Was Microsoft Intune jetzt kann

Gesundheitscheck für PCs

17.11.2011 von Redakteur2 Freier
Die auffrisierte Version des Microsofts Fernwartungs-Dienstes Intune verspricht interessante Funktionen für Fachhändler, zeigt aber auch ihre Grenzen.

Die auffrisierte Version des Microsofts Fernwartungs-Dienstes Intune verspricht interessante Funktionen für Fachhändler, zeigt aber auch ihre Grenzen.

Von Alexander Roth

Die neue Version von Microsoft Intune
Foto: Microsoft

Es ist doch immer wieder schön, wenn Fachhändler kreative Ideen haben: Dem Karlsruher Microsoft-Partner Assapp fiel eine solche Idee ein. Im Verkaufsgespräch mit potentiellen Kunden bezeichnet das Systemhaus die Microsoft-Lösung Intune als „Gesundheitscheck für PCs“, wie dortiger Aufsichtsratsvorsitzender Michael Gerdes berichtet, und der VAR fährt damit nach eigenen Angaben sehr erfolgreich.

Das passt zum sonstigen Geschäft von Assapp, denn das Systemhaus ist in der Versicherungsbranche tätig – und die Kunden dort haben oft nicht viel Ahnung von den Möglichkeiten der IT. Aber den Begriff Gesundheitscheck verstehen sie, berichtet Gerdes – und sind dann meist nach Vorstellung desselbigen ernsthaft an dem Service interessiert.

Man darf Gerdes Glauben schenken. Ein System wie Windows Intune, das PC Wartung via Web ermöglicht, flankiert offensichtlich wunderbar das sonstige Geschäft des Microsoft-Partners, das sich rund um CRM-Software dreht. „Windows Intunte bindet die Kunden langfristig an uns“, so Gerdes.

Vor 10 Jahren stellte Microsoft Windows XP vor
Aero Blue Ultimate
Aero Twist
Aero Ultimate7
Black and Gold XP
Caesar XP
Carbon Black VS
Chrome XP
Demoniac visual style
Digital
Futura
Green spirit
Leopard10.5
Longhorn Space
Lyx Visualstyle
Mini Extended 4.0
Novus: Black
Royale Ultimate
Seven Aero 3 Ultimate
SevenVG Black RTM
ShikiWay
TangoXP
W. Strata Concept
Windows 7 Glass Ultimate
Windows 7RTM 4 XP SP3 Final
XP leopard
AES
Mit den Farben Beige und Orange kleidet der Visual Style AES Ihr Windows ein. Dabei unterstützt die "mssytlye"-Datei die Schriftarten Arial, Tahoma und Verdana.Download:
Alduin Visual Style
Amok
Aquanox VS
Areao4.2
Ein sehr elegantes Theme, auf Wunsch in Schwarz oder Braun. Bei beiden Varianten haben Sie außerdem die Auswahl zwischen verschiedenen Farbschemata. Geändert wird die gesamte Oberfläche von Windows.Hinweis: Die beiliegenden Schriftarten können Sie installieren, indem Sie sie in den Ordner Windows\Fonts kopieren. Im Paket enthalten sind auch passende Icons, die Sie allerdings noch von Hand zuweisen müssen.
Ashen II
Case
Clearlooks
Mit Clearlooks gestalten Sie Ihre Windows-Oberfläche in Schwarz-Weiß, ohne dabei die Übersichtlichkeit zu verlieren. Der Autor bietet seinen Visual Style außerdem in Blau und Orange an.Download:
Codename: Opus 3.0
Concave
Mit drei verschiedenen Variationen wartet das Theme Concave auf: dark, light und compound. Im Paket enthalten ist außerdem ein passender Skin für Nutzer der Styler Toolbar.Download:
Crystal.Systema Suite
ECNMY07
Mit dem Visual Style ECNMY07 geben Sie Ihrem Windows einen minimalistischen, aber eleganten Anstrich.Hinweis: Die beiliegenden Schriftarten können Sie installieren, indem Sie sie in den Ordner Windows\Fonts kopieren. Im Paket enthalten sind auch passende Icons, die Sie allerdings noch von Hand zuweisen müssen.Download:
FlyakiteOSX
Mit FlyakiteOSX verwandeln Sie das Aussehen Ihres Windows-Desktops einfach in den Look des Konkurrenten Mac OS X. Der Exe-Installer bringt einen eigenen Login- und Logout-Screen mit sich und verändert Icons, Hintergrund und Töne. Kleine Extra-Programme wie etwa ObjectDock, RKLauncher oder Y's Shadow machen den Wandel zu Mac OS X perfekt. Auf Wunsch erstellt die Software bei der Installation einen Windows-Wiederherstellungspunkt für Sie und lässt sich bequem wieder deinstallieren.Download:
Foton
Das Theme Foton wurde vom gleichnamigen WindowsBlinds-Theme von OmART portiert. Komplett in Weiß-Schwarz bietet es die Wahl zwischen verschiedenen Substyles und bringt eigene Schriftarten mit.Hinweis: Die beiliegenden Schriftarten können Sie installieren, indem Sie sie in den Ordner Windows\Fonts kopieren.Download:
Glitch
Hydrangea Visual Style
Inferno
Inspirat SE
Klarheit
Knorr Smooth Mod
KRIZR
Der Visual Style Krizr ist von Apples Aqua-Design beeinflusst. Er gestaltet die Windows-Oberfläche in einem schlichten Schwarz und ist damit sehr übersichtlich.Download:
Lakrits Visual Style
Longhorn Inspiriat
Der an Windows Longhorn und Mac OS X orientierte Skin Longhorn Inspirat kommt mit drei verschiedenen Variationen. Das Farbschema ist in schlichtem schwarz-weiß gehalten. Für die Y'z Toolbar wird ein passender Skin gleich mitgeliefert.Hinweis: Die beiliegenden Schriftarten können Sie installieren, indem Sie sie in den Ordner Windows\Fonts kopieren.Download:
Luna Element
Luna Element Black
Luna Inspirat
Milk
Muin VS
Murrina Fancy Clearlook
Linux kopiert immer die Optik von Windows? Das Team von WinGnome-XP zeigt, dass es auch anders herum geht. Ihr Visual Style Murrina Fancy Clearlook gleicht das Aussehen von Windows an die Oberfläche von Gnome an. Dabei können Sie aus sechs Farbschemata wählen. Passend zum Theme werden auch Wallpaper, Screensaver und Skins für Winamp und Miranda angeboten.Download:
Murrina XP Lurrina
Ebenfalls von WinGnome-XP kommt das Theme Murrina XP Lurrina. Der Autor vermischt dabei die Oberfläche von Gnome mit der von Windows XP. Ergebnis ist ein schickes Desktop-Theme, bei der Sie aus drei Farbvariationen wählen können: Blau, Olivgrün und Silber.Download:
NeoGeniX
Peppered
Pristine OS
Royale Vista VS
SlanXP Edition 3
Minimalistisch und schwarz kommt der Visual Style SlanXP daher. Bei der Installation können Sie zwischen den Schriftarten Segoe und Tahoma wählen. Passend zum neuen Windows-Design bietet der Autor auch einen Skin für den Mediaplayer Foobar an.Download:
Tener VS
Thallos
Der Visual Style Thallos verpasst ihrer Windows-Oberfläche einen Grau-Weißen Anstrich. Neben der Version im ".msstyles"-Format bietet der Autor auch eine Datei für WindowsBlinds-Benutzer an.Download:
Tiger 2 VS
Vista Inspirat Brico Pack
Wer Windows Vista nicht installieren möchte, jedoch das Aussehen mag, kann sich das Outfit von Vista als Theme auf den XP-Rechner holen. Das kostenlose BricoPack Vista Inspirat modifiziert die Oberfläche von Windows XP, so dass es wie Windows Vista aussieht. Der .Exe-Installer ändert unter anderem die Windows Icons, den Logon-Bildschirm und den Stil. Obwohl ein Uninstaller beigelegt ist, empfiehlt es sich, wie immer bei einem Eingriff ins Betriebsystem, vor der Installation eine Sicherung des Systems zu erstellenDownload:
XP LIVE 1.33
Einen Schuß Windows Vista gefällig? Mit dem Theme XP Live 1.2 übernimmt Windows XP die Optik des Nachfolgers an und gleicht es designtechnisch dem Stil der Windows Live Programme an.Download:

Warum diese Geschichte? Weil sie zeigt, wie Windows Intune vielleicht am besten zu verstehen ist: als Kundenbindungstool für Fachhändler, und als Einstiegstool in die Cloud.

Intune ist einfach zu bedienen.....

Einfach zu bedienen

Man kann Windows Intune vieles nachsagen, aber eines nicht: Kompliziertheit. Das lässt sich natürlich auch als Schwäche auslegen, und im Vergleich zu hochintegrativen IT-Management-Lösungen, etwa von Wettbewerbern wie CA, IBM oder sogar der hauseigenen Lösung von Microsoft, „System Center“, schneidet das Tool sicherlich nicht ganz vorne ab.

Aber es scheint wie zugeschnitten auf den Fachhandel zu sein, der mit wenig IT-affiner Klientel zu kämpfen hat. Und es verspricht Probleme zu lösen, etwa solche, die in veralteten Windows XP-Umgebungen anzutreffen sind.

Nun hat Microsoft eine neue Version von Intune auf dem Markt gebracht. Das Funktions-Update ist ab sofort verfügbar. Microsoft bietet diesen Dienst dabei nach wie vor auch Endkunden direkt an, aber wie Windows-Chef Oliver Gürtler betont, wendet sich der Hersteller mit dem Service vornehmlich an den Fachhandel.

ChannelPartner hat den Systemcheck gemacht: Was ist Intune, was enthält die neue Version, wo liegen die Grenzen, was lässt sich kritisieren?

Windows Server 2008 R2
Windows Server 2008 R2
Das neue Active Directory Administrative Center bietet eine übersichtliche Oberfläche für Routineaufgaben in Active Directory
Windows Server 2008 R2
Das Anlegen von neuen Objekten, wie Organisationseinheiten, geht ähnlich wie bei anderen Snap-Ins zur Verwaltung.
Windows Server 2008 R2
Die Formulare zum Anlegen von neuen Objekten im Active Directory Administrative Center sind leichter verständlich als in anderen Snap-Ins.
Windows Server 2008 R2
So aktivieren Sie die erweiterten Möglichkeiten des Snap-Ins Active Directory-Benutzer und -Computer.
Windows Server 2008 R2
Der Best Practises Analyzer zeigt den aktuellen Status von Active Directory und Fehler übersichtlich im Server-Manager an.
Windows Server 2008 R2
Per Doppelklick sehen Sie ausführlichere Informationen der Meldungen im Best Practises Analyzer.
Windows Server 2008 R2
Windows Server 2008 R2 bringt seinen eigenen Betriebsmodus mit, um neue Funktionen wie den Papierkorb nutzen zu können.
Windows Server 2008 R2
Über die PowerShell aund CMDlets lässt sich der Papierkorb aktivieren.
Windows Server 2008 R2
In der neuen PowerShell lassen sich sich den Status des Papierkorbs von Active Directory anzeigen.
Windows Server 2008 R2
Beim Anlegen neuer Objekte können Sie einen speziellen Löschschutz aktivieren.
Windows Server 2008 R2
Der spezielle Löschschutz von Objekten lässt sich auch nachträglich aktivieren.
Windows Server 2008 R2
Computer lassen sich auch ohne Verbindung zum Domänencontroller mit der Domäne verbinden, in dem Sie zuerst eine Aufnahmedatei erstellen.
Windows Server 2008 R2
Windows neue PowerShell ISE müssen Sie als Feature erst installieren.
Windows Server 2008 R2
Die Oberfläche der ISE ist drei geteilt. Im unteren Bereich geben Sie Befehle ein, in der Mitte sehen Sie das Ergebnis und oben können Sie Skripte laden.
Windows Server 2008 R2
In der ISE lassen sich auch Daten von Active Directory ausgeben, sortieren und formatieren

Windows Intune ermöglicht eine zentralisierte PC-Verwaltung per Webbrowser in kleinen Client-Umgebungen. Eingeschlossen sind die Enterprise-Lösungen der Plattformen Windows 7, Windows XP (ab SP2) und Vista, inklusive virtualisierter Umgebungen. Microsoft hostet den Dient im eigenen Rechenzentrum. Der Fachhändler steuert und wartet diesen Service für seinen Kunden per Webkonsole.
Neben gängigen Wartungsfunktionen wie Remote-Support, Hardware-Tracking und Bestandsanalyse bietet Windos Intune auch Compliance-Features, Schadcode-Schutz und Update-Verwaltung.

Interessant sind derartige Dienste beispielsweise für Windows XP-Umgebungen. "Der Service erlaubt dem Kunden den Bezug aktuellster Windows-Lizenzen, natürlich mit dem Ziel, alle Clients möglichst auf Windows 7 Enterprise und später auf Windows 8 zu heben. Vor-Ort-Roll-Outs, die dabei entsprechend nötig sind, wären dabei denkbares Zusatzgeschäft“, so Gürtler. Der Preis von Windows Intune liegt in Deutschland bei elf Euro pro zu wartenden Rechner inklusive aller Lizenzen - die Margen liegen bei 18 Prozent im ersten und bei sechs Prozent in den Folgejahren.

Intune erkennt auch Drittsoftware ...

Intune erkennt Drittsoftware


Was ist neu bei Intune? In der aktuellen Version hat Microsoft die Möglichkeiten zur Software-Verteilung verbessert. Jetzt lassen sich über die Konsole nicht mehr nur Microsoft- und Drittanbieter-Anwendungen auslesen, sondern auch alle entsprechende Installationen und Updates durchführen – eben auch für die Software von Drittanbietern. Zweitens sind im Falle von Malware-Befall und anschließender Säuberung nun auch aus der Ferne angeordnete Neustarts möglich. Darüber hinaus hat Microsoft eine Lizenzverwaltung für eigene Anwendungen und für die von Drittanbietern integriert. Und schließlich gibt es noch Neuerungen in Sachen Hardware-Bestandsanalysen und Bedienungsführung.


Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen? Windows Intune erlaubt allen Fachhändlern das Herumexperimentieren und im besseren Fall ein Einstieg in die Cloud. Hervorzuheben sind die Möglichkeit, dass sich individuelle Dienstleistungen rund um die Service zu stricken lassen sowie das Angebot, dass jeder Reseller den Dienst kostenlos für Eigenzwecke testen kann. Offiziell lässt sich der Dienst allerdings erst nach zirka zweiwöchiger Schulung betreiben, die Partner im Rahmen des Cloud Essentials und des Cloud Accelerate Programms absolvieren müssen. In Deutschland sind derzeit hierfür zirka 2.000 bis 3.000 Tausend Fachhändler registriert.

Auf Windows 7 migrieren
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Laut Statcounter laufen immer noch 30 Prozent aller PC in Deutschland unter Windows XP. Allerdings hat Windows 7 im Januar den "Veteranen" überholt.
Auf Windows 7 migrieren
Nach Angaben von Matrix42, einem Anbieter von Systemmanagement-Software, müssen zwischen 13 und 36 Prozent der Anwendungen, die auf Windows-XP-Rechnern laufen, an Windows 7 angepasst werden.
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Im Windows-7-Kompatiblitätscenter listet Microsoft alle Anwendungen auf, die mit Windows 7 zusammenarbeiten.
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Nur für kleinere Migrationsprojekte tauglich: Das kostenlose Tool Windows Upgrade Advisor ermittelt, ob ein Rechner die Mindestanforderungen von Windows 7 erfüllt, etwa über genügend RAM und Prozessorleistung verfügt.
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Wer unbedingt eine XP-Umgebung auf einem Windows-7-System benötigt, kann neben dem Microsoft-XP-Mode den kostenlosen VMware Player installieren. Diese Virtualisierungssoftware erfordert keine Hardware (Prozessor), die Virtualisierung unterstützt und führt einer virtuellen Umgebung ein Windows XP aus. Allerdings benötigt der Anwender im Gegensatz zum XP-Mode eine gültige XP-Lizenz.
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Die gewohnte "Grüne Wiese" von XP: VMware Player führt Windows XP in einer Virtual Machine aus. Peripheriegeräte wie USB-WLAN-Adapter, Drucker, externe Festplatten et cetera erkennt die Software ohne Probleme.
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Für die Migration in kleineren Windows-Umgebungen: Mit der kostenlosen Software Windows Easy Transfer lassen sich Benutzereinstellungen und die persönlichen Dateien eines Users auf einem externen Medium wie einer USB-Festplatten speichern und auf einen Windows-7-Rechner transferieren.
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Mit dem System Image Manager (SIM), einem Bestandteil des Windows Automated Installation Toolkit (AIK), kann der Systemverwalter eine Abbilddatei (Unattended.xml-File) für die halbautomatische Installation von Windows 7 auf XP-Rechnern erstellen.
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Für die einzelnen Installationsschritte und Konfigurationseinstellungen lasen sich mit dem System Image Manager Anpassungen vornehmen. Dies muss allerdings in relativ aufwändiger Handarbeit erfolgen.
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Um die Installation zu lokalisieren, ist es bei AIK notwendig, in die Antwortdatei die entsprechenden Länder-Codes einzugeben.
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Zum Abschluss überprüft das AIK, ob die Abbilddatei fehlerfrei ist.


Ein paar Haken gibt es: Der Dienst sieht vor, dass alle Kunden das Microsoft Schutzprogramme Forefront mitnutzen. Das Programm bietet inzwischen zwar gute Testwerte, doch bekanntlich ist die Auswahl der Schutzsoftware ein emotionales Thema, gerade unter den anvisierten Kunden im Umfeld von Kleinunternehmen. Abschalten lässt sich Forefront zwar schon, doch sinkt der Preis natürlich damit nicht. Ein weiterer Kritikpunkt: Der Systemcheck setzt voraus, dass alle zu überprüfenden Computer eingeschaltet sind. Auch fehlen Funktionen für das Lifecycle-Management oder eine nahtlose Integration von Microsoft System Center oder gar die Einbindung von Windows 7 Smartphones. (aro)