Amagu GmbH

"Wir sind ein MDM-Veredler"

13.03.2013 von Beate Wöhe
Fachändler, die in das Geschäft für Mobile Device Management einsteigen möchten, haben die Qual der Wahl zwischen rund 100 Anbietern. Einer davon ist die Amagu GmbH nahe München.
Screenshot: Amagu Portal

Mobile Device Management (MDM) ist in aller Munde. IDC prognostiziert, dass bis Ende dieses Jahres weltweit mehr als 1,19 Milliarden Mitarbeiter mobile Technologien bei der Arbeit nutzen. Viele Unternehmen stehen noch vor der Herausforderung, die entsprechenden Geräte sicher in ihre IT-Infrastruktur zu integrieren und sie zu verwalten. Hier ist der Fachhandel gefragt, und dieser steht vor der Frage, mit welchem Anbieter er zusammenarbeiten will.

Auch die 2001 gegründete Amagu GmbH hat dieses Marktpotenzial erkannt und sich auf MDM spezialisiert. Seine Beratungs- und Servicetätigkeit bietet das Unternehmen auch gemeinsam mit Fachhandelspartnern an. Den Kunden bietet Amagu von der Beratung über die Lösung bis hin zur fertigen Installation und, wenn gewünscht, dem anschließenden Full-Service das komplette MDM-Paket an.
Ein Partner der ersten Stunde auf Herstellerseite war die SAP-Tochter Sybase. Ein weiterer Partner ist die Citrix-Tochter Zenprise. "Wir arbeiten grundsätzlich nur mit großen Herstellern auf diesem Markt", ergänzt Harald Radmacher, Geschäftsführer bei der Amagu GmbH.

Bei der Implementieruntg des MDM Portal Services ist der Anbieter flexibel. Grundsätzlich beziehen die Kunden den Service aus der Cloud. Alternativ können größere Installationen auch beim Kunden direkt dargestellt werden. Wichtig ist Radmacher in diesem Zusammenhang zu erwähnen: "Die Portallösung, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen wird in einem deutschen Rechenzentrum betrieben, somit bleiben sämtliche Daten innerhalb des EU-Rechtsraum." Bis die Daten eines Kunden auf diesem Server landen, geht dem eine umfassende technische und rechtliche Beratung voraus. Gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet Amagu entsprechende Unternehmensrichtlinien, die der Anbieter anschließend technisch umsetzt und dem Kunden das Regelwerk aushändigt.

In den technischen Anforderungen sieht Radmacher wenige Hürden, die Amagu bei den Kunden nicht überwinden könnte. "Wir sind ein MDM-Veredler", sagt er überzeugt. So hat das Unternehmen beispielsweise ein Patent für die Lösung "Amagu SMG for Traveler" (Secure Mobile Gateway) angemeldet (siehe Kasten).

SMG für Traveler

Hierbei handelt es sich um eine fein justierbare Zugriffskontrolle von mobilen Geräten für das Backend von IBM Lotus Traveler. Zum Beispiel kann der Zugriff für alle Benutzer, Benutzergruppen, individuelle Benutzer, alle Geräte, Gerätetypen oder individuelle Geräte erlaubt oder verweigert werden. Die Software blockiert automatisch alle Traveler Zugriffe für Geräte, die gegen Sicherheitsregeln verstoßen.

Produktarchitektur:

Das Amagu SMG für Traveler ist ein Filter, der zum IBM Domino Web Server Application Programming Interface (DSAPI) Standard konform ist. Das Produkt wird implementiert, indem wenige DLL's auf den IBM Lotus Traveler Server aufgespielt werden sowie ein Service, der Blacklists und Whitelists die vom Device Manager zur Verfügung gestellt werden, regelmäßig aktualisiert. BW

Gemeinsam mit dem Fachhandel

"Fachändler erhalten 20 Prozent der eingenommenen Mietkosten." Harald Radmacher, Geschäftsführer der Amagu GmbH.
Foto: Amagu GmbH

Ein Fachhändler, der in das MDM-Geschäft einsteigt, kann laut Radmacher über unterchiedliche Ansprechpartner beim Kunden zum Erfolg kommen. Vorrangige Ansprechpartner sind in diesem Zusammenhang die Geschäftsleitung, der CIO, der Security-Manager oder der Compliance-Manager. Das Argument für MDM liefert der Amagu-Geschäftsführer gleich mit: "Wir sparen den Service-Mitarbeitern des Kunden bei der Verwaltung der mobilen Geräte 50 Prozent ihrer Zeit ein, was dem Kunden bis zu 65 Prozent Kostenersparnis bringen kann." Eine hochqualifizierte Ausbildung der Mitarbeiter sei nicht nötig, da das Portal einfach zu bedienen sei.

Das monatliche On-Premise-Bezahlmodell richtet sich nach der Anzahl der zu verwaltenden Geräte und beginnt bereits bei 6 Euro pro Gerät und Monat. Die einmalige Einrichtungsgebühr beläuft sich auf 500 Euro und der Vertrag für ein vereinbartes Full Service Saas-Modell wird tyischerweise auf 24 Monate abgeschlossen.

"Fachhändler, die einen solchen Vertrag vermitteln erhalten ohne fortlaufende Eigenleistungen über die gesamte Vertragslaufzeit 20 Prozent der von Amagu bei dem Kunden eingenommenen Mietkosten", erklärt Radmacher. Geht der Kunde in eine Vertragsverlängerung, läuft auch die 20-Prozent-Zahlung an den Fachhändler weiter. Das anvisierte Kundenfeld sieht der Geschäftsführer im kleinen Mittelstand.
Fachhändler, die sich näher informieren möchten, finden weitere Informationen auf der Amagu-Website. (bw)