Gefahren von Ergebnisbelastungen

Bei Übernahmen – Bilanzen bergen Abschreibungsrisiken

03.11.2009 von Armin Weiler
Die Wirtschaftskrise hat das Abschreibungsrisiko in den Bilanzen der Unternehmen nach Übernahmen deutlich erhöht. So können hohe Goodwill-Positionen sowie immaterielle Vermögenswerte zu Ergebnisbelastungen führen. Wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KMPG http://www.kpmg.de aufzeigt, können Firmenübernahmen in der Vergangenheit besonders in wirtschaftlichen Abschwungphasen zu einem Risikofaktor der Betriebe werden. "Vor allem in Branchen, bei denen ein bedeutender Anteil des Kaufpreises üblicherweise auf immaterielle Vermögenswerte entfällt, ist mit erheblichen planmäßigen Abschreibungen zu rechnen", so die KPMG. Dieser liege mit 57 Prozent in der Konsumgüterindustrie am höchsten. Zu außerplanmäßigen Abschreibungen könne es darüber hinaus in einer ganzen Reihe von Branchen kommen.

Die Wirtschaftskrise hat das Abschreibungsrisiko in den Bilanzen der Unternehmen nach Übernahmen deutlich erhöht. So können hohe Goodwill-Positionen sowie immaterielle Vermögenswerte zu Ergebnisbelastungen führen. Wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KMPG aufzeigt, können Firmenübernahmen in der Vergangenheit besonders in wirtschaftlichen Abschwungphasen zu einem Risikofaktor der Betriebe werden. "Vor allem in Branchen, bei denen ein bedeutender Anteil des Kaufpreises üblicherweise auf immaterielle Vermögenswerte entfällt, ist mit erheblichen planmäßigen Abschreibungen zu rechnen", so die KPMG. Dieser liege mit 57 Prozent in der Konsumgüterindustrie am höchsten. Zu außerplanmäßigen Abschreibungen könne es darüber hinaus in einer ganzen Reihe von Branchen kommen.

In vielen Sektoren beträgt der relative Anteil des bilanzierten Geschäftswertes (Goodwill) nach Angaben der KPMG im Verhältnis zu den Kosten eines Unternehmenszusammenschlusses über 50 Prozent. So weisen etwa die Internet- und E-Commerce-Unternehmen einen Goodwill-Anteil von 70,4 Prozent auf. Dahinter folgen die Bau-, Software-, Transport- und Logistik- sowie die Telekombranche mit Werten zwischen 68,4 und 56 Prozent. "Dieser relativ hohe Anteil steigert in den betroffenen Unternehmen besonders in Zeiten des konjunkturellen Abschwungs oft das Risiko für außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäftswert."

Der KPMG zufolge seien bei Firmenübernahmen in den vergangenen Jahren häufig hohe Aufschläge gezahlt worden oder es habe ambitionierte Synergieerwartungen gegeben. Gleichzeitig liege die Vermutung nahe, dass eine Verteilung des Kaufpreises zugunsten des Geschäftswertes vorgenommen wurde, um die planmäßigen Abschreibungseffekte aus immateriellen Vermögenswerten gering zu halten. "Die hieraus resultierenden hohen Goodwills werden jetzt einem echten Härtetest unterzogen und können zu erheblichem Abschreibungsbedarf führen", warnt KPMG-Partner Christian Klingbeil. Bereits im Vorfeld einer Transaktion müsse die Analyse der einzelnen Komponenten des Geschäftswertes im Blickpunkt stehen. (pte/rw)