Magento Enterprise Edition 1.14

Effizientere Suche, bessere ePayment-Integration

07.08.2014 von Tim Hahn
Mit den neuen Releases der Community und der Enterprise Edition von Magento lassen sich E-Commerce-Plattformen effizienter betreiben und einfacher aufsetzen.

Kundenfreundlichkeit und Leistungssteigerung sind die beiden Hauptthemen des aktuellen Release von Magento. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, denn gerade bei größeren E-Commerce-Projekten stehen Performance, Stabilität und Kundenorientierung ganz klar im Fokus. Somit lassen sich E-Commerce-Plattformen mit den neuen Releases der Community und der Enterprise Edition von Magento noch effizienter betreiben und einfacher aufsetzen.

Konsumentenfreundliche Bezahloptionen

Mit den neuen Releases der Community und der Enterprise Edition von Magento lassen sich E-Commerce-Plattformen effizienter betreiben und einfacher aufsetzen.
Foto: Magento

Die wohl augenfälligste Änderung im neuen Release ist die stärkere Integration von Payment-Angeboten der ebay-Tochter PayPal: Zum einen ist da die "Bill-me-later"-Option, die Kunden eine Bezahlung ihrer Rechnung innerhalb von 90 Tagen erlaubt, und zum anderen wird mit der neuen Version der PayPal Express Checkout in Magento nutzbar. Damit fügen sich PayPal-Bezahlvorgänge ohne Bruch in den Bestell- und Checkout-Prozess ein, statt wie bei der PayPal-Basisversion der eigentlichen Bestellung nachgelagert zu sein. PayPal ist beliebt - das kann sich also nur positiv auf die Konversionsrate auswirken.

Sieht auch auf Mobilgeräten gut aus

Eine andere Neuerung des aktuellen Release ist die Out-of-the-Box-Verfügbarkeit von Responsive Design. Durch Code-Optimierungen lassen sich Shops in Responsive Design laut Magento nun mit dem Standard-Theme in der Hälfte der Zeit erstellen. Das wird dafür sorgen, dass zunehmend mehr Shops auf Magento-Basis auf mobilen Endgeräten besser aussehen und komfortabler zu bedienen sein werden.

Magento Community Edition -
Magento Community Edition
Magento ist ein professioneller Open-Source-Webshop mit breitem Funktionsumfang. Die besondere Stärke der Software liegt in der hohen Skalierbarkeit und den vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten. Das System ist sehr flexibel und gibt dem Nutzer die volle Kontrolle über Aussehen, Inhalt und Funktionalität seines Shops. Gleichzeitig stellt Magento aber hohe Hardware-Ansprüche und erfordert großen Einarbeitungsaufwand. Für die individuelle Programmierung sind fundierte Erfahrungen mit Frameworks und PHP unabdingbar. Wer schnell einen Online-Shop mit ein paar Standardfunktionen realisieren will, der sofort einsatzfähig ist, sollte von Magento absehen.
osCommerce
Der Open-Source-Shop osCommerce erlaubt eine weitgehend freie Gestaltung von Shop-Design und -Funktionen. Durch die Out-of-the-box-Installation von osCommerce können kleinere Shop-Betreiber mit Programmierkenntnissen ohne großen Aufwand ihren Shop selbst aufsetzen und verwalten. Für das in PHP geschriebene Programm stehen 7000 Add-ons bereit, die große Gestaltungs- und Anpassungsmöglichkeiten geben. Jeder Webserver, der PHP und MySQL unterstützt, kann für osCommerce genutzt werden.

Nicht suchen, finden

Shopbetreiber, die in ihrem Magento Enterprise-Shop Apache Solr als Suchtechnologie verwenden, profitieren zudem von der nativen Unterstützung der Solr Version 3.6.2. Dadurch werden manuelle Anpassungen bei der Indexierung überflüssig. Nutzer der Community Edition bleiben dabei allerdings außen vor. In der Enterprise Edition wird der Index nun automatisch aktualisiert, wenn Änderungen im Produktkatalog vorgenommen werden. Für Kunden hat diese Neuerung zudem den angenehmen Effekt, dass die Suche deutlich schneller ist und die Suchergebnisse eine höhere Relevanz haben.

Die Unterstützung von PHP5.4 verpasst der neuen Magento-Version einen zusätzlichen Schub bei der Leistungsfähigkeit. Außerdem wurde das Zend Framework, auf dem Magento basiert, auf Version 1.12.3 aktualisiert. Neben den bereits aufgezählten Änderungen bringt die neue Version auch zahlreiche kleine Verbesserungen, Bugfixes und Sicherheitsoptimierungen mit. Eine der wohl wichtigsten Verbesserungen darunter ist die Schließung einer Sicherheitslücke, die im Kontext von Produktvarianten und im Checkout-Prozess Angriffe per Cross-Site-Scripting ermöglichte. Besonders für internationale Shops dürften die nun einheitlichen Produktpreise interessant sein, wodurch das Pricing unabhängig von regionalen oder nationalen Steuersätzen dargestellt werden kann. (rw)

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