FAQ Cloud Computing

Was Sie über die Cloud wissen müssen

09.02.2012 von Wolfgang Sommergut
Private Cloud, Personal Cloud, Public Cloud. Was steckt wirklich hinter den Begriffen rund um die Cloud? Unsere FAQ gibt die Antworten.
Foto: Fotolia/Itestro

Private Cloud, Personal Cloud, Public Cloud. Was steckt wirklich hinter den Begriffen rund um die Cloud? Unsere FAQ gibt die Antworten.
von Wolfgang Sommergut (Betreiber der Online-Publikation WindowsPro)
Der Vorteil von Cloud-Services besteht vor allem darin, dass sie standardisierte Leistungen schneller und zu einem günstigeren Preis anbieten als die Unternehmen selbst dies mit ihrer internen IT können. Die Anbieter erreichen dies über eine hochgradige Automatisierung ihrer Rechenzentren und eine optimale Auslastung ihrer Ressourcen durch eine heterogene und global verteilte Nutzerschaft. Hinzu kommt eine Preisgestaltung, die zur Inanspruchnahme von Leistungen außerhalb der Spitzenzeit einlädt.

Welche Vorteile kann Cloud Computing bieten?

Für Anwender entfallen die sonst üblichen Anfangsinvestitionen (CAPEX), es entstehen nur laufende Kosten (OPEX) durch den Bezug der Cloud-Dienste. Außerdem verkürzt sich die Zeit zur Bereitstellung von IT-Ressourcen im Vergleich zur traditionellen Beschaffung erheblich, so dass Firmen auf neue Anforderungen schneller reagieren können.

Cloud-Services aus Deutschland
Cloud-Services aus Deutschland ...
Die COMPUTERWOCHE stellt eine Auswahl nützlicher Cloud-Services von deutschen Anbietern vor.
Cloud-Services aus Deutschland ...
Die COMPUTERWOCHE stellt eine Auswahl nützlicher Cloud-Services von deutschen Anbietern vor.
Cloud-Services aus Deutschland ...
Die COMPUTERWOCHE stellt eine Auswahl nützlicher Cloud-Services von deutschen Anbietern vor.
Audriga
Die Audriga GmbH aus Karlsruhe entwickelt und betreibt einen skalierbaren Umzugsservice für E-Mail, Kontakte und Kalender.
eleven
Das Berliner Unternehmen existiert seit 2001 und hat sich auf Cloud-basierte Managed E-Mail Security spezialisiert.
FI-TS
FI-TS ist ein Tochterunternehmen der Finanz Informatik (FI) und seit 1994 als IT-Service-Partner für die Finanzbranche aktiv. Seit 2011 bietet FI-TS eine Finance Cloud an.
net-files
net-files wurde 2012 gegründet und stellt Projekt- und Datenräume im Internet bereit.
Retarus
Retarus entwickelt seit 1992 Managed Services für die elektronische Kommunikation. Das Portfolio umfasst unter anderem Managed Services für E-Mail-Security, E-Mail-Management und E-Mail-Compliance inklusive Message Retention, EDI-Integrationslösungen oder eine webbasierende Versandplattform für E-Mail-Newsletter.
Reporta
Reporta greift bei der Zahlenjagd unter die Arme. Der Cloud-Service verknüpft Daten und Zahlen, analysiert sie und kann die Ergebnisse visualisieren. Dank browserbasierter Umsetzung und eigener Applikation für Smartphones lassen sich die wichtigsten Zahlen nun auch in die Hosentasche stecken.
Cierp3®
Die Anwender können sich mit cierp3 ihre eigene systemunabhängige ERP-Software zusammenstellen, ohne eigene Serverfarmen und IT-Experten zu benötigen.
Appeleon
Mittels eines Baukasten können Webapplikationen ohne Programmieraufwand erstellt oder erweitert werden - in nur drei Schritten. Wer es noch eiliger hat, greift auf die sogenannte "Application Mall" zurück. Hier warten zahlreiche Vorlagen für App-Templates auf den Einsatz.
Unicloud
Der webbasierte Cloud-Service ermöglicht es verteilt sitzenden Nutzern, gemeinsam Dokumente, Termine und Projekte zu organisieren und zu bearbeiten.
Netviewer
Der Cloud-Service der Netviewer AG ermöglicht Webkonferenzen. Nicht nur Bild und Ton des Gegenübers werden über das Internet übertragen, sondern es wird eine gemeinsame Arbeitsumgebung geschaffen. So bietet der Dienst eine gegenseitige Bildschirmansicht und die Option, gemeinsam Daten zu sichten und zu editieren.
BrandMaker Marketing Planer
Mithilfe des Marketing Planer von BrandMaker können Unternehmen ihre komplette Marketingstrategie erarbeiten, umsetzen und überwachen. Je nach Bedarf bucht der Nutzer einzelne Module wie beispielsweise einen Medien-Pool hinzu und erweitert so die Marketingstrategie gezielt.
CAS PIA
Die webbasierte Vertriebs- und Organisationslösung unterstützt bei der Pflege und Nutzung der Kundenkommunikation. Gerade Selbstständige und Kleinunternehmen können damit ihre Marketingstrategien aufbauen, ohne zusätzliches Personal einzustellen oder sich eine neue Infrastruktur zuzulegen.
Inxmail Professional
Mit Inxmail Professsional lassen sich Unternehmens-Newsletter erstellen und dank umfassender Reportings auch auswerten.
BSCW Shared Workspace System
Das Software-as-a-Service-Angebot unterstützt das moderne Arbeiten und sticht insbesondere durch eine logische und intuitive Benutzeroberfläche hervor.
Cortado
Via mobiler oder stationärer Endgeräte kann der Nutzer auf einen virtuellen Arbeitsplatz zugreifen, der in die jeweilige Unternehmens-IT integriert werden kann. So lassen sich beispielsweise aktuelle Geschäftszahlen kurzfristig via Cloud-Printing überall ausdrucken - und schon haben Sie sie im Kundengespräch griffbereit.
Scopevisio
Actindo
Die Actindo GmbH ist Spezialist für ERP-Systeme im Bereich E-Commerce. Das ERP von Actindo ist in verschiedenen Modulen für unterschiedliche Shopgrößen erhältlich und ist dank bidirektionalen Schnittstellen mit allen gängigen Shopsystemen kompatibel.
BOSTER
Die Schwerpunkte der BOSTER GmbH sind Cloud Computing und Microsoft-Server-Technologien. Das Unternehmen bietet Private Clouds sowie fertige Backoffice-Umgebungen für System- und Software-Firmen an, die im eigenen Rechenzentrum zur Verfügung gestellt werden.
cCloud von centron
Die cCloud der centron GmbH ist eine Platform as a Service (PaaS) Lösung, auf der Cloud Services abgebildet werden können. Das Besondere an dem Dienst ist der "Pay as you grow"-Ansatz.
PIRONET NDH AG
Zielgruppe der PIRONET NDH AG ist der deutsche Mittelstand. Als Management-Holding bündelt es vier Unternehmen aus verschiedenen Geschäftsfeldern und unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten.
PIRONET NDH AG
Zielgruppe der PIRONET NDH AG ist der deutsche Mittelstand. Als Management-Holding bündelt es vier Unternehmen aus verschiedenen Geschäftsfeldern und unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten.
Visionapp
Visionapp vertreibt einerseits seine Plattform-Technologie, gleichzeitig unterstützt der Anbieter Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von eigenen Cloud-Computing-Services. Darüber hinaus helfen die Hessen Kunden dabei, standardisierte SaaS-Portale und SaaS-Dienste zu erstellen und zu vermarkten, entweder in einer Public, einer Private oder einer Hybrid Cloud.
Login2Work
Login2Work stellt Cloud-Lösungen mit nutzungsbasierter Abrechnung aus einem deutschen Rechenzentrum zur Verfügung. Seit Anfang des Jahres können die Services dank einer Citrix-App auch auf dem iPad genutzt werden.
DTS Systeme GmbH
Die DTS Systeme GmbH hat ihren Hauptsitz in Herfurt und verfügt über ein eigenes TÜV-zertifiziertes Rechenzentrum. Das Unternehmen bietet Cloud Computing Dienste aus den Bereichen Software as a Service (SaaS), Platform as a Service (PaaS) als auch Infrastructure as a Service (IaaS) an.
Axel Dunkel GmbH
Der Dienstleister besitzt zwei ISO-zertifizierte Rechenzentren in Frankfurt. Neben SaaS-, PaaS- und IaaS- Lösungen bietet Dunkel auch inhaltliche Unterstützung an. Firmen und Unternehmen können sich bei der Gestaltung und Umsetzung von Webseiten und Corporate Designs beraten lassen.
GlobalConcept
Der Software as a Service (SaaS) Anbieter sitzt in Neumarkt und ist auf Customer Relationship Management (CRM), Business Intelligence (BI) und Business Process Management (BPM) spezialisiert.
Virtual-Core
Kamp Netzwerkdienste GmbH ist seit über 20 Jahren als Dienstleister in der Informationstechnologie tätig. Ihr Infrastructure as a Service (IaaS) Angebot mit dem Namen Virtual-Core richtet sich in erster Linie an mittleständische Unternehmen.
Best in Cloud
Die COMPUTERWOCHE will es wissen: Wie gut sind Cloud-Anbieter? Maßgeblich sind die besten Cloud-Projekte. Jetzt mitmachen unter:
Antispameurope
Antispameurope verlegt den Spamfilter in die Cloud. Der Anbieter verspricht mit seinen Managed Security Services, Spam, Viren und Malware aus dem E-Mail-Verkehr zu filtern, bevor dieser die Unternehmens-IT erreicht.
CloudSafe
Das Hamburger Start-up CloudSafe ist seit November 2009 aktiv und bietet seit 2010 ihre Datenablage als Infrastructure as a Service (IaaS) an. Das Unternehmen legt dabei besonderen Wert auf das Thema Sicherheit: Alle Daten werden verschlüsselt auf den Server abgelegt und auch der Transfer zu den in Deutschland liegenden Servern erfolgt ausnahmslos SSL-verschlüsselt.
FastBill
Das Unternehmen bietet seine Lösung für die digitale Abbrechnung von Dienstleistungen als Software-as-a-Service (SaaS) an. Dank optionaler digitaler Signatur ist zudem ein gesetzeskonformer Rechnungsversand per E-Mail möglich.
Forcont
Das Softwarehaus sitzt in Berlin sowie Leipzig und bietet verschiedene Enterprise Content Management (ECM)-Lösungen für diverse Branchen und Unternehmensgrößen an. Auch Services und Lösungen für ECM-Produkte von SAP sind Teil des Portfolios.
Wetura von Wepro
Mit Wetura können Unternehmen einen Teil der eigenen IT durch Cloud-Services ersetzen. Das Angebot umfasst dabei Lösungen für ERP, CRM, GPS-Ortung, Mobile Device Management oder Zeit- und Tourmanagement.
ROC Deutschland GmbH
Das Thema Human Ressources (HR) gewinnt in Unternehmen weiter an Bedeutung. Zugleich wächst damit der Bedarf an Lösungen für das Human Capital Management (HCM)-Reporting. Vielen Unternehmen fehlen allerdings die Ressourcen für eigene Reporting-Projekte. Hier bietet das weltweit tätige Beratungshaus ROC, das seinen Themenschwerpunkt auf dem Bereich SAP HCM hat, Unterstützung für alle HR-Bereiche an.
PowerFolder
Mittlerweile bieten etliche Unternehmen Cloud-Storage-Lösungen verschiedener Art an. PowerFolder etwa stellt neben der eigentlichen Speicherlösung noch weitere Funktionen zur Verfügung. Neben hohen Standards in puncto Datensicherheit sowie automatischen Backup- und Archivierungsfunktionen bietet der Service auch eine automatische Datensynchronisierung. Mithilfe dieses Dienstes lassen sich ganze Verzeichnisse oder Dateien zwischen zwei oder mehreren Rechnern synchron halten. Unabhängig vom Betriebssystem und unter anderem auch mit mobilen Endgeräten können die Anwender immer auf die aktuellen Datenbestände zugreifen.
5 Point AG
Die 5 POINT AG hat sich auf die Konzeption und Entwicklung von Intra- und Internet-Anwendungen spezialisiert. Der Darmstädter IT-Dienstleister wurde 1999 gegründet und beschäftigt aktuell 18 Mitarbeiter. Das Unternehmen bietet unter anderem Collaboration-Lösungen, Multi-Projektmanagement, CRM- und Ticketsysteme als Software as a Service (SaaS) an.
Billomat
Billomat bietet seine Customer Relationship Managment (CRM)-Lösung als SaaS an. Neben Rechnungen lassen sich mit dem Angebot auch Angebote, Mahnungen, Gutschriften oder Auftragsbestätigungen erstellen, versenden und organisieren. Wie bei anderen CRM-Systemen werden alle Daten dem jeweiligen Kunden zugeordnet.
Zimory
Die Zimory GmbH entwickelt seit 2007 Cloud-Computing-Anwendungen, mit deren Hilfe Unternehmen virtualisierte Rechenzentren als Service-Infrastruktur nutzen können. Die Carrier Grade Cloud-Computing-Produkte des Berliner Anbieters ermöglichen eine skalierbare, sichere und durchgängige Nutzung von Private Clouds, Public Clouds und Database Clouds.
Deutsche Telekom
Alles unter einem Dach: Im Cloud Center bündelt die Telekom ihre Cloud-Services für mittelständische Geschäftskunden. Dazu gehören etwa E-Mail-Anwendungen, Videokonferenz-Dienste, virtueller Speicherplatz oder ein kompletter Arbeitsplatz aus dem Netz.

Selbst einfache Hosting-Dienste werden mittlerweile als Cloud-Services verkauft. Welche Bedingungen sollten erfüllt sein, dass man von Cloud sprechen kann?

Folgt man unterschiedlichen Definitionen, dann zählen zu den wesentlichen Merkmalen einer Cloud:

Was versteht man unter IaaS, PaaS und SaaS?

Cloud-Services werden üblicherweise nach einem Schichtenmodell in IaaS, PaaS und SaaS unterteilt. Wie unterscheiden sich diese voneinander? Abhängig von der Ebene im IT-Stack, auf der ein Cloud-Service angesiedelt es, unterscheidet man zwischen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS).

Best in Cloud - Die Gewinner 2011
Best in Cloud - Die Gewinner
Die COMPUTERWOCHE präsentiert Ihnen die Gewinner des "Best in Cloud"-Awards 2011
Infrastructure as a Service (IaaS)
Der Gewinner des Best in Cloud - Awards 2011 in der Kategorie "Infrastructure as a Service (IaaS)" ist:
BT (Germany) GmbH & Co. oHG
BT bietet in Deutschland seit 1995 Dienstleistungen für Firmenkunden an und hat sich zu einem Anbieter für globale Netzwerk- und IT-Services entwickelt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf international tätigen Unternehmen mit verteilten Standorten, die komplexe Anforderungen an die Netzwerkinfrastruktur haben. <br>Projekt: Virtual Data Centre - Private-Cloud-Projekt mit MPLS-Anbindung im BT Data Centre.
Platform as a Service (PaaS)
Der Gewinner des Best in Cloud - Awards 2011 in der Kategorie "Platform as a Service (PaaS)" ist:
Infopark
Infopark bietet seinen Kunden webbasierte Informationssysteme an. Im Fokus stehen dabei onlinebasierte Content-Management- und CRM-Lösungen. Das Unternehmen ist weltweit tätig, hat aber seinen Vertriebsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. <br>Projekt: Airport Nürnberg auf Wolke 7 – Webauftritt, CMS und WebCRM als Plattform aus der Cloud.
Software as a Service (SaaS) - Public Cloud
Der Gewinner des Best in Cloud - Awards 2011 in der Kategorie "Software as a Service (SaaS) - Public Cloud" ist:
forcont Business Technology GmbH
forcont ist ein auf Enterprise Content Management (ECM) spezialisiertes Softwarehaus mit Hauptsitz in Leipzig. Das Unternehmen bietet standardisierte Anwendungen und skalierbare Projektlösungen zur Steuerung von Geschäftsprozessen an. Diese können von den Kunden wahlweise auch als Software as a Service genutzt werden. <br>Projekt: Elektronische Personalakte als SaaS-Angebot.
Software as a Service (SaaS) - Private Cloud
Der Gewinner des Best in Cloud - Awards 2011 in der Kategorie "Software as a Service (SaaS) - Private Cloud" ist:
Zendesk
Zendesk wurde 2007 in Kopenhagen gegründet. Das Unternehmen bietet eine Cloud-basierte Help Desk Software an. Neben einem Ticket-System können die Kunden auch eine Online-Plattform des Anbieters für eigene Service-Angebote nutzen.
Software as a Service (SaaS) - Hybrid Cloud
Der Gewinner des Best in Cloud - Awards 2011 in der Kategorie "Software as a Service (SaaS) - Hybrid Cloud" ist:
SupplyOn AG
Im Jahr 2000 wurde SupplyOn von international tätigen Automobilzulieferunternehmen mit dem Ziel gegründet, den gesamten Produktentstehungsprozess mithilfe einer Internet-Plattform für Lieferanten zu vereinfachen. Der Hauptsitz des Anbieters ist in Halbergmoos bei München. <br> Projekt: Collaboration-Plattform für die Automobil- und Fertigungsindustrie; hier mit Hybrid-Cloud-Projekt “AirSupply” vertreten, das europäischen Luftfahrtunternehmen ein einheitliches Supplier-Portal zur Verfügung stellt.
Cloud Enabling Software
Der Gewinner des Best in Cloud - Awards 2011 in der Kategorie "Cloud Enabling Software" ist:
Fujitsu
Fujitsu Technology Solutions (FTS) zählt in Europa zu einem der führenden IT-Anbieter. Das Angebotsspektrum reicht von Notebooks und Tablet PCs bis hin zu Mainframes und kompletten IT-Infrastrukturlösungen aus der Cloud. FTS beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter und ist Teil der globalen Fujitsu Gruppe. <br>Projekt: Diperia - Digitale Personalakte: Ein Webangebot, gestrickt für Kendox.
Sonderprojekte
Der Gewinner des Best in Cloud - Awards 2011 in der Kategorie "Cloud Special Project" ist:
Ubigrate GmbH
Das Unternehmen Ubigrate ist ein Anbieter für Business Activity Monitoring (BAM) in Produktion und Logistik. Die Lösung Geqoo Boxes unterstützt Firmen beim Umgang mit wiederverwendbaren Behältern. <br> Projekt: Einsatz eines Behältermanagementsystems – SaaS-Lösung für das Verwalten von Behältern, die Pool Packaging vermietet.

Ist Virtualisierung eine Voraussetzung für die Cloud?

Virtualisierung wird zwar immer wieder als die Basistechnologie für Cloud Computing genannt, sie ist aber keine zwingende Voraussetzung dafür. Die Verteilung von Hardware-Ressourcen auf virtuelle Maschinen ist eine von mehreren möglichen Strategien, um Mandantenfähigkeit zu erreichen.

Gerade bei Software as a Service zeigen große Player, dass Virtualisierung keine Bedingung zur Bereitstellung von Cloud-Services ist. Weder Salesforce.com noch Google setzen sie ein, auch Facebook soll weitgehend ohne virtuelle Maschinen auskommen.

Der Einsatz von virtuellen Instanzen ist vor allem bei Infrastructure as a Service (IaaS) üblich. Sie erlauben eine Migration von Legacy-Anwendungen in die Cloud, ohne dass diese dafür modifiziert werden müssen.

Was versteht man unter einer Private Cloud?

Foto: Helder Almeida, Fotolia.de

Besonders die Anbieter von Virtualisierungssoftware trommeln in ihren Kampagnen derzeit für die Private Cloud. Was versteht man darunter? Eine einfache und häufig gebrauchte Definition für die Private Cloud lautet, dass sie die Konzepte und Technologien der Public Cloud auf die internen Rechenzentren der Unternehmen überträgt. Als hauptsächliche Gründe für die Einrichtung einer privaten Cloud werden Sicherheitsbedenken oder strenge gesetzliche Regulierungen für bestimmte Branchen genannt, die es nicht erlauben, Daten außer Haus zu geben.

Wenn Firmen Private Clouds einrichten, dann positioniert sich die IT-Abteilung gegenüber den internen Anwendern so wie ein Service Provider gegenüber seinen externen Kunden. Fachabteilungen sollen dann selbst in der Lage sein, über ein Self-Service-Portal die von ihnen benötigten Ressourcen zu buchen und sie umgehend in Anspruch zu nehmen. Auch die Gewährleistung von Service Levels und eine verbrauchsabhängige Abrechnung gehören zur Private Cloud.

Erfüllen Private Clouds tatsächlich alle wesentlichen Kriterien des Cloud-Konzepts?

Misst man die private Variante an der Definition von Cloud, dann fällt schnell auf, dass sie in einigen wesentlichen Punkten davon abweicht. Dazu zählt vor allem, dass nicht ein externer Provider die IT-Infrastruktur betreibt, sondern dass Firmen ganz traditionell von der Anschaffung der Hardware bis zum Management der Anwendungen alle Aufgaben selbst übernehmen müssen. Damit entfällt vor allem der ökonomische Vorteil, die Leistungen einer beliebig skalierbaren Infrastruktur bei Bedarf mieten zu können und dafür verbrauchsabhängig zu bezahlen. Statt nur OPEX stehen wieder die hohen Anschaffungskosten für die IT-Ausstattung an (CAPEX). Verloren gehen auch die Skaleneffekte der riesigen Data Center, die von einer großen Zahl an Benutzern optimal ausgelastet werden.

Außerdem beschäftigen sich die Unternehmen bei der Einrichtung von Private Clouds mit ganz anderen Fragen und Zielen als Service Provider, wenn diese einen Dienst im öffentlichen Internet aufbauen. Ganz oben auf der Liste steht bei Private Clouds die Forderung nach Kompatibilität mit allen vorhandenen Systemen. Im Gegensatz dazu geht es einem Provider einer öffentlichen Cloud vor allem darum, eine möglichst einfache, homogene, hoch automatisierbare und skalierbare Infrastruktur zu errichten.

Was versteht man unter einer Hybrid Cloud?

Mit der Ausbildung verschiedener Cloud-Varianten entstand die Idee, diese miteinander zu kombinieren. In erster Linie geht es dabei um die Verbindung von Public und Private Cloud. Hauptsächlicher Zweck dieser Kopplung ist die Anmietung von externen IT-Ressourcen bei Lastspitzen, so dass bei kurzfristigen Kapazitätsengpässen Workloads zu einem Public-Cloud-Provider ausgelagert werden können. Die Rede ist dabei vom so genannten Cloud Bursting.

Die Vorstellung vom bedarfsabhängigen Transfer virtueller Maschinen in die Rechenzentren eines Cloud-Providers hat ihren Reiz, weil dies Unternehmen den kostspieligen Ausbau ihrer IT-Infrastruktur für einige wenige Bedarfsspitzen pro Jahr erspart.

Die größten Cloud-Übernahmen im Jahr 2011
Die wichtigsten Cloud-Übernahmen im Jahr 2011
DimDim
Das im Jahr 2007 gegründete und von diversen Kapitalgebern gestützte Unternehmen DimDim hat sich auf Verfahren für die Echtzeitkommunikation spezialisiert. Dazu gehören Funktionen zur Präsenzanzeige sowie für das Messaging und Screen-Sharing. Damit konnte sich das Start-up insbesondere im Segment für cloud-basierende Kollaborationsdienste einen Namen machen.
Secureworks
Im Markt für IT-Sicherheit zählte Secureworks zu den etablierten Anbietern von Managed Security Services beziehungsweise Security as a Services. Das 1998 gegründete Unternehmen nahm im Jahr 2010 rund 120 Millionen Dollar mit etwa 700 Mitarbeitern ein und betreute eigenen Angaben zufolge Kunden in 70 Ländern. Im Jahr 2006 übernahm SecureWorks die LURHQ Corporation und verstärkte damit das Managed-Security-Geschäft mit Großkunden. 2009 folgte die Akquisition des Geschäftsbereichs Managed Security Services von VeriSign.
Dell kauft Secureworks
Dell ist seit Jahren bemüht, dem konjunkturanfälligen Hardwaregeschäft einen zuverlässigen Servicebereich zur Seite zu stellen. Übernahmen waren und sind ein wichtiges Element zum Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts. Ein deutliches Zeugnis dieser Strategie war die Übernahme von Perot Systems für 3,9 Milliarden Dollar im Jahr 2009. Die Secureworks-Übernahme vom Januar 2011 fügt sich in die Strategie ein, finanzielle Details nannte Dell zunächst nicht. Spätere Veröffentlichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC lassen auf einen Kaufpreis von 612 Millionen Dollar schließen.
NewScale
Die Anfänge von NewScale liegen im Geschäft mit dem IT-Service-Management. Das Unternehmen entwickelte und vertrieb seit 1998 Tools zum Erstellen und Betreiben von Service-Katalogen und -Portalen. Sie erlauben es Anwendern, interne Marktplätze nach iTunes- und Android-Market-Vorbild einzurichten, so dass IT-Nutzer Services je nach Bedarf beziehen können. Damit hat sich NewScale in der Schaltzentrale für das Management von hybriden und privaten Clouds positioniert. Der Anbieter wuchs eigenen Angaben zufolge zuletzt um mehr als 100 Prozent. Absolute Zahlen zum Jahresumsatz wurden nicht veröffentlicht. Schätzungen von Finanzanalysten bewegen sich breit gestreut zwischen 16 Millionen und 30 Millionen Dollar.
Cisco übernimmt NewScale
Im März kündigte Cisco die Akquisition von NewScale an. Mit den erworbenen Service-Management-Lösungen möchte der Konzern sein Portfolio in der Verwaltung und Automation von Cloud-Installationen ausbauen. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Radian6
Radian6 ist ein Werkzeug zur Analyse von Inhalten in sozialen Netzen. Im so genannten Social-Media-Monitoring konnte sich das Unternehmen mit seinem gleichnamigen Tool einige Meriten erwerben, indem es soziale Plattformen wie Facebook und Twitter sowie Blogs und Wikis auf Schlüsselworte durchforstet und Ergebnisse grafisch darstellt. Genutzt wird es häufig von Marketing-Abteilungen in Unternehmen, die Meinungen über Produkte und Unternehmen beobachten wollen.
Salesforce kauft Radian6
Salesforce ist Pionier und Wegbereiter von SaaS- beziehungsweise Cloud-basierenden CRM-Diensten. Das Unternehmen feilt seit geraumer Zeit an einer weiterführenden Strategie und spricht in diesem Zusammenhang von der Cloud 2, die Services aus der Wolke mit Social-Media-Elementen verknüpft. Hier fügen sich zum einen der hauseigene Chatter-Dienst, zum anderen Radian6 vom Februar 2011 ein. Die Übernahme des Social-Monitoring-Spezialisten ließ sich Salesforce 276 Millionen Dollar kosten.
VMware kauft SocialCast
VMware hatte sich zuvor bereits mit verschiedenen Cloud-Firmen wie etwa SlideRocket und Zimbra verstärkt und schlug Ende Mai 2011 mit der Übernahme von SocialCast erneut zu. Im Zusammenspiel mit dem hauseigenen "Horizon App Manager" werde die SocialCast-Lösung ein neues und "modernes End-User-Computing-Modell" kreieren, so VMware in einer Pressemitteilung. Darunter versteht die Firma eine Lösung, die mobilen Mitarbeitern den sicheren Zugriff auf Anwendungen und Daten von überall und mit jedem Endgerät gewährleistet.
Postrank
Postrank ist ein Anbieter von kostenlosen Analyse-Tools für Social-Media-Aktivitäten. Die kanadische Company überwacht Kommentare, Lesezeichen und Tweets in sozialen Netzen in Echtzeit und gibt ihren Nutzern Hinweis etwa auf die Verbreitung von Meldungen. Ergänzend dazu vertreibt das Unternehmen kostenpflichtige Analysen-Werkzeuge etwa für Verlage und Agenturen.
ITKO
ITKO ist ein privat gehaltenes Unternehmen mit Lösungen für die Anwendungsentwicklung und Simulation der Verfügbarkeit von Anwendungen. Kernprodukt ist die Entwicklungsplattform "LISA". Sie soll bei der Optimierung hybrider Cloud-Installationen helfen. ITKO hatte im Januar 2011 eigenen Angaben zufolge 125 Unternehmenskunden und beschäftigte 120 Mitarbeiter. Im letzten Jahresbericht standen 39 Millionen Dollar Jahreseinnahmen zu Buche.
Cloud.com
Das amerikanische Start-up Cloud.com hat sich einen Namen mit der Einrichtung von Private Clouds erworben. Basis des Angebots ist die Software "CloudStack", die die Kapazitäten virtualisierter Rechenzentren zusammenführt und als Service bereitstellt. Der Quelltext der Software wurde der Open-Source-Gemeinde zumindest zum Teil zur Verfügung gestellt.
Force10
Force 10 wuchs als Anbieter von Gigabit-Ethernet-Equipment zu einem Unternehmen mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 200 Millionen Euro. Im Mai 2011 präsentierte die Networking-Company das "Framework Open Cloud Networking" (OCN), das Cloud-Infrastrukturen sowie konventionelle und virtualisierte Rechenzentren auf einer Plattform miteinander verknüpft.
Dell akquiriert Force10
Dell kündigte mit der Übernahme von Force 10 eine verstärkte Präsenz im Netzsegment an. Die Hardware von Force 10 soll die Dell-Angebote für den Aufbau von virtuellen Rechenzentren ergänzen, bislang konnte der Hersteller hier nur Server, Speicher und Services bereitstellen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Mit der Übernahme reagierte Dell auf die Aktivitäten der Konkurrenz. Netzwerk-Spezialist Cisco hatte sich zuletzt mehr und mehr ins Server-Geschäft vorgetastet und HP ergänzte Ende 2009 mit der 3Com-Übernahme das Networking-Portfolio. Im Data-Center-Geschäft kaufen Anwender vermehrt Komplettpakete ein.
Autonomy
Autonomy, Anbieter von Software für die Analyse unstrukturierter Daten, wurde im Jahr 1996 in Cambridge, England, gegründet. Zu den Kunden der Software "IDOL" zählen unter anderem der Ölkonzern BP, die Nasa, IBM, Coca-Cola sowie der TK-Anbieter AT&T. Der Softwareanbieter nahm zuletzt etwa eine Milliarde Dollar pro Jahr ein. Analysten räumen Autonomy eine gute Marktstellung im stark wachsenden Geschäft mit Massendatenverarbeitung und –analyse ein.
Watchmouse
Watchmouse hat sich als Betreiber von SaaS-basierenden Web-Monitoring-Diensten für Cloud-Angebote sowie für mobile und stationäre Web-Sites im Markt positioniert. Das Unternehmen misst unter anderem die Ladezeiten und Verfügbarkeiten von Web-Seiten. Damit die Erfahrung eines Anwenders, der eine bestimmte Homepage ansteuert, weitgehend realistisch eingeschätzt werden kann, betreibt Watchmouse mehr als 60 Überwachungspunkte in 40 Ländern.
CA verleibt sich Watchmouse ein
Mit der Übernahme von Watchmouse im Juli 2011 stärkt CA das eigene SaaS-Geschäft, das zuvor bereits mit Zukäufen wie 3Tera, Cassatt, NetQoS, Oblicore und Nimsoft ausgebaut wurde. Watchmouse soll insbesondere die Nimsoft-Aktivitäten ergänzen. Zusammen mit dem im März 2010 für 350 Millionen Dollar übernommenen Netzspezialist Nimsoft soll Watchmouse das Geschäft mit IT-Management as a Service voranbringen. Finanzielle Details Angaben zur Transaktion veröffentlichten Watchmouse und CA nicht.
Packetmotion
Die Lösung von PacketMotion beobachtet die Transaktionen von Anwendern oder IT-Ressourcen in IT-Umgebungen und gleicht mit Hilfe eines Identity-Management-Systems ab, ob die Aktivitäten zulässig sind. Damit will das Softwarehaus IT-Managern und Security-Verantwortlichen Hinweise auf verdächtige Datenbewegungen, Sicherheitsverletzungen und Compliance-Probleme geben. Die Technik arbeitet auf Netzebene und kann demnach applikations- und system-unabhängig agieren.
VMware übernimmt PacketMotion
PacketMotion firmiert künftig unter dem Dach von VMware und soll dort das Portfolio für Cloud-Security ergänzen. Dazu möchte VMware die Neuerwerbung in die Cloud Infrastructure Business Unit integrieren. Produktseitig erweitern die virtuellen Probes (Tastköpfe) von PacketMotion die VMware-Lösung "vShield 5". Letztere Software liefert Informationen darüber, was und wie etwa in Cloud-Installationen geschieht. PacketMotion steuert künftig Auskünfte darüber bei, wer sich wo in der Cloud-Installation tummelt. Die Übernahme wurde im August bekannt gegeben, finanzielle Details nannten die Beteiligten nicht.
Navajo Systems
Im zweiten Weltkrieg haben die US-Streitkräfte mit Hilfe der Navajo-Indianer und ihrer einmaligen und komplexen Sprache Nachrichten verschlüsselt. Daran anlehnend hat der israelische Verschlüsselungsspezialist Navajo Systems seinen Firmennamen gewählt. Basis des Geschäfts ist eine patentierte Technik für die Sicherheit von SaaS-basierenden Anwendungen und Daten. Das Unternehmen hat unter anderem Virtual-Private-SaaS-Lösungen etwa für Lotus und Saleforce entwickelt.
Salesforce schluckt Navajo Systems
Ende August wurde bekannt, dass Salesforce die Akquisition von Navajo Systems anstrebt, obwohl die Transaktion eigentlich erst auf der Anfang September veranstalteten Hausmesse Dreamforce bekannt gegeben werden sollte. Die Gründe für die Akquisition liegen auf der Hand: Der SaaS-Pionier wollte sich offenbar nicht damit begnügen, die Verschlüsselungstechnik mit anderen Anbietern zu teilen. Also kaufte der CRM-Anbieter kurzerhand den israelischen Spezialisten für rund 30 Millionen Dollar.
Assistly
Mit seinem Dienst verknüpft Assistly die klassische CRM-Welt mit dem jungen und schnell wachsenden Social-Media-Geschäft. Der gleichnamige Dienst sammelt und konsolidiert Einträge in sozialen Netzen und verknüpft sie bei Bedarf mit Informationen, die über traditionelle Kanäle wie E-Mail oder Telefon laufen. Alle Informationen fasst der Service in einer Benutzeroberfläche zusammen oder liefert sie via Schnittstellen an angeschlossene CRM-Systeme aus. Assistly kommt somit vor allem für die Support-Abteilungen von kleineren Unternehmen in Frage, die keine voluminöse Help-Desk-Lösung installieren möchten.
Salesforce kauft Assistly
Auch die Veröffentlichung der Assistly-Akquisition war für die Salesforce-Messe Dreamforce vorgesehen, doch die Einigung auf einen Preis verzögerte sich bis Ende September. Schließlich zahlte der SaaS-Anbieter 50 Millionen Dollar plus einen Bonus in Höhe von 30 Millionen Dollar, der an finanzielle Ziele geknüpft ist. Salesforces will das Assistly-Angebot in seine "Service Cloud" integrieren und damit das Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen forcieren. (im Bild Salesforce-CEO Marc Benioff)
RightNow
Rightnow wurde als ein SaaS-Anbieter der ersten Stunde bekannt und gilt neben Salesforce als Wegbereiter des Betriebsmodells. Auch Rightnow fokussierte sich auf den CRM-Markt, allerdings vornehmlich auf den Self-Service- und Contact-Center-Bereich mit integrierter Kunden- und Knowledge-Datenbank. Das 1997 gegründete Unternehmen beliefert namhafte Kunden wie etwa Continental, Motorola sowie Black & Decker. Im Jahr 2010 nahm es rund 185 Millionen Dollar ein.
Model Metrics
Das Cloud-Beratungshaus Model Metrics unterstützt Kunden bei der Gestaltung und Einführung von Cloud-Installationen. In den Projekten geht es zumeist darum, neue Techniken aufzugreifen und für Kunden nutzbar zu machen, indem etwa mobile Lösungen für iPad und Android-Geräte entwickelt und in der Cloud bereit gestellt werden. Unter den Referenzen finden sich Unternehmen wie Boeing, L’Oreal und Morgan Stanley, insgesamt soll die Liste mehr als 500 Kundennamen umfassen. Technologiepartner sind unter anderem Salesforce, Amazon und Google.
Salesforce kauft Model Metris
Das laut US-Börsenaufsicht SEC mit 6,5 Millionen Dollar Kapital ausgestattete Beratungshaus wechselte im November 2011 unter das Dach von Salesforce.com. Der Preis wurde nicht veröffentlicht. Salesforce begründete die Übernahme mit dem Know how von Model Metrics in Mobility- und Social-Media-Projekten.
SuccessFactors
SuccessFactors hat sich als Anbieter von Personalverwaltungssoftware aus der Cloud mit dem Schwerpunkt Talent-Management (etwa Leistungsbeurteilung, Recruiting, Zielvereinbarungen) profiliert. Das Unternehmen wuchs in den vergangenen Jahren sehr schnell und nahm im letzten Geschäftjahr mehr als 200 Millionen Euro ein, konnte aber in den vergangenen fünf Jahren keinen Gewinn erzielen. Auf der Habenseite stehen 3500 Kunden mit insgesamt 15 Millionen registrierten Nutzern, darunter der Siemens-Konzern mit allein 400.000 Anwendern.
SAP kauft SuccessFactors
In den Kommentaren zur Rightnow-Akquisition durch Oracle waren sich die Analysten und Journalisten einig, dass dies nicht die letzte Übernahme durch den Datenbank-Konzern sei. Unter den potenziellen nächsten Kaufkandidaten fand sich immer wieder der Name SuccessFactors. Möglicherweise hat das SAP dazu bewegt, sich den HCM-Spezialisten (Human Capital Management) im Dezember 2011 für den stolzen Preis von 3,4 Milliarden Dollar zu schnappen. Ein wichtiger Grund war zudem die installierte Kundenbasis, insbesondere beim SAP-Großkunden Siemens. Der Konzern ist einer der wichtigsten SAP-Kunden im ERP-Umfeld. Die Entscheidung des Siemens-Managements für SuccessFactors als Lieferant für das HR-Segment im Juni 2009 war für die Walldorfer bestimmt eine bittere Niederlage. Mit der jüngsten Akquisition wurde sie behoben.
DemandTec
Die SaaS-Lösung von DemandTec analysiert das Kaufverhalten von Kunden und will Unternehmen Hinweise darauf geben, wie sie ihre Produkte, Preise, Werbemaßnahmen sowie das Marketing entsprechend ausrichten können. DemandTec hat weltweit rund 450 Kunden, vornehmlich aus den Branchen Handel und Consumer-Produkte. Die Company beschäftigt knapp 350 Mitarbeiter, der Jahresumsatz beläuft sich auf rund 82,5 Millionen Dollar bei einer Schuldenlast von 102,9 Millionen Dollar.
Rypple
Rypple verknüpft mit seiner Lösung das Personal-Management mit Social Media. Die Lösung ist für HR-Abteilungen vorgesehen und umfasst Funktionen für Zielvereinbarungen, Feedback und Coaching. Die personalisierte Aufmachung mit Bildern, Kommentarfeldern und Verknüpfungen erinnert an Social-Media-Plattformen, die Kommunikation erfolgt zum Teil in Echtzeit. Die HCM-Lösung ist vergleichbar mit der Software von SuccessFactors.
Cotendo
Cotendo hat sich auf das beschleunigte Ausliefern von Web-Inhalten spezialisiert. Der Anbieter betreibt ein Content Delivery Network (CDN), das Web-Seiten von Kunden in diversen, weltweit verteilten Rechenzentren hostet und ständig aktualisiert. Mit dieser Technik werden Inhalte näher in Richtung Web-Nutzer verlagert, so dass Seiten schneller aufgebaut und Inhalte zügiger zugestellt werden. Das erst 2008 gegründete Startup hat sich dabei besonders auf die schnelle Auslieferung von mobilen Websites und Cloud-Inhalten spezialisiert. Partner ist unter anderem Citrix.
Akamai schluckt Contendo
Ende Dezember 2011 gab Akamai Technologies bekannt, dass es den kleineren Wettbewerber Cotendo für 268 Millionen Dollar kaufen wird. Eine entsprechende Absichtserklärung sei bereits unterzeichnet, teilten die Partner mit. Der Netzausrüster Juniper Networks hatte angeblich ebenfalls Interesse an einer Übernahme gezeigt, zog aber offensichtlich gegenüber Akamai den Kürzeren.

Welche Hindernisse stehen gegen die Einrichtung einer Hybrid Cloud?

Bei der Auslagerung von Workloads muss sichergestellt sein, dass nur weniger sensible Daten nach außen gelangen. Da ein Abfedern der Lastspitzen in der Regel nicht durch manuelle Migration von virtuellen Maschinen (VMs), sondern automatisch erfolgen soll, müssen also die Virtualisierungsplattform beziehungsweise ihre Management-Werkzeuge in der Lage sein, Anwendungen zu klassifizieren und anhand von Policies die Ausführung an bestimmten Standorten zuzulassen oder zu unterbinden.

Die größte Hürde für eine automatische Migration von Workloads zwischen Private und Public Cloud besteht in den fehlenden Standards für virtualisierte Umgebungen. Zwar lassen sich die Images zwischen den verschiedenen Systemen konvertieren, allerdings gehen dabei viele erweiterte Attribute verloren, beispielsweise Einstellungen für Security oder die lizenzrechtlich relevante Host-Affinity. Letztere soll zum Beispiel sicherstellen, dass jeder Host die notwendigen Lizenzen zum Betrieb der in der VM laufenden Software besitzt. Vor allem macht ein solcher Systemwechsel ein übergreifendes und transparentes Management zwischen intern und extern gehosteten Anwendungen unmöglich.

Aus diesem Grund verlangt das Cloud Bursting in der Private Cloud und in den Rechenzentren des externen Providers de facto die Plattform des gleichen Herstellers. VMware als führender Anbieter von Software für die Private Cloud baut zu diesem Zweck ein Netzwerk aus Hosting-Partnern auf, die seine Technologie einsetzen und so Workloads von VMware-Kunden aufnehmen können. Microsoft setzt zu diesem Zweck vor allem auf Azure.

Eine weitere Variante ist die Personal Cloud. Was soll man darunter verstehen?

Foto: Helder Almeida, Fotolia.de

Dieser Begriff beschreibt eine Entwicklung, bei der Anwendungen und Daten immer weniger an einen Rechner gebunden sind, sondern den Benutzern nach Möglichkeit überall und auf sämtlichen Geräten zur Verfügung stehen sollen. Das Konzept der Personal Cloud ist für viele Privatanwender längst Realität geworden, sie bedienen sich großzügig der zahlreichen meist kostenlosen oder günstigen Online-Services, um ihr digitales Leben zu organisieren.

So schützen Sie sich vor Cloud Katastrophen
So schützen Sie sich vor Cloud Katastrophen
"Die Cloud hat keine Fehler, die es zuvor nicht auch beim In-House-Betrieb gegeben hat", meint Rackspace CSO Moorman. Eine absolute Sicherheit gibt es auch mit der Cloud nicht. Wer sich dessen bewusst ist, wird nicht unvorbereitet in einen Wolkenbruch geraten. Unsere Tipps für Sie:
Tipp 1:
Wenn Sie einen Teil ihrer IT in die Cloud verlagern wollen, sollten sie bei der System-Planung Verluste und Ausfälle von Anfang an berücksichtigen.
Tipp 2:
Wenn es um ihre Daten geht, sollte Sie nicht auf andere vertrauen, sondern sich selber darum kümmern. Sorgen Sie selbst für ein Backup und überprüfen sie das Disaster Recovery-Setup Ihres Cloud-Providers.
Tipp 3:
Es ist nicht unbedingt nötig, alle Daten doppelt zu sichern. Ein zusätzliches Backup der kritischsten Daten kann aber sinnvoll sein.
Tipp 4:
Cloud-Nutzer sollten gründlich auf die Sicherungsmechanismen achten und eventuell vorsorglich eine Backup- oder Offline-Zugriffs-Lösung aufsetzen.
Tipp 5:
Bei Cloud-Diensten kann es sinnvoll sein, Daten auf verschiedenen Servern in unterschiedlichen Rechenzentren zu sichern – Es lohnt sich auch, die Dienste mehrerer Provider zu nutzen.
Tipp 6:
Sie sollten sich folgende Frage stellen: Ist es für unser Unternehmen tragbar, wenn Geschäftsdaten temporär nicht abrufbar sind?

Die Idee der von einem Gerät losgelösten und überall verfügbaren Daten und Anwendungen verfängt nicht nur bei Endverbrauchern, sondern ist auch in den Unternehmen angekommen. Hier manifestiert sich die sogenannte Konsumerisierung der IT, wenn Mitarbeiter ihre privaten Smartphones oder Tablets in die Arbeit mitbringen und Daten zwischen diesen Geräten und ihrem Firmen-Desktop austauschen möchten, beispielsweise um Kalender oder Mails zu synchronisieren.

Diese Lücke möchten mehrere Hersteller durch Synchronisierungs-Tools schließen, die den Enterprise-Ansprüchen genügen und der IT-Abteilung die Möglichkeit bieten, den Transfer von Daten zu kontrollieren. Daneben dient in Unternehmen auch die Desktop-Virtualisierung der Loslösung der Benutzerumgebung von physikalischen Geräten. Der zentral gehostete Desktop lässt sich auf zahlreichen Endgeräten abrufen, weil die Hersteller laufend neue Clients für diverse Endgeräte entwickeln.

(Computerwoche / rb)