Update: Arxes-Aufsichtsrat nimmt Stellung zum Ausscheiden von Faulhaber und Peter

04.05.2007
Wie der Aufsichtsratsvorsitzende von Arxes, Jörg Dreisow, betont, musste Vorstand Jürgen Peter aufgrund der Finanzsituation das Unternehmen verlassen. Faulhaber sei dagegen freiwillig gegangen.

Anfang Mai 2007 berichtete ChannelPartner über den Vorstandswechsel beim Kölner IT-Dienstleister Arxes NCC AG im Februar dieses Jahres.

Damals hatten die beiden Vorstände Udo Faulhaber und Jürgen Peter, der zugleich Finanzchef des Unternehmens war, den Konzern aus nicht näher genannten Gründen verlassen. In der Folge legte auch Aufsichtratmitglied und Vobis-Gründer Theodor Lieven sein Amt nieder.

Jörg Dreisow.

Nach ChannelPartner-Recherchen waren zwei Gründe für den Machtwechsel ausschlaggebend gewesen: Die Übernahme der Stinnes Datentechnik (STS) im Sommer 2006 sowie der im vergangenen Jahr durchweg negative Ebit der AG.

Während die alte Führungsriege um Faulhaber das Unternehmen dank einer zügigen Eingliederung der STS gerne als umfassenden Service-Provider am Markt platziert hätte, lag das Interesse des Investors Waterland, der sich im Herbst 2006 bei Arxes eingekauft hatte, dagegen im schnellen wirtschaftlichen Aufschwung und einem "schlankeren Kurs" der Arxes, so die Sicht von Unternehmenskennern.

Übernahme Sache des Investors

Eine Darstellung, die Jörg Dreisow, der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Arxes so nicht stehen lassen will: Gegenüber ChannelPartner betonte er am Freitag, der Vorstand um Faulhaber habe die anberaumten Übernahme der Stinnes Datentechnik "nicht zu verantworten gehabt."

Auch wenn sich Faulhaber offenkundig viel erhoffte, habe es nicht in seiner Hand gelegen, wie oder ob der eingekaufte Dienstleister überhaupt eingegliedert werde.

Sprich: Was mit der Stinnes Datentechnik, die ein ergänzendes Portfolio zu Arxes aufwies, geschehen sollte, sollte nicht Sache des Arxes-Vorstands sein, sondern oblag dem Käufer Waterland - der im Namen der Arxes-Holding den Kauf tätigte und sich anschließend für ein paralleles Betreiben beider Unternehmen, Arxes und Stinnes, entschied.

Zum Ausscheiden Peters sagte Dreisow, der seit Herbst 2006 im Aufsichtsrat von Arxes und seit Sommer 2006 für Waterland tätig ist, dass der Aufsichtsrat sich im Frühjahr 2007 mit dem Vorstand über dessen Abgang geeinigt habe. Dabei verwies er auf die ausbleibende positive Rendite des IT-Dienstleisters. Faulhaber und Lieven hätten das Unternehmen dagegen freiwillig verlassen. (aro)