Verkaufsstart des Betriebssystems Mac OS X 10.5 ("Leopard")

Apple zieht Top-Reseller vor

29.10.2007

Nicht nur in Deutschland hat sich Apple beim Verkaufsstart seines neuen Betriebssystems "Leopard" auf Top-Reseller konzentriert. So berichtete die amerikanische Website Macsimum News, dass Apple nur die größeren der Händler mit dem Betriebssystem "Leopard" beliefere. Ein Händler beklagte sich darüber, dass Apple seine Distributoren sogar angewiesen habe, das neue Betriebssystem erst ab heute an das Handelsnetz auszuliefern, frühestens ab Mittwoch könne so der von Macsimum News zitierte Händler seine Kunden beliefern. Beim letzten Betriebssystemupdate auf "Tiger" vor 30 Monaten hätte Apple noch alle seine Händler rechtzeitig beliefert, gegen die Versicherung, keine Pakete vor dem offiziellen Start zu verkaufen.

Auch in Deutschland war am Freitagabend bei jedem Premium-Händler der "Leopard" vorrätig. Wie eine Quelle aus Handelskreisen unserem Schwestermagazin "Macwelt" erklärte, konzentrierte sich Apple hierzulande auf große Verkaufsstellen, insbesondere Retailer wie Saturn und Gravis. Erst auf dringliche Nachfragen an Apple hin wurde dieser Händler mit Leopard-Paketen beliefert. Eine Liste, welche Verkaufsstellen hierzulande Mac OS X 10.5 zum Start vorrätig hatten, findet sich auf der Webseite von Apple.

Bei dieser Liste fällt zunächst auf, dass neben den allgegenwärtigen Gravis, Saturn Hansa und Media Markt fast nur Premium-Händler "Leopard" anbieten. Es fällt auch auf, dass diese Händlerbasis in Sachen "Leopard" ohne die genannten großen Retailer bei rund 30 liegt. Dass Apple in den letzten Jahren sein Resellernetz nicht gepflegt hat, ist bekannt. Doch bundesweit nur 30 Premium-Händler für "Leopard" erscheint als wenig.

Angemerkt sei, dass einige Händler die Apple-Auswahl umgehen konnten. So bot das Münchener Systemhaus Equinux, bei Apple als "Solution Expert Server und Storage" firmierend, offiziell den Leoparden an. Zwei Dutzend verkaufte Pakete und rund 60 Vorbestellungen am vergangenen Freitag zeigen, dass sich Apple bei der potentiellen Kundenschar entweder verschätzt hat oder aber bewusst allein die Premium-Verkäufer stärken wollte.

Wolfgang Leierseder