Collax V-Cube

Virtualisierung für den Mittelstand

07.05.2010
Nicht weniger als die Reduktion der Betriebskosten, Flexibilisierung der IT-Infrastruktur und bessere Auslastung der Hardware verspricht die neue Virtualisierungssoftware von Collax.
Der Collax V-Cube ist ab sofort für 195 Euro erhältlich
Foto: Ronald Wiltscheck

Nicht weniger als die Reduktion der Betriebskosten, Flexibilisierung der IT-Infrastruktur und bessere Auslastung der Hardware verspricht die neue Virtualisierungssoftware von Collax. "V-Cube" baut auf der Linux-Software KVM (Kernel-based Virtual Machine) auf und ist auf die Ansprüche mittelständischer Unternehmen zugeschnitten.

KVM ist bereits in der Version 3 (Linux-Kernel 2.6.32) veröffentlicht worden und ermöglicht mittlerweile die Hardware-gestützte Virtualisierung. Dabei greift die virtuelle Maschine ohne eine Ressourcen hungrige Emulationsschicht direkt auf den Prozessor zu, was zur höheren Leistung des Virtualisierungssystems führt.

Laut Collax sinkt dadurch der Virtualisierung bedingter Performance-Verlust auf unter ein Prozent -aufgrund der kompakten Architektur und der konsequenten Ausnutzung der Fähigkeiten moderner Prozessoren von Intel und AMD. Hierdurch könnte "Collax V-Cube" helfen, die beim Kunden vorhandene Hardware noch besser auszunutzen. Der Collax-Reseller wäre damit in der Lage, weitere Konsolidierungsprojekte anzustoßen. Weniger Hardware bedeutet wiederum geringerer Stromverbrauch für die Server und für die Kühlung, was wiederum zu niedrigeren Kosten führt.

Mehr Flexibilität für den Systemadministrator verspricht die neue Bedienoberfläche des "Collax V-Cube". Der Netzwerkverwalter soll sich damit schneller einen Überblick über seine virtualisierte IT-Landschaft verschaffen. Das funktioniert auch aus der Ferne über einen Webbrowser oder in einer rein Text basierten Konsole. Vor dort vermag der Systemadministrator alle virtuellen Maschinen direkt ansteuern und ihnen die verfügbaren Ressourcen wie Arbeits- und Festplattenspeicher, Storage oder Netzwerkbandbreite je nach Bedarf flexibel zuordnen. Beim schnelleren Einrichten neuer virtuellen Maschinen unterstützen ihn digitale Assistenten.

Collax V-Cube arbeitet mit 16-, 32- und 64-Bit-Gastbetriebsystemen zusammen, also mit sämtlichen Windows- und Linux-Edition aber auch mit älteren DOS-Varianten. Durch die so genannte "PCI Passthrough"-Funktionen können diese virtuellen Gäste direkt auf eine PCI-Karte, etwa auf einen ISDN-Einschub, zugreifen. So lassen sich auch Fax-Server oder Telefonanlagen im virtualisierten Zustand betreiben. Für die Migration eines physischen Servers in die virtuelle Umgebung stellt Collax V-Cube ein Migrations-Tool bereit.

Kosten sparen mit Linux und Virtualisierung

"Insbesondere mittelständischen Unternehmen und Filialisten eröffnet der Collax V-Cube ganz neue Möglichkeiten, Kosten zu sparen", kommentiert Boris Nalbach, CEO und CTO von Collax. Denn sobald Fachhändler Virtualisierungssystem vorstellen, denken Kunden als erstes an das Einsparpotenzial bei Hardware und Netzwerktechnik: "Analysen haben gezeigt, dass sich mit Virtualisierung bis zu 80 Prozent der Kosten sparen lassen. Die Hardware macht aber nur einen Teil der IT-Gesamtkosten aus", so Nalbach.

Dem Systemadministrator verspricht die neue Bedienoberfläche von "Collax V-Cube" mehr Flexibilität.
Foto: Ronald Wiltscheck

Seiner Ansicht nach kann der Reseller seinem Kunden schnell vorrechnen, wie er durch eine Verbesserung seiner tägliche IT-Routinen und durch die Vermeidung von Ausfallzeiten, eine Halbierung der IT-Gesamtkosten erreichen kann. "Dies erlaubt dem Fachhandel den Kunden eine sehr starke Value Proposition zu machen, die nicht zuletzt durch den geringen Schulungsaufwand leicht umzusetzen sind", erläutert Nalbach weiter.

Der Collax V-Cube ist ab sofort verfügbar. Der Preis für ein Jahr beträgt 195 Euro - und für 3 Jahre 495 Euro - ohne Limitierung der virtuellen Gäste. Die Preise verstehen sich zuzülich Mehrwertsteuer. Der Collax V-Cube ist auch als Appliance - als Rack-Server mit einer oder zwei Höheneinheiten - erhältlich. Dabei bevorzugt Collax IBM-Server der x3250-, x3550- und x3650-Reihen sowie den Fujitsu Primergy RX300 S4-Server.

Ansonsten sollte die Hardware von einem 64-Bit-Prozessor von Intel oder AMD angetrieben sein, mindestens acht GB freien Festplattenspeicherplatz (besser 500 GB) bieten und mindestens ein GB (besser 4 GB, maximal 256 GB) RAM zur Verfügung stellen. Zwei redundant arbeitende Gigabit-/Fast-/Ethernet-Anschlüsse wären laut Collax ebenfalls von Vorteil. Der Collax V-Cube kann bis zu 16 TB an Daten, maximal 16 virtuelle Netzwerkkarten und genauso viele virtuelle Prozessoren verwalten. (rw)