Business Intelligence auch für den Mittelstand interessant

27.01.2006
Den Begriff Business Intelligence (BI) umschreibt IDC mit 'Umwandlungvon operativen Datenin entscheidungsrelevantes Wissen'. In Deutschland wird die zugehörige Software verstärkt mit Mittelständlern nachgefragt.

Laut IDC wird der deutsche Business Intelligence-Markt (BI) mit jährlich fast fünf Prozent wachsen und 2009 ein Volumen von über 350 Millionen Dollar erreichen. In diesem Betrag sind allerdings nur die Lizenz- und Unterhaltskosten der BI-Software enthalten. Zählt man auch noch Services hinzu, kommen andere Marktforscher auf Beträge jenseits der Eine-Milliarde-Euro-Marke.

Den Begriff Business Intelligence definiert IDC als "Umwandlung von operativen Datenin entscheidungsrelevantes Wissen". Die jüngste Studie des Marktforschers zur BI-Akzeptanz in Deutschland kommt zu dem Schluss, dass diese Unternehmensentscheidungen beeinflussende Software zunehmend auch von mittelständischen Firmen nachgefragt wird.

Laut IDC würden bereits heute 62 Prozent der befragten Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern derartige Software einsetzen, bei Firmen mit einer Beschäftigtenzahl zwischen 500 und 1.000 liegt der Anteil der BI-Einsetzenden gar erst bei 52 Prozent. Allerdings führen zehn Prozent dieser oberen Mittelständler derzeit eine derartige Lösung ein.

In konkreten BI-Projekten gibt es keinen Markt führenden Anbieter. So setzt nicht mal ein Viertel der Anwender eine BI-Lösung der bekannten Applikationsanbieter wie Cognos, SAS Institute, Business Objects oder Hyperion ein. BI-Plattform-Anbieter wie SAP oder Oracle kommen bei 14 Prozent der Projekte zum Zuge. Den Rest des Kuchens teilen sich Systemhäuser, Anbieterkonsortien, BI-Werkzeug-Hersteller, Datenbankspezialisten und Dienstleister (siehe Grafik).

Nur zwölf Prozent der von IDC befragten Unternehmen wollen ihr BI-Engagement herunter fahren, ein Viertel von ihnen hält die Investitionen konstant, der Rest will mehr Geld für Business Intelligence ausgeben.

Insgesamt hat IDC 426 deutsche Unternehmen zu ihrer BI-Strategie befragt. Die Hälfte von ihnen hat sich mit diesem Thema noch nicht auseinander gesetzt. Von den übrig gebliebenen 210 Firmen beschäftige die Hälfte weniger als 1.000 Mitarbeiter. Genauso hoch war der Anteil an Fertigern, öffentlicher Dienst war mit 13 und Handel mit zehn Prozent vertreten. (rw)