Apples AR-Brille

Tim Cook facht Spekulationen an

08.07.2022 von Eugen Wegmann
"Bleiben Sie dran, dann werden Sie sehen, was wir anbieten können," schwärmt Tim Cook gegenüber China Daily über das Thema AR.
Apple-CEO Tim Cook schürt die Erwartungen an eine MR-Brille.
Foto: Girts Ragelis / Shutterstock.com

Gerüchte über die AR- bzw. VR-Brille von Apple gibt es wie Sand am Meer, offiziell bestätigt ist bisher nichts. Weitere Hinweise darauf kommen nun von Apple-Chef Tim Cook persönlich. Angesprochen auf Apples Pläne im Augmented-Reality-Bereich, erklärt Cook in einem Interview mit der chinesischen Nachrichtenagentur China Daily, dass AR seiner Meinung nach immer noch in Kinderschuhen stecke, Apple jedoch bereits jetzt 14.000 ARKit-Apps im App Store sehe, die von Millionen von Menschen genutzt werden.

Er freue sich darauf, was diese Technologie in Zukunft bringen wird und beendet die Antwort mit "Bleiben Sie dran, dann werden Sie sehen, was wir anbieten werden." Den gesamten Ausschnitt, den Twitter-User @caesarberadini geteilt hat, können Sie unten ansehen.

Dass Apple an einer Brille arbeitet, gilt mittlerweile als sicher. Wann sie jedoch erscheinen soll, ist weithin unbekannt. Digitimes ging noch im Frühjahr davon aus, dass sie bis Ende 2022 zumindest vorgestellt werden könnte. Der nächste geeignete Zeitpunkt dafür wäre also die Vorstellung des iPhone 14 irgendwann im Spätsommer oder Herbst.

Alles in Eigenregie?

Fast zeitgleich haben mehrere Unternehmen indes das "Metaverse Standards Forum" ins Leben gerufen, berichtet Reuters, in dessen Rahmen sich Branchengiganten auf Standards für den nächsten großen Schritt für Virtual Reality als Plattform einigen wollen. Mit von der Partie sind dem Bericht zufolge Meta (Facebook), Microsoft, Epic Games, Adobe, Nvidia, Sony, Unity und einige andere. Nicht Teil dieses Zusammenschlusses ist hingegen Apple, obwohl das Unternehmen grundsätzlich ebenfalls Ambitionen in diesem Bereich hat.

Nun kann man spekulieren, warum das der Fall ist. Meine Vermutung ist, dass Apple gerne die alleinige Kontrolle über seine Plattformen hat und deshalb etwaige Metaverse-Pläne lieber ohne Fremdeinfluss verfolgt. Wenn wir einen Blick auf die bisherigen Teilnehmer am Forum werfen, tauchen auch ein paar Namen auf, die Apple nicht (mehr) ganz so wohlgesonnen sind. So sind etwa die noch recht neuen Privatsphäre-Einstellungen von iOS ein Dorn im Auge und Epic Games ist 2020 wegen Wettbewerbsverzerrung gegen Cupertino vor Gericht gegangen, was zum Rausschmiss von Fortnite aus dem App Store zur Folge hatte. (Macwelt)