DACH-Chef Klaus Jetter

Was F-Secure von Managed Security Services hält

04.05.2010
Auch der finnische IT-Security-Anbieter F-Secure setzt auf Managed Services. In wie weit davon die qualifizierten Reseller profitieren können, das erzählte ChannelPartner der DACH-Chef bei F-Secure, Klaus Jetter.

Managed Services sind derzeit in aller Munde. Immer mehr Hersteller stellen die Dienste aus der "Cloud" als das Allheilmittel gegen steigende IT-Betriebskosten. Vor allem im Bereich "IT-Security" sind die aus der Wolke gesteuerte Services mittlerweile gang und gäbe. ChannelPartner hat einige Security-Hersteller genauer unter die Lupe genommen, um festzustellen, inwieweit sie ihre Vertriebspartner im stetig wachsenden Geschäft mit Managed Services mit ins Boot nehmen.

Hier kommt die Einschätzung des finnischen Security-Anbieters F-Secure. Die Fragen von ChannelPartner hat Klaus Jetter, Country Manager DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) bei F-Secure beantwortet.

Herr Jetter, warum sollten Fachhändler ausgerechnet jetzt auf Managed Security Services setzen?

Klaus Jetter, Country Manager DACH bei F-Secur: "Fachhändler müssen sich nach neuen Umsatzmöglichkeiten umsehen, um zu wachsen"
Foto: Ronald Wiltscheck

Klaus Jetter: Fachhändler müssen sich in Deutschland seit einiger Zeit nach neuen Umsatzmöglichkeiten umsehen, um zu wachsen. Wer mittelfristig überleben will, muss anstelle von Hardware-Verkäufen vor allem auf Service- und Dienstleistungen setzen. Eine gute Möglichkeit dazu bieten Managed Security-Lösungen. Derartige Web basierte, vollautomatische Sicherheitssysteme eignen sich hervorraged für kleine und mittlere Unternehmen. Der Clou: Endkunden müssen keine neue Hardware anschaffen, um die Software zu nutzen. Sie brauchen sich um die Administration der IT-Security-Infrastruktur nicht mehr selbst kümmern, wie es bei Standard-Sicherheitslösungen der Fall ist. Das übernimmt der Fachhändler für sie.

Verkaufsargumente für Managed Services

Mit welchen Verkaufsargumenten könnten hier Reseller ihre Kunden überzeugen?

Jetter: Da in Deutschland das Thema "Security as a Service" (SaaS) noch in den Kinderschuhen steckt, bieten sich für immense Absatz-Chancen. Mehr und mehr Unternehmen müssen sich in Folge der Finanzkrise auf Möglichkeiten zur Kostenreduzierung konzentrieren. Outsourcing von IT-Infrastrukturen bietet hierzu erhebliches Potenzial. Firmen können etwa Personal sparen, da weniger Mitarbeiter in der IT-Administration gebraucht werden. Mit diesem Argument stoßen Reseller in diesen Zeiten auf offene Ohren bei ihren Kunden. Außerdem kann der Fachhandel selbst Zeit und somit Geld sparen, da er seine Kunden von "zu Hause" aus betreut. Nur selten besteht die Notwendigkeit mit einem Servicemitarbeiter beim Kunden vor Ort aufzutauchen. Gleichzeitig bietet dies die Möglichkeit, eine größere Anzahl an Kunden zu betreuen - ebenfalls ein wichtiger Wachstumsfaktor für den Händler.

Welche weiteren Vorteile bieten Managed Security Services für Reseller und Kunden?

Jetter: Die Lösungen verbrauchen weniger IT-Resourcen als herkömmliche Sicherheitsanwendungen. Außerdem arbeiten sie unabhängig von internen Netzwerken und sind daher standortübergreifend einsetzbar. Viele Endkunden sind zudem immer öfter mit den steigenden Bedrohungen durch Malware, Viren und Spamattacken überfordert. Der Aufwand für einen effizienten Schutz der Unternehmens-IT wird immer größer. Hier sollten Reseller argumentativ ansetzen.

Fachhändler selbst brauchen übrigens keine Berührungsängste mit Managed Security-Lösungen zu haben. Die Produkte sind meist einfach zu bedienen. Daher können auch Wiederverkäufer, die sich bisher nur wenig oder gar nicht auf diesem Gebiet auskennen, derartige Lösungen vertreiben. Wir bieten dazu unseren Partner natürlich die nötige Unterstützung an. (rw)