Aktuelles Studienergebnis

IT-Hersteller setzen auf Online-Direktvertrieb

16.05.2012
63 Prozent der Markenanbieter im IT-Bereich nutzen das Internet als Vertriebskanal. Damit zählt der IT-Channel zusammen mit der Bekleidungsindustrie (86 Prozent) zu den Vorreitern, wenn es um den Online-Direktvertrieb durch Hersteller geht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Unternehmensberatung Droege Group, von der das Branchenmagazin Absatzwirtschaft berichtet. In anderen Branchen liegt der Direktvertriebsanteil über das Internet dagegen noch deutlich niedriger. So bieten nur 18 Prozent der Hersteller von Reinigungs- und Körperpflegemittel sowie 5 Prozent der Möbelproduzenten ihre Waren über das Internet an. Einen deutlichen Kontrast zu den IT-Herstellern liefert auch die CE-Branche: Nur 25 Prozent der Hersteller von Unterhaltungselektronik sowie 20 Prozent der TK-Brands setzen bisher auf den Online-Direktvertrieb.
Droege-Chef Torsten Frankenberger betrachtet den Online-Direktvertrieb durch die Hersteller als alternativlos

63 Prozent der Markenanbieter im IT-Bereich nutzen das Internet als Vertriebskanal. Damit zählt der IT-Channel zusammen mit der Bekleidungsindustrie (86 Prozent) zu den Vorreitern, wenn es um den Online-Direktvertrieb durch Hersteller geht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Unternehmensberatung Droege Group, von der das Branchenmagazin Absatzwirtschaft berichtet. In anderen Branchen liegt der Direktvertriebsanteil über das Internet dagegen noch deutlich niedriger. So bieten nur 18 Prozent der Hersteller von Reinigungs- und Körperpflegemittel sowie 5 Prozent der Möbelproduzenten ihre Waren über das Internet an. Einen deutlichen Kontrast zu den IT-Herstellern liefert auch die CE-Branche: Nur 25 Prozent der Hersteller von Unterhaltungselektronik sowie 20 Prozent der TK-Brands setzen bisher auf den Online-Direktvertrieb.

Für die Droege Group – immerhin der Mehrheitseigner des Groß-Distributors Also Actebis – kommt den Mode- und IT-Anbietern durchaus Vorbildcharakter zu. So habe eine Konsumentenbefragung ergeben, dass Kunden von einem Markenanbieter heute durchwegs den Betrieb eines Onlineshops auf der eigenen Webseite erwarteten. Zudem suche ein Großteil der Konsumenten während der Informationsphase im Vorfeld einer Kaufentscheidung die Internetseite eines Herstellers auf. Das Fehlen eines Onlineshops führe dabei nicht nur zur Irritation der Kunden, sondern erzeuge auch ungenutzte Umsatz- und Ertragspotenziale.

Droege Group-Geschäftsführer Torsten Frankenberger geht davon aus, dass der Trend zum Online-Direktvertrieb durch den Hersteller bald auch die Branchen erfassen wird, in denen wegen möglicher Kanalkonflikte bisher noch Zurückhaltung herrscht: „Spätestens wenn in diesen Branchen die traditionelle Vertriebsstruktur ‚Verkauf über stationäre Händler’ durchbrochen wird, indem ehemals rein stationären Händler erste Onlineshops eröffnen und mit diesen erfolgreich sind, müssen die Hersteller ihre aktuellen Vertriebsformen kritisch hinterfragen.“ Deshalb gelte branchenübergreifend der Grundsatz, dass es sich beim Einstieg in den E-Commerce letztlich nicht um eine Frage des „ob“ handele, sondern vielmehr die Gestaltung der Online-Strategie im Mittelpunkt des Handels der Hersteller stehen müsse. (mh)