Grenznahe LTE-Versorgung

Telekom verbessert Mobilfunk-Empfang entlang der deutschen Grenze

02.12.2019
Anzeige  Ab sofort kann der Bonner Telekommunikationskonzern an rund 500 grenznahen Standorten mit stärkerer Leistung funken. Bislang verhinderte eine Vorschrift der Bundesnetzagentur eine Ausstrahlung mit vollem Potenzial.
 
  • 500 LTE-Standorte mit mehr Leistung
  • 760.000 Kunden surfen mobil schneller
  • Weitere Verbesserungen geplant

Die Deutsche Telekom AG nimmt in einem ersten Schritt anrund 500 Mobilfunk-Standorten entlang der deutschen Grenze die „Leistungsbremse“ heraus, die bislang Störungen des Funkverkehrs in den Nachbarländern verhindern sollte. Seit 20. November 2019 arbeiten die LTE-Antennen mit den gleichen Leistungsparametern wie an allen anderen Standorten. Dies verbessert den Handy-Empfang und die Surfgeschwindigkeit in vielen grenznahen Kommunen.

Telekom geht an die Grenzen – und verbessert dort den LTE-Zugang mit höherer Sendeleistung.
Foto: Telekom

Bislang durften Mobilfunk-Anbieter laut einer Vorschrift der Bundesnetzagentur das Potenzial von LTE-Antennen entlang der Grenzen nicht ausschöpfen. Nun hat die Bundesnetzagentur die Haftung für die Störung ausländischer Funkdienste auf die Netzbetreiber übertragen, worauf die Telekom jetzt reagiert hat.

„Wir werden die neue Regelung mit Augenmaß, aber offensiv nutzen“, sagt Walter Goldenits Geschäftsführer Technologie bei der Telekom Deutschland GmbH. „Von dieser Maßnahme profitieren mehr als 760.000 Haushalte.“

Den größten Vorteil nach Bundesländern haben 160.000 grenznahe Haushalte in Schleswig-Holstein, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 92.000. In Baden-Württemberg surfen ab sofort 90.000 und in Niedersachen 88.000 Haushalte mit LTE. Zudem freuen sich 82.000 Kunden in Mecklenburg-Vorpommern, 69.000 in Sachsen, 61.000 in Rheinland-Pfalz und rund 50.000 in Bayern über schnellen Mobilfunk. Auch 39.000 Haushalte in Brandenburg und 33.000 im Saarland profitieren von der Maßnahme.

Weitere Verbesserungen für LTE

„In den vergangenen Jahren war es in etwa so, als würde man mit angezogener Handbremse fahren“, ergänzt Goldenits. „Das ist nun endlich vorbei. Dies ist jedoch nur der erste Schritt. Wir werden in den nächsten Monaten die LTE-Versorgung entlang der Grenzen noch weiter verbessern.“

Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie bei der Telekom Deutschland, verspricht die LTE-Versorgung in den Grenzgebieten weiter zu verbessern: „Damit unsere Kunden auch entlang der deutschen Grenzen das beste Netz erleben."
Foto: Telekom

Noch gibt es entlang der deutschen Grenze rund 260 Standorte, die im Laufe der kommenden Monate mit LTE ausgestattet werden, verspricht der Konzern. Ergänzend sind neue Mobilfunkstandorte geplant, die LTE-Lücken entlang der Grenze schließen. Dadurch erhalten weitere 285.000 Haushalte Zugang ins schnelle Netz der Telekom.

Im Sommer 2019 hat die Telekom für unterbrechungsfreie Telefonate innerhalb der Netze ihrer Landesgesellschaften an den Grenzen zu Polen, den Niederlanden, Tschechien und Österreich gesorgt. Nun werden Gespräche mit Anbietern aus weiteren angrenzenden Ländern geführt.