ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung

03.09.2009

Lufthansa schließt Übernahme von Austrian Airlines ab

Die Deutsche Lufthansa AG hat die Übernahme der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines abgeschlossen. Sämtliche aufschiebenden Bedingungen der Transaktion seien eingetreten, teilte Deutschlands größte Airline mit. Austrian Airlines sei damit von September an Teil des Lufthansa-Konzerns.

Lufthansa beobachtet Bodenbildung im Premiumsegment

Die Lufthansa hat nach einem deutlichen Nachfrageeinbruch infolge der Wirtschaftskrise zumindest in ihrem Premiumsegment nach Einschätzung von Vorstandsmitglied Stefan Lauer das Schlimmste überstanden. "Im Moment ist es nicht so, dass wir sagen können, unser Geschäftsreisesegment ist von der Krise nicht hart getroffen. Das Premiumsegment stabilisiert sich aber, denn die Nachfrage geht im Moment nicht weiter zurück", sagte Lauer vor Journalisten in Frankfurt.

BMW will zwei neue Mini-Modelle in Großbritannien bauen - FT

Der Automobilhersteller BMW plant einem Zeitungsbericht zufolge den Bau zweier neuer Modelle vom Typ Mini. Die Modelle sollen in der britischen BMW-Produktionsstätte Cowley in der Nähe von Oxford gefertigt werden, sagte der CEO von BMW, Norbert Reithofer, der "Financial Times" ("FT").

Ackermann sieht bei Integration der Finanzmärkte Anlass zur Besorgnis

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank AG, Josef Ackermann, sieht bei der grenzüberschreitenden Integration der Finanzmärkte Anlass zur Besorgnis. "Bei vielen Finanzdienstleistern ist ein Rückzug aus dem internationalen Geschäft erkennbar", sagte er einer Konferenz in Frankfurt. Ausländische Töchter würden veräußert, um die Kapitalbasis der Mutter zu stärken, grenzüberschreitendes Geschäft werde reduziert, um die risikogewichteten Aktiva zu senken.

Bayer und Algeta entwickeln gemeinsam Krebsmedikament Alpharadin

Die Bayer-Tochter Bayer Schering Pharma hat mit der norwegischen Algeta ASA die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung des Krebsmedikaments "Alpharadin" vereinbart. Alpharadin ist ein neuartiger Alpha-Strahlung freisetzender radiopharmazeutischer Wirkstoff, der auf Radium 223 basiert, wie die zu Bayer HealthCare zählende Division mitteilte.

ThyssenKrupp streicht Stellen - Handelsblatt

Der Industriekonzern ThyssenKrupp steht einem Zeitungsbericht zufolge vor einem weiteren Stellenabbau. Vor allem in den Sparten Technologies und Services, aber auch im Edelstahlbereich sollen insgesamt mehrere Tausend Arbeitsplätze wegfallen, schreibt das "Handelsblatt" (HB) und beruft sich dabei auf Konzernkreise. Ein Unternehmenssprecher wollte sich nicht zu den Plänen äußern und verwies auf eine Pressekonferenz mit dem Vorstandsvorsitzenden Ekkehard Schulz am Freitag.

RWE: Essent-Übernahmepreis sinkt wg AKW Borssele um 950 Mio EUR

Die RWE AG vezichtet bei der Übernahme des Versorgers Essent zunächst auf die anteilige Übernahme des Atomkraftwerks Borssele. In der Folge werde der Kaufpreis um 950 Mio EUR gemindert, sagte eine RWE-Sprecherin. Hintergrund ist eine einstweilige Verfügung, die der Mitbetreiber des Kraftwerks gegen die Übernahme angestrengt hatte. RWE will einen Großteils der Essent-Aktivitäten für insgesamt 9,3 Mrd EUR übernehmen. In der Summe enthalten sind 1,1 Mrd EUR Verbindlichkeiten.

Hochtief-Konsortium erhält Auftrag über 2,1 Mrd EUR in Australien

Ein Konsortium unter Beteiligung der Hochtief-Tochter Leighton hat in Australien einen Auftrag über 2,1 Mrd EUR erhalten. Wie Hochtief weiter mitteilte, erhielt ein Konsortium um die Leighton-Tochter Thiess den Zuschlag. Bei dem Public-Private-Partnership-Projekt handelt es sich den weiteren Angaben zufolge um eine Meerwasserentsalzungsanlage.

Auch Kuka-Vorstandsvorsitzender Kayser tritt zurück - FTD

Das Gerangel mit dem Großaktionär wird nicht nur Kuka-Aufsichtsratschef Rolf Bartke seinen Posten kosten, einem Pressebericht zufolge wird auch Vorstandsvorsitzer Horst Kayser zurücktreten. Auf der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am Donnerstag werde Kayser seinen Posten niederlegen, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Kuka war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

GM will Opel mit Hilfen anderer Länder erhalten

General Motors (GM) will bei anderen europäischen Ländern mit Opel-Standorten Finanzhilfen im Gesamtvolumen von rund 1 Mrd EUR auftreiben, um die deutsche Tochter und ihre britische Schwester Vauxhall im Konzern zu behalten. GM sei auch bereit, eigenes Geld in die Adam Opel GmbH zu stecken, sagte eine mit der Sache vertraute Person. Der Eigenbeitrag könne die Summe von 1 Mrd EUR übersteigen.

Opelaner wollen Zusagen bei Verbleib bei GM zurückziehen

Bei einem Verbleib bei der US-Konzernmutter General Motors (GM) wollen die Opelaner keinen Sanierungsbeitrag mehr leisten. "Wir sind bereit, Arbeitnehmerbeiträge zu leisten, aber nicht, wenn wir zu 100% zurück an General Motors gehen sollen", sagte der Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz in Rüsselsheim.

WSJ: Roche-Tochter erzielt Erfolge mit Krebsmittel GDC-0449

Die Roche-Tochtergesellschaft Genentech hat im Rahmen einer Studie eines Krebsmittels erste Erfolge erzielt. In einer Studie mit 33 Patienten habe die Arznei GDC-0449 bei 18 Probanden, die an fortgeschrittenem Hautkrebs (Basalzellkarzinom) gelitten hätten, eine Rückbildung der Tumore bewirkt. Darüber sei bei einem Patienten mit einem Hirntumor (Medullablastoma) ein sehr drastischer, wenn auch zeitlich begrenzter Effekt erzielt worden, hieß es weiter.

DJG/mkl/brb

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