Falschparker-App Scout Park

Falschparker anzeigen und Prämie kassieren

15.04.2024
Uppsala, da hat einer falsch geparkt! Schnell ein Foto machen, per App dokumentieren - und sogar eine Prämie kassieren. So funktioniert die Falschparker-App Scout Park, die in Uppsala genutzt werden kann.
Private Parkplatzanbieter im schwedischen Uppsala können sich von der Falschparker-App Scout Park überwachen lassen.
Private Parkplatzanbieter im schwedischen Uppsala können sich von der Falschparker-App Scout Park überwachen lassen.
Foto: Mulevich - shutterstock.com

"Mein Ziel war es, den einfachsten Nebenjob der Welt zu schaffen, den jeder jederzeit erledigen und sofort bezahlt bekommen kann", sagte der Co-Entwickler der App Scout Park, Erik Englund, dem schwedischen Autoportal Mest Motor. Seine Inspiration sei eine "digitale Version vom Pfanddosensammeln" gewesen.

Nutzen könne die App, wer älter als 16 Jahre sei und eine schwedische Sozialversicherungsnummer habe. Jeder Fall wird von einem Parkplatzwächter überprüft. Wird ein Strafzettel ausgestellt, erhält der Anzeigensteller 100 Kronen (8,60 Euro) - die aber steuerlich deklariert werden müssen, wie Englund betonte. Die Prämie werde von dem privaten Parkplatzanbieter bezahlt, der mit der Anzeige seinerseits Geld verdient. Auch der App-Entwickler profitiert finanziell.

1.000 erfolgreiche Hinweise

"Entweder man liebt oder hasst sie", sagte Englund über seine Erfindung, die bereits seit September 2023 in Uppsala im Einsatz ist. Der Erfolg sei groß: Bisher habe Scout Park 1.000 erfolgreiche Hinweise weitergegeben. Für kommunale Parkplätze gilt die App nicht, wie eine Pressesprecherin der Stadt Uppsala auf Anfrage sagte.

Die meisten Kommunen hätten Meldesysteme, mit denen Privatpersonen Fahrzeuge melden können, die Wege blockieren oder regelwidrig abgestellt sind, sagte Englund. Dass die App finanzielle Anreize biete, mache die Nutzung interessant für mehr Menschen.

Zur Bekanntheit trug ein Bericht des Senders SVT vom 1. April bei. Englund betonte auf der Plattform Linkedin, es handele sich nicht um einen Aprilscherz. Nun fragten auch private und kommunale Parkplatzanbieter aus anderen Gemeinden an. (dpa/rs)

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