SimplyStore IT

HP umgarnt SMB-Storage-Reseller mit neuem Programm

04.11.2013 von Regina Böckle
Das Geschäft mit HP Storage soll sich auch für neue, kleine und mittelgroße Partner wieder lohnen: Das Simply StoreIT-Programm lockt mit Boni und umfangreichem Support - und verzichtet auf Einstiegshürden.
Tom Dreger, Storage Channel Manager Enterprise Group bei HP
Foto: HP

Es war ein großes Versprechen, das HPs Enterprise-Channelchef Ulrich Seibold vor rund 18 Monaten den Vertriebspartnern gab: Man werde alles tun, damit SMB-Partner im Storage-, Server-, Netzwerk und generell im Infrastrukturgeschäft wieder eine echte Chance haben, gegen große Specialized Partner zu bestehen. Mit der Änderung der Boni-Modelle für die Distribution, zeitgleich zu dieser Ankündigung, ergriff HP die erste große Maßnahme.
Der zweite Schritt folgte rund sechs Monate später und betraf das Portfolio im Storage-Bereich: Die Lücken im SMB-Storage-Portfolio wurden Launch neuer 3PAR-, StoreOnce und MSA-Linien geschlossen.
Jetzt startet der Hersteller mit "Simply StoreIT" eine weitere Initiative, die vor allem jene kleine und mittelständische Vertriebspartner im Storage-Geschäft unterstützen soll,
die bislang an keinem Partnerprogramm teilgenommen haben oder über keine Storage-Spezialisierung verfügen. Für diese Klientel gab es bislang kein spezielles Partnerprogramm.
Entwickelt wurde das Programm gemeinsam mit den Distributoren Also, Avnet Technology Solutions, Azlan/Tech Data und Ingram Micro, die bereits seit November dafür erste Trainings anbieten.

Im Mittelpunkt stehen speziell auf KMUs zugeschnittene Lösungen für Virtualisierung, Microsoft Exchange und Microsoft SQL, FileServices sowie Backup und Datensicherung. "Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben ihre IT zunehmend virtualisiert, weshalb auch die Storage-Projekte hier komplexer werden. Dabei werden gewachsene und veraltete Speichertechnologien zunehmend zum Bremsklotz", erklärt Tom Dreger, Storage Channel Manager Enterprise Group bei HP. "Mit Simply StoreIT wollen wir Partner dabei unterstützen, gewachsene Infrastrukturen weiter in Richtung Software Defined Storage zu entwickeln."

Simply StoreIT ist Teil des HP Partner-Programms Just RightIT. Es soll Fachhändlern die Planung und Einführung von Netzwerk-, Server- und Storage-Lösungen in kleinen und mittelgroßen Unternehmen (SMB) erleichtern.

Einstieg ohne Hürden

Wer am Simply StoreIT-Programm teilnehmen will, muss sich lediglich registrieren. Es gibt keine weiteren Zugangsvoraussetzungen. Partner, die sich für das Programm registrieren, werden im Finder des HP-Storage-Endkundenportals mit ihrem Logo gelistet.
Außerdem erhalten sie über eine spezielle Partnerzone Zugang zu personalisierbarem Marketingmaterial, das unter anderem auch Telefonleitfäden für die Akquise umfasst. Als erste Anlaufstalle für technische und vertriebliche Trainings, die auch beim Partner vor Ort angeboten werden, stehen den Partnern alle HP-Distributoren zur Verfügung. Außerdem hat der Hersteller für die Simply StoreIT-Partner eine spezielle Hotline mit eigenen Consultants eingerichtet. Lösungsleitfäden und Referenzarchitekturen für unterschiedliche SMB-Umgebungen sind ebenfalls Teil des Paketes.

Bessere Verdienstmöglichkeiten

Auf ausgewählte SMB-Produkte gewährt HP im Rahmen des Programms Zusatzboni von bis zu zehn Prozent. Beim Verkauf dieser Produkte brauchen Reseller nicht zu befürchten, gegen die Preise großer HP-Partner mit höherem Partnerstatus von vornherein nicht konkurrenzfähig zu sein. Denn für Produkte des Simply StoreIT-Programms vergibt HP keine Projektpreise.

Um schnellere und höhere Vergütungen zu erzielen, empfiehlt Dreger vor allem die folgenden Angebote des Simply StoreIT-Programms zu nutzen:

Storage-Spezialisierungen umbenannt

Unabhängig vom neuen Simply StoreIT-Programm hat HP die zwei bestehenden Storage-Spezialisierungen erneut umbenannt: Die Partnerstatus "Professional Storage" (früher SMB Storage) und "Advanced Storage" (ehemals Enterprise Storage) heißen seit November "Silber Storage" beziehungsweise "Gold Storage". Beide Programme wenden sich in der Regel an größere Systemhäuser mit Kunden aus dem gehobenen Mittelstand bis hin zu Enterprise-Kunden. (rb)