verschwinden lässt - aber auch jegliche Konturen. Der Effekt ist einfach zu intensiv, Übergange von Nase zu Wange existieren fast nicht mehr und die Aufnahme wirkt teilweise unscharf. Diese Unschärfen bleiben teilweise auch nach dem Abschalten des Effekts, wenn wir das Xperia M5 nicht absolut stillhalten beim Fotografieren. Dann ist die Aufnahme auch wirklich gut. Selbst einzelne Barthaare sind sogar bei Vergrößerung klar und gut erkennbar. Das "perfekte" Selfie ist möglich, wenn sie eine ruhige Hand haben!

Die Kamera-App bietet ab Werk jede Menge Aufnahme-Modi

Die Kamera-App bietet einige Motivprogramme ab Werk, es stehen zudem herunterladbare Modi zur Verfügung. So können Sie Panorama-Bilder erzeugen, AR-Spielereien starten, Fotos mit Hintergrundgeräuschen aufnehmen und Fotos mit kreativen Effekten bearbeiten.

Multimedia

Sony Xperia M5 (Note: 1,56)

Kamera: Auflösung / Bildqualität / Autofokus / Touch-Fokus / Makro / Motivprogramme / Bildstabilisator / optischer Zoom / digitaler Zoom / mechanischer Auslöser / LED-Licht

5312 x 3984 Bildpunkte / 1 / ja / ja / ja / ja / ja / ja / ja / ja

Video: Auflösung / Bild- und Tonqualität / Bildstabilisator / Aufnahme Stereoton

3840 x 2160 Bildpunkte / gut / nein / ja

DLNA

ja

ALLGEMEINE DATEN

Sony Xperia M5

Testkategorie

Smartphones

Smartphone-Hersteller

Sony

Internetadresse von Sony

www.sonymobile.com/de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

399 Euro

Technische Hotline

01805 / 252586

Garantie

24 Monate

DIE TECHNISCHEN DATEN

Sony Xperia M5

Größe (L x B x H in Millimeter)

145 x 72 x 8 Millimeter

Formfaktor

Barren

Betriebssystem

Android 5.1

Prozessor (Takt)

MediaTek helio X10 (Octa-Core. 2.0 GHz)

3G/4G-Tempo / HSUPA / LTE

150 MBit/s / 5,76 MBit/s / ja

Bluetooth / WLAN / NFC / GPS

4.1 / 802.11n / ja / ja

USB / HDMI / Klinkenstecker

Micro / nein / ja

interner Speicher / davon frei verfügbar / Speichererweiterung

16 GB / 8,7 GB / Micro-SD

Lieferumfang

Lade-Adapter, USB-Kabel

Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

installierte Software / verfügbare Apps

sehr viel / sehr viele

(Macwelt/ad)