Samsung, Microsoft, Sony, HTC und Co.

MWC 2015 - Neue Smartphones, Tablets und Wearables

05.03.2015 von Christian Vilsbeck und Manfred Bremmer
In Barcelona trifft sich zu Beginn des Jahres mittlerweile traditionell die mobile ITK-Branche. Die Topthemen der Messe: Neue Smartphone-Flaggschiffe, IoT und Connected Cars und Wearables. Hier einige der spannenden neuen Produkte in einer Zusammenfassung.

Der Jahresstart hat es für mobile Enthusiasten immer in sich. Nachdem bereits auf der CES im Januar zahlreiche Tablets und Ultrabooks vorgestellt worden sind, folgt im Februar mittlerweile traditionell das Stelldichein der Mobilfunkbranche auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Die Messe ist stets für einige spannende Neuheiten gut, wir haben einige für Sie zusammengestellt.

Samsung enthüllt Galaxy S6 und Galaxy S6 edge

Samsung hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein neues Highend-Smartphone Galaxy S6 vorgestellt. Ein zweites Modell Galaxy S6 edge kommt mit gerundeten Display. Die Geräte mit Metallgehäuse sind ab April 2015 weltweit verfügbar.

Im Video: Samsung Galaxy S6 im ersten Test

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Wie bei jedem neuen Smartphone von Apple und Samsung gab es auch beim Galaxy S6 im Vorfeld wieder viele Gerüchte. Mit der offiziellen Vorstellung des neuen Galaxy S6 sowie dem Galaxy S6 edge sind die Spekulationen beendet. Nach zuletzt schwachen Absatzzahlen der Smartphone-Sparte von Samsung müssen die neuen Geräte nicht nur in der Funktion, sondern auch im Design überzeugen. Hier war bei Samsung die letzten Galaxy-Generation wenig Innovation zu sehen.

Im Video: Samsung Galaxy S6 Edge im ersten Test

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Plastik ade: Metall und Glas

Bei den Galaxy-S6-Modellen will Samsung neue Standards im Design, Verarbeitung und Performance setzen. So setzen die Koreaner auf neue Premium-Materialen beim Gehäuse. Bei den Vorgängermodellen stören sich viele an dem Kunststoffgehäuse, welches nicht die Wertigkeit von Metallvarianten vermittelt. Beim Galaxy S6 sowie dem Galaxy S6 edge kombiniert Samsung Gorilla Glas 4 an der Front sowie Rückseite in Kombination mit Metall. Die Besonderheit des edge-Modell ist ein an beiden Seitenkanten heruntergezogenes Display - so wie es Samsung schon beim Galaxy Note edge auf einer Seite anbietet. In diesem Bereich lassen sich verschiedene Nachrichten anzeigen. Mit einem Fingerstreich von der Kante zur Bildschirmmitte zeigt das Galaxy S6 edge mehr Details an; beispielsweise Infos zum verpassten Anruf. Samsung bietet das Smartphone in verschiedenen Farbtönen wie White Pearl, Black Sapphire, Gold Platinum, Blue Topaz und Green Emerald an.

Samsung Galaxy S6 edge: Das neue Smartphone präsentiert sich im edlen Design.
Foto: Samsung

State-of-the-art-Technik verbaut

Beide Galaxy-S6-Modelle setzen wie schon der Vorgänger auf einen 5,1-Zoll-Bildschirm mit Super-AMOLED-Technologie. Allerdings ist die Auflösung von Full HD auf 2560 x 1440 Bildpunkten angestiegen. Damit wird eine Pixeldichte von für das menschliche Auge kaum mehr auflösbaren 577 ppi geboten. Für genügend Rechenleistung und eine flüssige Darstellung der vielen Pixel sorgt eine Octa-Core-Prozessor, der sich aus zwei Quad-Core-Segmenten mit 1,5 und 2,1 GHz zusammensetzt. Verbessert hat Samsung auch die Kameras des Galaxy S6: An der Frontseite gibt es nun eine 5-Megapixel-Variante, rückseitig ist ein 16-Megapixel-Sensor verbaut. Über das Feature "Quick Launch" soll die Kamera von jeder Anwendung aus innerhalb von 0,7 Sekunden verfügbar sein. Schnell soll auch das Laden vonstatten gehen: Geht die Akkukapazität zu Neige, so erlaubt Samsungs Schnelllade-Funktion innerhalb von 10 Minuten wieder Strom für beispielsweise zwei Stunden HD-Videoaufzeichnung.

Auch sonst präsentieren sich die Galaxy-S6-Modelle erwartungsgemäß mit aktueller Technik ausgestattet: 3 GByte Low Power DDR4-RAM, WLAN 802.1ac, Bluetooth 4.1, LTE Cat6 (bis zu 300 Mbit/s), NFC sind nur einige Beispiele. Neben einem Fingerprint-Sensor beherrscht das Galaxy S6 auch drahtloses Laden nach den Standards WPC 1.1 und PMA 1.0.Das Samsung Galaxy S6 besitzt die Abmessungen 143,4 x 70,5 x 6,8 mm und ein Gewicht von 138 Gramm. Das edge-Modell weicht nur leicht davon ab: 142,1 x 70,1 x 7,0 mm und 132 Gramm. Die Akkukapazität beträgt beim S6 2550 mAh und beim S6 edge ist sie mit 2600 mAh geringfügig höher.

Samsung Galaxy S6 und Galaxy S6 edge -
Samsung Galaxy S6
Samsung Galaxy S6 edge
Samsung Galaxy S6 edge
Samsung Galaxy S6 edge
Samsung Galaxy S6 edge
Samsung Galaxy S6 edge
Samsung Galaxy S6
Samsung Galaxy S6
Samsung Galaxy S6
Samsung Galaxy S6

Mobiles Bezahlen mit Samsung Pay

Samsung will auch das mobile Bezahlen durch den eigenen Service "Samsung Pay" zum Erfolg verhelfen. Das Bezahlsystem soll in der zweiten Jahreshälfte 2015 zuerst in den USA starten. Samsung Pay ist durch die Lösung "Samsung KNOX", Tokenization (ähnlich Apple Pay) und dem Fingerprint-Scanner abgesichert. Das Bezahlsystem arbeitet via NFC und MST (Magnetic Secure Transmission). Für mehr Sicherheit generell soll beim Galaxy S6 und Galaxy S6 edge eine erweiterte Version von Samsung KNOX sorgen. Leicht wird es Samsungs KNOX-Lösung allerdings weiterhin nicht haben, da Google mit seiner eigenen Container-Lösung "Android for Work" an den Start geht. Während KNOX auf Samsung-Geräte beschränkt bleibt, wird es Android for Work nicht nur für einen Hersteller geben - was im Einsatz bei Unternehmen nicht unwichtig ist.

Preise und Verfügbarkeit

Das Galaxy S6 und Galaxy S6 egde sollen laut Samsung ab dem 10. April weltweit verfügbar sein. Die Geräte werden mit Android 5.0 Lollipop ausgeliefert. Beim internen Speicher gibt es die Wahl zwischen 32, 64 und 128 GByte; einen Steckplatz für die Erweiterung via microSD-Karte gibt es beim S6 nicht mehr. Angaben zu den Preisen hat der Hersteller bei der Vorstellung nicht gemacht. Allerdings soll sich Samsung gegenüber dem Blog Sammobile geäußert haben: Demnach startet das Galaxy S6 bei 699 Euro für die 32-GByte-Variante, das 64-GByte-Modell kostet 799 Euro und das Topmodell mit 128 GByte Kapazität ist für 899 Euro zu haben. Wer sich für das Galaxy S6 edge interessiert, darf 849, 949 oder 1049 in die Varianten mit 32, 64 oder 128 GByte Kapazität investieren.

Microsoft bringt Lumia 640 und Lumia 640 XL

Microsoft hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona neue Smartphones mit Windows Phone 8.1 vorgestellt, die sich später im Jahr auf Windows 10 aufrüsten lassen. Das Lumia 640 mit 5-Zoll-Bildschirm und die XL-Variante mit 5,7-Zoll-Display sind im April verfügbar. Die Preise starten bei 159 Euro.

Das neue Lumia 640 sowie das Lumia 640 XL gehen mit dem aktuellen Windows Phone 8.1 an den Start. Laut Microsoft werden sich aber alle Lumia-Geräte, auf denen Windows Phone 8.1 läuft, auf Windows 10 upgraden lassen. Die neuen 640er Lumias werden von Microsoft als günstige Einsteiger-Smartphones positioniert, die sich aber vor allem mit dem kommenden Windows 10 auch sehr gut für den Unternehmenseinsatz eignen sollen.

Beim Lumia 640 gibt es einen 5-Zoll-Bildschirm, die XL-Variante breitet seine Pixel über eine Diagonale von 5,7 Zoll aus. Beide Modelle bieten eine HD-Auflösung mit 720p. Den internen Speicher dimensioniert Microsoft bei den neuen Lumias auf 1 GByte, die Arbeit übernimmt ein Qualcomm Snapdragon Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz Taktfrequenz. Für Durchhaltevermögen soll beim Lumia 640 ein Akku mit 2500 mAh sorgen, dem Lumia 640 XL spendiert Microsoft einen 3000-mAh-Akku. Angaben zur Akkulaufzeit hat der Hersteller allerdings nicht gemacht. Unterschiede gibt es auch bei der Kameraausstattung: Beim Lumia 640 gibt es einen 8-Megapixel-Sensor und beim XL eine 13-Megapixel-Variante mit Zeiss-Optik. Beide Geräte haben einen LED-Blitz sowie eine Frontkamera.

Microsoft Lumia 640 -
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640
Microsoft Lumia 640

Microsoft stattet das Lumia 640 und Lumia 640 XL mit einem 12-Monats-Abonnement von Office 365 Personal aus. Damit gibt es die Office-Anwendungen Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote sowohl auf dem Lumia als auch auf einen PC oder Mac sowie einem Tablet. Außerdem gibt es 1 TByte Cloud-Speicher bei OneDrive und 60 Minuten für Skype Unlimited World pro Monat.

Laut Microsoft sind die beide neuen Lumias voraussichtlich ab April in Deutschland erhältlich. Das Lumia 640 gibt es in der Dual-SIM-Variante bür 159 Euro mit 3G. In der Single-SIM-LTE-Variante kostet das Lumia 640 dann 179 Euro. Microsoft bietet das Gerät in den Farben Cyan, Orange, Weiß (jeweils glänzend) sowie in Mattschwarz an. Das Lumia 640 XL kostet in der Dual-SIM-Variante 219 Euro.

Windows 10 auf dem Lumia demonstriert

Microsoft demonstriert bei der Präsentation der neuen Lumia-Modelle auch Windows 10 auf seinen Smartphones. So wird erstmals der Spartan-Browser auf dem Lumia öffentlich gezeigt. Dabei hebt Microsoft die lesefreundliche für Smartphones optimierte Darstellung bei Artikeln hervor. Außerdem führt Microsoft die neue Universal-App "Maps" für Windows 10 vor: Wird auf dem Desktop eine Route gesucht, so synchronisiert die App diese Suche auch auf die Maps-App auf dem Smartphone. Das gleiche gilt für Cortana: Lässt man sich beispielsweise auf dem Surface einen Termin notieren, so wird dieser automatisch auf das Lumia mit Windows 10 synchronisiert. Auch die Universal-Office-Apps wie Outlook und Excel demonstriert Microsoft auf dem Lumia mit Windows 10.

HTC präsentiert mit dem One M9 sein neues Highend-Smartphone

HTC hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit dem One M9 den Nachfolger seines Highend-Smartphones One M8 vorgestellt. Beim One M9 will HTC mit zeitlosen Design und praktischen Features überzeugen. Das Gerät ist ab 31. März für 749 Euro (UVP) erhältlich.

Im Video: HTC One M9 im ersten Test

Zum Video: MWC 2015 - Neue Smartphones, Tablets und Wearables

Nach durchwachsenen Zahlen im Jahr 2014 braucht HTC dringend einen Schub, damit das Wachstum angekurbelt wird. HTC ist im hart umkämpften Smartphone-Markt beileibe nicht alleine in "Schwierigkeiten", auch Samsung vermeldete einen Gewinneinbruch bei den Galaxys. HTC will mit den in Barcelona nun vorgestellten neuen One M9 mehr Marktanteile erobern.

HTC verbindet beim Design des M9 eigenen Angaben zufolge das Beste aus den Smartphones One M7 und M8. Das One M9 verfügt über ein gebürstetes Unibody-Gehäuse aus Metall, das von einem polierten Rand umfasst ist. Bei der Farbgebung wählt HTC die Varianten "Gold on Silver", "Gold on Gold" sowie "Gun-metal Gray". Durch sein Design soll das One M9 kleiner ausfallen als der Vorgänger.

Kurz zum erwähnten HTC One M8: Das Smartphone besitzt einen 5-Zoll-Full-HD-Bildschirm, Snapdragon 801 Quad-Core-CPU sowie die oft kritisierte 4-Megapixel-Kamera mit UltraPixel-Technologie. Beim neuen HTC One M9 bleibt HTC zumindest beim Display dem Vorgänger treu. Der Hersteller setzt wieder auf einen 5-Zoll-Bildschirm mit 1920 x 1080 Bildpunkten Auflösung. Mehr Rechenleistung erhält das One M9 mit einem Qualcomm Snapdragon 810 mit Octa-Core und 64-Bit-Technologie. Für schnellen Mobilfunk sorgt nun LTE Cat9 mit 450 Mbit/s Bandbreite. Android 5 Lollipop ist ebenso an Bord wie 32 GByte interner Speicher; erweiterbar via microSD-Karte.

HTC One M9
HTC One M9
HTC One M9
HTC One M9
HTC One M9
HTC One M9
HTC One M9
HTC One M9
HTC One M9
HTC One M9
HTC One M9

Dem Google-Betriebssystem stülpt HTC noch seine eigene Oberfläche "HTC Sense 7" über. Damit soll eine stärkere Individualisierung möglich sein, beispielsweise durch intelligente Themes. Je nach Standort kann Sense 7 auch die nützlichsten Apps anzeigen. So hat man zuhause einen schnelleren Zugriff auf die typisch verwendeten "Freizeit-Apps", im Büro oder unterwegs werden andere Apps und Widgets präsentiert.

Die neue rückseitige Kamera löst beim HTC One M9 nun 20 Megapixel auf. Videos lassen sich im 4K-Format aufzeichnen. Dafür arbeitet nun die Frontkamera mit der UltraPixel-Technologie. Diese könne 300 Prozent mehr Licht einfangen und ermögliche auch bei schlechten Lichtverhältnisse optimale Selbstportraits, wie HTC mitteilt. Für den guten Ton soll beim One M9 der HTC BoomSound sorgen. Die Frontlautsprecher simulieren einen 5.1-Kanal-Dolby-Sourround-Sound.

Zubehör hat HTC für das One M9 ebenfalls gleich parat: Es gibt sogenannte "Dot View Cover" der zweiten Generation mit transparenter Rückseite. Damit soll das Smartphone vor Kratzern geschützt sein, ohne die Optik des Geräts zu verbergen. Außerdem gibt es ein wasserbeständiges "Active Case" mit IP68-Zertifizierung.

Das HTC One M9 ist in Deutschland ab dem 31. März für 749 Euro (UVP) erhältlich. Die Farbvariante "Gold on Gold" folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Haier stellt SOS-Wearables vor

Haier zeigt auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine Serie von vernetzten Geräten. Neben Smartwatches für Senioren und Kinder mit SOS-Funktion und Geofencing gibt es auch für Tiere ein vernetztes Halsband.

Der chinesische Hersteller Haier, bekannt vor allem für Elektronikgeräte aus der CE-Branche und für den Haushalt, nutzt den Mobile World Congress für die Präsentation seiner Wearables. Haier stellt eine spezielle Smartwatch für Senioren und für Kinder vor sowie ein "smartes" Hundehalsband vor, deren Fokus auf der Überwachung der Träger liegt.

Die SOS-vernetzte Armbanduhr für Senioren ist durch eine SIM-Karte mit einer Telefon-Funktion ausgestattet. Über eine rote SOS-Taste kann die Uhr im Notfall ein Alarmsignal an bis zu drei Nummern im Notfall senden; diese Funktion besitzen beispielsweise auch Senioren-Handys von Doro. Desweiteren verfügt die Uhr über ein Mikrofon und Lautsprecher sowie einen GPS-Tracker. Mithilfe einer Android- oder iOS-App können beispielsweise Angehörige eine "sichere Zone" für den Uhrenträger definieren. Sobald der Träger der Seniorenuhr die Zone verlässt, erhalten die "Überwacher" einen Alarm. Durch den GPS-Tracker kann auch eine Rückverfolgung des Aufenthaltortes über mehrere Tage erfolgen. Außerdem können über die Uhr Hintergrundgeräusche mitgehört werden, um beispielsweise bei unbeantworteten Anrufen das Wohlbefinden der Person sicherzustellen.

Bildergalerie: Intel Xeon E5-2600 v3 - Benchmarks
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetzte Armbanduhr für Senioren
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetzte Armbanduhr für Kinder
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetzte Armbanduhr für Kinder
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetzte Armbanduhr für Kinder
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetzte Armbanduhr für Kinder
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetzte Armbanduhr für Kinder
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetzte Armbanduhr für Kinder
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetzte Armbanduhr für Kinder
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetzte Armbanduhr für Kinder
Haier SOS-Wearables
SOS-vernetztes Halsband für Tiere

Die Akkulaufzeit der Smartwatch für Senioren gibt Haier mit bis zu zwei Tagen an. Der OLED-Bildschirm der Uhr besitzt eine Diagonale von 2,43 cm. Laut Hersteller soll die Uhr auch bis zu 30 Meter wasserfest. Die voraussichtliche Verfügbarkeit der Seniorenuhr gibt Haier mit Mai 2015 an, Preise werden noch bekannt gegeben.

Für Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren hat Haier ebenfalls eine eigene Serie von SOS-vernetzen Uhren vorgestellt. Die Smartwatches entsprechen in der Funktion und den Seniorenmodellen, unterscheiden sich prinzipiell nur in den Farben und Armbändern. Eltern können sich ebenfalls Alarme senden lassen, wenn ihr Kind einen bestimmten definierten Standort (Geo-Fencing) verlässt. Die Fernüberwachung erlaubt durch die "Baby-Monitor-Funktion" das Mithören von Geräuschen. Wie bei der Seniorenvariante werden die Preise der ab Mai erhältlichen Smartwatch zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht.

Zuguterletzt gibt es von Haier noch das SOS-vernetzte Halsband für Tiere. Wie bei den Armbanduhren bietet auch das Halsband Mikrophon und Lautsprecher sowie die Möglichkeit, eine "sichere Zone" zu definieren. Entlaufene Haustiere können durch die Standortüberwachung einfacher wieder gefunden werden. Drückt ein Finder eines entlaufenen Tieres die SOS-Taste am Halsband, erhält der Besitzer eine Nachricht. Die Verfügbarkeit des smarten Halsbandes ist wieder mit Mai angegeben, den Preis gibt Haier noch bekannt.

Sony stellt flaches und leichtes Xperia Z4 Tablet vor

Sony präsentiert auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit dem Xperia Z4 Tablet ein sehr flaches und leichtes 10,1-Zoll-Tablet. Das wasserdichte Gerät soll eine sehr lange Akkulaufzeit bieten. Im Juni will Sony das Z4 Tablet weltweit ausliefern.

Laut Sony ist das Xperia Z4 Tablet mit einem Gewicht von 389 Gramm und einer Bauhöhe von 6,1 mm das leichteste und dünnste 10-Zoll-Tablet. Zum Vergleich: Ein Apple iPad Air 2 hat ebenfalls eine Bauhöhe von 6,1 mm. Mit einem Gewicht von 437 Gramm ist das bereits sehr leicht iOS-Tablet aber etwas schwerer. Zudem ist das Sony Xperia Z4 Tablet wasserdicht nach der Norm IP68.

Sony hat zwar am Formfaktor und den Abmessungen wenig gegenüber dem Vorgänger Xperia Z2 Tablet verändert, die Ausstattung ist allerdings aktualisiert worden. Statt 1920 x 1200 Pixel wie beim Z2 Tablet löst der 10,1-Zoll-Bildschirm des Z4 Tablets 2560 x 1600 Pixel auf. Das Display soll auch 40 Prozent mehr Leuchtkraft bieten. Für genügend Rechenleistung verwendet Sony den Octa-Core-Prozessor Qualcomm Snapdragon 810 mit 64-Bit-Technologie. Der Arbeitsspeicher fasst weiterhin 3 GByte. Der interne Speicherplatz beträgt mit 32 GByte nun doppelt soviel wie beim Vorgänger. Über einen microSD-Kartenslot lässt sich die Kapazität maximal um weitere 128 GByte ergänzen.

Sony spendiert dem Tablet auf der Rückseite wieder eine 8,1-Megapixel-Kamera, die einen 8-fach digitalen Zoom bietet. Die Frontkamera löst nun aber 5 statt nur 2,2 Megapixel auf. Die Kommunikation übernimmt beim Xperia Z4 Tablet WLAN (bis zu 862 MBit/s), Bluetooth 4.1 und optional LTE. Außerdem beherrscht das Tablet die Funktechnologie NFC.

Bildergalerie: Samsung Galaxy Tab 10.1
Sony Xperia Z4 Tablet
Sony Xperia Z4 Tablet
Sony Xperia Z4 Tablet
Sony Xperia Z4 Tablet
Sony Xperia Z4 Tablet
Sony Xperia Z4 Tablet
Sony Xperia Z4 Tablet
Sony Xperia Z4 Tablet
Sony Xperia Z4 Tablet
BKB50 Bluetooth Keyboard
Sony Xperia Z4 Tablet
BKB50 Bluetooth Keyboard
Sony Xperia Z4 Tablet
BKB50 Bluetooth Keyboard

Über den 6000 mAh fassenden Lithium-Polymer-Akku will Sony Laufzeiten von bis zu 17 Stunden bei der Videowiedergabe bieten. Durch Sonys Battery Stamina Mode sollen noch längere Laufzeiten möglich sein, weil dann unnötige Hintergrundprozesse deaktiviert werden. Um die Business-Tauglichkeit des Xperia Z4 Tablet zu erhöhen, gibt es optional das BKB50 Bluetooth Keyboard. Das Tablet lässt sich in die Tastatur "eindocken" und in einem Winkel von bis zu 130 Grad aufklappen. Ein Touchpad ist ebenfalls in die Tastatur integriert.

Sony stattet das Xperia Z4 Tablet mit Android 5.0 aus. Das Android-Gerät gibt es mit schwarzer oder weißer Gehäusefarbe. Die weltweite Verfügbarkeit gibt Sony mit Juni 2015 an. Die Variante ohne Mobilfunk soll es für 550 Euro geben, das LTE-Modell kostet dann voraussichtlich 650 Euro.

Alcatel Onetouch bringt günstige Smartwatch nach Deutschland

TCL Communication, Hersteller der Smartphones mit dem Markennamen Alcatel Onetouch, kündigt am Vortag auf Mobile World Congress in Barcelona die "Watch" für Deutschland an. Die Smartwatch arbeitet mit Android und iOS zusammen und soll 169 Euro kosten.

TCL hat die Alcatel Ontouch Watch bereits auf der CES in Las Vegas im Januar 2015 erstmals vorgestellt. Jetzt hat der Hersteller bekannt gegeben, die Smartwatch auch in Deutschland verfügbar zu machen - allerdings ohne konkreten Zeitplan. Die Watch mit rundem Gehäuse soll elegantes Design und Premium-Funktionen mit einem moderaten Preis verknüpfen. Laut Hersteller soll die Uhr in Deutschland 169 Euro kosten. Im Vergleich zu Smartwatches mit Android Wear, die typischerweise ab 250 Euro erhältlich sind, ist dies ein günstiger Preis.

Allerdings nutzt die Alcatel Onetouch Watch auch kein Android Wear, sondern ein selbst entwickeltes Betriebssystem. Dafür kann die Watch mit jedem Smartphone ab Android 4.3 oder iOS 7 zusammenarbeiten. Sobald die Watch via Bluetooth 4.0 mit dem Smartphone gekoppelt ist, lassen sich Informationen wie Anrufe auf der Uhr anzeigen. Außerdem lässt sich die Smartwatch als Medienfernbedienung und Kameraauslöser verwenden. Entfernt sich die Watch zu weit vom Smartphone, so beginnt die Uhr zu vibrieren.

Bildergalerie: Samsung Galaxy Tab 10.1
Alcatel Onetouch Watch
Alcatel Onetouch Watch
Alcatel Onetouch Watch
Alcatel Onetouch Watch
Alcatel Onetouch Watch
Alcatel Onetouch Watch
Alcatel Onetouch Watch
Alcatel Onetouch Watch

Desweitern fungiert die Alcatel Onetouch Watch als Fitness-Tracker. Neben einen Herzfrequenzmesser verfügt die Smartwatch über Sensoren für die Lage, Höhe und Beschleunigung sowie über einen elektronischer Kompass. Über verschiedene wählbare Modi lassen sich individuelle Fitnessziele mit der Watch überwachen. Beispielsweise können Schlafphasen, die zurückgelegte Entfernung, Schritte oder verbrannte Kalorien auf der Uhr angezeigt werden.

Die Alcatel Onetouch Watch besitzt einen 1,22 Zoll großen Bildschirm, der Durchmesser der Uhr beträgt 41,8 mm, die Bauhöhe ist mit 10,5 mm angegeben. Das Gerät ist staub- und wasserdicht nach der IP67-Zertifizierung. Der 210 mAh große Akku erlaubt eine Betriebsdauer von zwei bis fünf Tagen, wie der Hersteller angibt. Die Smartwatch soll innerhalb einer Stunde über den im Armband integrierten USB-Anschluss wieder aufgeladen sein. Die Watch gibt es in den Designs Sporty Dark Red/Volcano Black, Feminine All-White, Classic Chrome/Dark Gray und Elegant Metal-White.

Huawei Watch, TalkBand B2 und TalkBand N1

Auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Mobile World Congress verzichtete der chinesische TK-Riesen Huawei komplett auf die Vorstellung neuer Smartphones und Tablets. Stattdessen gab es - wie bereits erwartet - die erste Huawei Watch zu sehen, plus zwei Modelle der Talkband-Reihe.

Ein wirklicher Eyecatcher: Die Huawei Watch
Foto: Huawei

Die - erstaunlich schicke - Huawei Watch verfügt über ein 1,4 Zoll großes Amoled-Touch-Display mit 400 mal 400 Pixel Auflösung (286 PPI) sowie Saphirglas-Linsen. Krone, Rahmen und Gelenkband der in den Farben Gold, Silver und Schwarz erhältlichen Smartwatch bestehen aus Edelstahl.

Im Video: Erste Smartwatch von Huawei im Test

Zum Video: MWC 2015 - Neue Smartphones, Tablets und Wearables

Bei den Innereien halten sich die Chinesen an den Standard: Die Uhr ist mit einem Snapdragon-400-Chipsatz mit 1,2 Gigahertz-Quadcore-CPU ausgestattet, dem 512 MB Ram und vier GB interner Speicher zur Seite gestellt wurden. Dazu gibt es noch eine Reihe von Sensoren, darunter einen Herzfrequenzmesse, einen sechsachsigen Bewegungsmesser und ein Barometer (Stichwort Treppensteigen etc.). Aufgeladen wird das Device über eine magnetische Ladestation. Die Huawei Watch arbeitet mit Android Wear und ist kompatibel mit Smartphones ab Version 4.3. Zu Preisen und Verfügbarkeit machte der chinesische Hersteller noch keine Angaben, hier wird vermutlich auch die Ankündigung von Apple am 9. März eine Rolle spielen.

Das Huawei TalkBand B2 ist Fitness-Tracker und Bluetooth-Headset zugleich.
Foto: Huawei

Außerdem präsentiert Huawei mit dem TalkBand B2 einen Nachfolger seines ersten Fitness-Armbands und Headsets. Das Wearable kann gleichzeitig via Bluetooth oder NFC mit bis zu zwei Android- oder iOS-Devices vernetzt werden. Neben seiner Funktion als Fitness-Tracker zeigt das TalkBand B2 bei einem Anruf Namen und Nummer des Anrufers an. Anschließend kann der Nutzer das Device - wie der Namen bereits andeutet - als Bluetooth-Headset zum Telefonieren verwenden.

Das Huawei TalkBand N1 ist Wearable und Mode-Accessoire in einem.
Foto: Huawei

Mit dem TalkBand N1 zeigte Huawei außerdem ein etwas ungewöhnliches Wearable - es wird nicht wie üblich am Handgelenk, sondern um den Hals getragen. Dort soll das Device die Vorzüge eines Stereo-Bluetooth-Headsets mit denen eines Schlaf und Activity-Trackers kombinieren. Ähnlich wie das TalkBand B2 versteht es sich dabei mit Android (ab 4.0) und iOS (ab 7.0).

Das Talkband B2 ist ab April in zwei Varianten erhältlich. Der Preis liegt bei 169 beziehungsweise 199 Euro (UVP). Das TalkBand N1 wiederum ist ab Mai zum Preis ab 119 Euro zu haben.

Panasonic wird zum virtuellen Netzbetreiber und setzt auf M2M-Services

Ein Elektronikhersteller als virtueller Netzbetreiber? Ein Schritt, der vor dem IoT noch undenkbar schien. Panasonic ging ihn jetzt und kündigte auf dem MWC sein eigenes virtuelles Netz an.

Projektoren, Kameras und Fernseher sowie Unterhaltungselektronik etwa im Auto - für diese Produkte war Panasonic in der Vergangenheit bekannt. Entsprechend groß war die Überraschung, als der Konzern auf dem MWC ankündigte, dass er jetzt ein MVNO (Mobile Virtual Network Operator) werde. Der Konzern will hierzu seine Produktlinien mit mobiler Konnektivität ausstatten und ihnen somit den Zugriff auf neue Panasonic M2M-Cloud-Services ermöglichen. Diese können Remote-Monitoring, Datensammlung und Analysen beinhalten, was wiederum für mehr Effizienz und Zuverlässigkeit sorgen soll.

Remote Monitoring ist einer der Services, den Panasonic per MVN offerieren will.
Foto: Panasonic

Panasonic im Wandel

Letztlich ist die Entscheidung, sich als MVNO zu betätigen nur ein Schritt in dem Transformationsprozess den Panasonic durchläuft. Das Unternehmen will weg vom Image des reinen Elektronikherstellers und sich als smarter Service-Provider positionieren. So hat der Konzern beispielsweise in der Nähe von Tokyo eine Fernsehfabrik eingestampft und auf dem Gelände eine Art Smart City mit rund 1000 Häusern errichtet. Hier erprobt und zeigt der Konzern Themen wie Smart Home, Smart Grid, Smart Car Sharing etc. 2020, wenn die Olympischen Spiele in Japan stattfinden, will sich der Konzern dann mit 5 Smart-Business-Feldern positionieren:

Panasonic M2M-Strategie
Remote Monitoring
Remote Monitoring ist einer der Services, den Panasonic über sein MVN realisiert.
M2M-Logo
Unter einem eigenen Logo vermarktet Panasonic seine M2M-Services.
Nubo-Kamera von hinten
Ein Blick auf die Rückseite der Nubo-Kamera.
Nubo-Kamera
Videoüberwachung per 4G mit der neuen Nubo-Kamera.

In Bezug auf die M2M-Cloud-Services ist die Panasonic Nubo das erste Produkt, das das M2M-Netzwerk nutzen wird. Hierbei handelt es sich um eine 4G-Videokamera, die ebenfalls auf dem MWC vorgestellt wurde. Die tragbare Kamera bietet Nutzern ein neues Maß an Flexibilität, da sie zuverlässige Aufzeichnungen auch ohne Stromanschluss und Wifi-Verbindung ermöglicht. Nubo kommt zusammen mit einer App für Steuerung und Überwachung, Add-Ons wie externen Akku- und Sensor-Packs und einem sicheren Cloud-Speichersystem auf den Markt. Für die mobile Verbindung konnte Panasonic in 40 Ländern Vodafone als Partner gewinnen.

Erste M2M-Services

Darüber hinaus kündigte Panasonic zwei M2M-Services an, die das MVN ebenfalls nutzen. Remote-Projektor- und -Displaymonitoring ermöglicht die Fernüberwachung von Panasonic Visual Produkten. Wichtige Leistungsdaten wie der An-/Aus-Status, die Lampenlebensdauer und die Temperatur werden über die Cloud übertragen und ermöglichen so einen vorhersagbaren Wartungsbedarf. Zeitraubende Instandhaltungsarbeiten wie Lampenwechsel oder Filteraustausch können dank dieser Informationen vom Anwender selbst geplant oder vollständig an Panasonic outgesourct werden.

Auf lange Sicht könnte sich das MVNO-Konzept für Panasonic noch in anderer Hinsicht auszahlen. Der Konzern kann damit im Connected-Car-Umfeld eine End-to-end-Lösung vom Backend, über den Übertragungsweg bis zum Frontend (Headunit) anbieten. Ein Szenario, das etlichen Autobauern sicherlich sympathischer ist als der Gedanke, ihre Daten und Informationen mit Google, Apple und Co. teilen zu müssen.

Acer präsentiert IoT-Plattform mit eigener Cloud-Anbindung

Auf dem Mobile World Congress zeigt Acer mit aBeing eine Referenzplattform zur Entwicklung von IoT-Anwendungen. Teile des Systems laufen über Acers eigene Cloud BYOC

Eines der großen Themen des diesjährigen MWC ist das Internet of Things (IoT). Kaum ein Hersteller, der nicht entsprechende Lösungen im Gepäck hat oder zumindest ankündigt. Mit Blick auf das B2B-Geschäft präsentiert Acer in Barcelona mit aBeing eine Plattform zur Entwicklung von IoT-Lösungen. Sie stellt die entsprechenden APIs zur Verfügung und basiert auf Linux. Des Weiteren erleichtert sie die Anbindung an Acers Cloud BYOC (= Build your own cloud). Bislang ist BYOC eher als Plattform zum Speichern, Syncen und Sharen von Inhalten wie Fotos oder Musik zwischen PCs, Tablets oder Smartphones bekannt.

Acer Cloud für das Internet of Things

Ein Referenzkit als IoT-Lösung hat Acer im medizinischen Bereich vorgestellt.
Foto: Hill

Künftig sollen über die BYOC-Cloud aber auch IoT-Geräte ihre Informationen austauschen. Hierzu betreibt Acer laut Maverick Shih, President der BYOC- und Tablet-Business-Group, in Taiwan ein eigenes Cloud-Rechenzentrum. Global arbeite man zudem mit zahlreichen RZ-Betreibern zusammen, um so eine entsprechende Performance sicherzustellen. Primär will Acer dabei laut Shih keine eigenen IoT-Lösungen für das Consumer-Geschäft bauen, sondern hat den B2B-Markt im Visier, um anderen beim Bau entsprechender Lösungen zu helfen. So setzt etwa Mediatek bei seinem IoT-Chip Asta und der LinkIT-Plattform auf Acers Cloud-Lösung.

Andere IoT-Anwendungen, die so mit Partnern entstehen, sind etwa ein Wearable-Armband mit Fingerabdruck-Sensor, das so eine sichere Authentifizierung gewährleisten soll. Oder Tracking-Systeme, die in Echtzeit dem mobilen Endgerät mitteilen wo sich ein Fahrzeug befindet - egal, ob das Fahrzeug etwa in Taiwan ist und der Empfänger in den USA. Die Kommunikation erfolgt hier wiederum über die Acer-Cloud.

IoT-Lösung für die Medizin

Interessant ist auch, was Acer in Barcelona in Bezug auf intelligente Medizin präsentiert. Gemeinsam mit Partnern ist ein Referenz-Kit entstanden. Dieses umfasst verschiedene Komponenten wie etwa Fieberthermometer, Blutdruckmessgerät etc. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen werden die dabei gewonnenen Daten nicht direkt in die Cloud übertragen, sondern auf einem Storage-Device von Acer gespeichert. Dieses funktioniert wie ein Art NAS-Server, so dass je nach Implementierung des späteren Anbieters verschiedene Szenarien vorstellbar sind. Etwa die automatische Alarmierung des medizinischen Notdiensts, wenn medizinische Parameter kritische Werte überschreiten. Oder die regelmäßige Übermittlung der Daten an den betreuenden Arzt, so dass entsprechen persönliche Routinekontrollen unterbleiben können - auch ein Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen.

Obige Beispiele vermitteln auf dem MWC einen ersten Eindruck, wohin die Cloud- und IoT-Reise bei Acer geht.

IBM zeigt drei neue MobileFirst-Apps für iPad und iPhone

Nachdem auf der IBM Interconnect in Sachen neue MobileFirst-Apps noch Fehlanzeige war, hat Big Blue nun auf dem MWC drei neuen Business-Anwendungen für iPad und iPhone aus seiner Partnerschaft mit Apple vorgestellt. Mit den Apps sollen Kernprioritäten von Banken und Finanzdienstleister, Flughäfen und dem Retail adressiert werden.

Bei den nun in Barcelona vorgestellten Apps werden wie gehabt Big-Data- und Analytik-Funktionen von IBM mit der von Apple bekannten Usability verquickt, um einen Mehrwert in den Geschäftsprozessen zu schaffen. Oder, wie es IBM-Managerin Kathleen White bei der Vorstellung ausdrückte, einen "Enterprise Moment of Wow" zu erzielen.

So soll die App "Passenger Care" es Servicemitarbeitern einer Fluglinie ermöglichen, Passagieren bei Problemen mit dem iPad proaktiv am Gate Hilfestellung zu bieten, anstatt zu warten, bis sich diese bei ihnen am Schalter einfinden. Unterstützt wird dabei das komplette Repertoire wie am Service-Sesk, also etwa Upgrades oder Umbuchungen bis hin zum drahtlosen Bezahlen von Tickets.

IBM MobileFirst Teil 2 -
IBM Passenger Care
IBM Dynamic Buy
IBM Advisor Alerts iPad
IBM Advisor Alerts iPhone

Die Idee bei "Dynamic Buy" wiederum ist, Einzelhändlern beim Einkauf einen Echtzeit-Einblick über den Warenbestand zu geben und mit datenbasierten Empfehlungen bezüglich der zu erwartenden Nachfrage zu unterstützen. "Advisor Alerts" letztendlich soll Finanzberatern von Banken und Finanzdienstleistern dabei helfen, unterwegs kundenbezogene Aufgaben zu erledigen. Die App stellt dabei dank Verknüpfungen mit dem Backend eine Datenbasis für Entscheidungen bereit, gibt Empfehlungen für die nächsten Schritte und erleichtert es, Aufgaben an das Team im Office weiter zu delegieren.

Kriselt Partnerschaft mit Apple?

Nachdem IBM auf der Anwenderkonferenz IBM Interconnect Ende Februar wider Erwarten keine neuen Resultate aus der im Juli 2014 vereinbarten Kooperation vorweisen konnte, hatten Marktbeobachter bereits eine erste Krise in der Partnerschaft zwischen IBM und Apple vermutet. Mit den nun vorgestellten Business-Lösungen für iPad und iPhone dokumentiert Big Blue zwar, dass die gemeinsame Entwicklung weiter geht.

Die Vermutung, dass die Zusammenarbeit mit Apple nicht einfach ist, kann das Unternehmen allerdings nicht so leicht aus der Welt schaffen. Nachdem in der ersten Tranche im Dezember 2014 ganze elf Apps präsentiert wurden, sind es Stand 2.3 erst 14 Stück. IBM geht aber nach wie vor davon aus, wie geplant bis Jahresende, über hundert solcher Branchenanwendungen auf den Markt zu bringen.

Immerhin scheinen IBM und Apple mit ihren MobileFirst-Apps bei Unternehmen den richtigen Nerv getroffen zu haben. Big Blue zufolge haben bereits mehr als 50 wichtige Großkunden von IBM für Apps aus dem MobileFirst-Programm unterzeichnet, darunter die Fluggesellschaft Air Canada, American Eagle Outfitters, das mexikanische Kreditinstitut Banorte, Boots UK, Citi und der TK-Konzern Sprint. Die Apps sind dabei nur ein Teil eines Gesamtpakets, das erst in die bestehenden Backend-Systeme des Anwenderunternehmens integriert werden müssen. Außerdem können sie auf Kundenwunsch noch in bestimmten Rahmen an den vorhandenen Workflow angepasst werden.

Microsoft bringt klappbare Tastatur für Smartphones und Tablets

Microsoft hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit dem "Universal Foldable Keyboard" eine klappbare Tastatur vorgestellt. Das Keyboard ist für iOS, Android und Windows geeignet. Ab Juli gibt es die Foldable für 99 Euro.

Die Idee ist einfach: Eine Tastatur in der Mitte zusammenklappen, schon erhält man ein kompaktes Eingabemedium für unterwegs. Genau das hat Microsoft mit dem Universal Foldable Keyboard realisiert. Mit nur 11,5 mm Dicke im gefalteten Zustand passt die Tastatur laut Microsoft auch in eine Hand- oder Jackentasche. Damit soll die Foldable zum idealen Reisebegleiter für Smartphones und Tablets werden. Ausgeklappt besitzt die Tastatur die Abmessungen von 295 x 125 x 5 mm.

Der Anschluss erfolgt einfach über Bluetooth. Wie Microsoft angibt, ist auch ein paralleles Pairing mit zwei Geräten möglich. Ein Umschalten erfolgt dann auf Knopfdruck auf der Tastatur. Das Universal Foldable Keyboard benötigt neben Bluetooth nur ein Gerät mit mindestens iOS 7, Android 4.3 oder Windows 8.

Bildergalerie: Silvermont
Microsoft Universal Foldable Keyboard
Microsoft Universal Foldable Keyboard
Microsoft Universal Foldable Keyboard
Microsoft Universal Foldable Keyboard

Der im Keyboard integrierte wiederaufladbare Akku hält laut Microsoft durch die stromsparende Bluetooth-4.0-Technologie bis zu drei Monate durch. Ein wasserfestes Design schützt die Tastatur auch vor Beschädigung durch umkippende Getränke oder ähnlichem. Das Universal Foldable Keyboard ist laut Hersteller voraussichtlich ab Juli in Deutschland für 99,99 Euro (UVP) erhältlich.

Intel muss bei Smartphones und Tablets Gas geben

Intel präsentiert auf dem Mobile World Congress neue Lösungen für Smartphones und Tablets. Nach bisher mäßigem Markterfolg und finanziellen Verlusten sollen die neuen Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 und LTE-Lösungen die Wende bringen.

Intels CEO Brian Krzanich kündigte die Neuigkeiten des Unternehmens höchstpersönlich in Barcelona an. Auch das zeigt, wie wichtig für Intel Wachstum im mobilen Markt ist. Kein Wunder, die letzten gemeldeten Quartalszahlen zeigten abermals die Probleme von Intel, im Geschäft der Smartphones und Tablets Fuß zu fassen. Und im gesamten letzten Jahr gab es für die "Mobile and Communications Group" von Intel einen operativen Verlust von 4,2 Milliarden US-Dollar.

Intel braucht einfach bessere Produkte, um gegen Qualcomm, Mediathek & Co. konkurrenzfähiger zu sein. Der Bedarf an mobilen Prozessoren (inklusive SoC) und Kommunikations-Chips wird durch die zunehmende Vernetzung der Geräte weiter rapide wachsen. Laut Intel soll die Anzahl der "Connected Devices" von derzeit 4,9 Milliarden auf 50 Milliarden im Jahr 2020 ansteigen. Während aktuell das Gros der vernetzten Geräte Smartphones, Notebooks und Tablets ausmachen, kommen stetig mehr Gerätegattungen (Internet der Dinge) hinzu; beispielsweise Wearables, Industrie 4.0, Überwachungskameras oder Connected Cars.

Zwar ist Intel bei den Wearables und dem Internet der Dinge mit seiner Edison-Plattform früh mit am Ball, die langjährige Atom-Plattform muss aber endlich im Massenmarkt der günstigen Smartphones und Tablets ins Rollen kommen. Obwohl Intels aktuelle Smartphone-Prozessoren der Atom-Z3000-Serie nach langer Aufholjagd schon durchaus konkurrenzfähig zu ARM sind, ist es schwierig, bei großen Anbietern wie Samsung, LG, Acer oder Sony Fuß zu fassen.

intel Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 für Smartphones und Tablets
Intel Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 für Smartphones und Tablets
Die Anzahl der vernetzten Geräte wird sich bis zum Jahr 2020 laut Intel verzehnfachen.
Intel Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 für Smartphones und Tablets
Um bei den Smartphones künftig eine gewichtigere Rolle zu spielen, gibt es nun den Atom x3 für Einsteiger-Geräte.
Intel Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 für Smartphones und Tablets
Intel konnte schon Partner gewinnen, die günstige Smartphones und Tablets mit dem Atom x3 bringen.
Intel Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 für Smartphones und Tablets
Auf einem Siliziumplättchen sind neben den CPU-Kernen auch ein 3G- oder LTE-Modem und andere Kommunikationsfunktionen untergebracht.
Intel Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 für Smartphones und Tablets
Hier zeigt Intel ein Referenz-Design eines Smartphones mit dem Atom x3
Intel Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 für Smartphones und Tablets
Der Atom x5 und x7 soll in höherpreisigen Smartphones und Tablets arbeiten.
Intel Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 für Smartphones und Tablets
Die CPUs brauchen allerdings noch einen zusätzlichen Mobilfunk-Chip - dieser ist nur beim Atom x3 integriert.

Neuer Atom x3 mit integriertem LTE

Die Tür öffnen soll die neue Serie "Atom x3", die bislang unter dem Codenamen SoFIA bekannt war. Der Atom x3 ist Intels erster Prozessor mit integriertem Mobilfunk und weiteren Kommunikationstechnologien. Neben einem 64-bittigen Dual- oder Quad-Core vereint der Atom x3 ein 3G- oder LTE-Modem, Bildprozessor, Grafik-Engine, Audio sowie weitere Konnektivitätsfunktionen auf einem einzigen Chip. Dadurch sollen Hersteller kostengünstig Smartphones und Tablets im schnell wachsenden Markt von Einsteigergeräten produzieren können. Wie Krzanich auf dem Mobile World Congress bekannt gab, haben sich 20 Hersteller wie Asus und Jolla zu Designs mit Atom x3 bekannt. In sechs bis acht Wochen sollen erste Geräte auf den Markt kommen.

Erste 14-nm-Atoms

Intel fertigt die Atom-x3-Serie nicht selbst; dies wird vermutlich von TSMC übernommen. Die ebenfalls von Krzanich angekündigten neuen Atom x5 und Atom x7 produziert Intel dagegen selbst - erstmals bei einem Atom im 14-nm-Prozess. Das neue Namensschema mit x3, x5 und x7 soll eine bessere Einordung der Leistungsfähigkeit der Prozessoren ermöglichen. Damit gibt es nun auch beim Atom einen Analogie zu den Notebook- und Desktop-Prozessoren der Serien Core i3, Core i5 und Core i7.

Mit dem Atom x5 sollen mittelpreisige Smartphones und Tablets bedient werden, der Atom x7 adressiert teurere Highend-Geräte. Die Atoms besitzen eine Intel-Grafik-Engine der achten Generation. Die CPUs mit Dual- oder Quad-Core verfügen im Gegensatz zum Atom x3 über keine integrierten Kommunikationstechnologien. Für den Mobilfunk braucht der Atom x5 und x7 somit ein zusätzliches Modem. Hier hat der Intel-CEO gleich eine neue Generation eines LTE-Modems im Gepäck. Der Intel-Chip XMM 7360 erlaubt Bandbreiten von bis zu 450 Mbit/s. Erste Smartphones und Tablets mit dem Atom x5 und Atom x7 sollen noch im ersten Halbjahr 2015 auf den Markt kommen.

Die neuen Atom-Prozessoren der Serien x3, x5 und x7 arbeiten mit Android ebenso zusammen wie mit dem kommenden Windows 10.

SanDisk stellt microSD-Karte mit 200 GByte vor

SanDisk hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit der Ultra microSDXC UHS-I Card eine Speicherkarte mit 200 GByte Kapazität präsentiert. Damit bietet der Hersteller die aktuell höchste Speicherkapazität im microSD-Kartenformat an.

Schon vor einem Jahr hatte SanDisk mit einer 128 GByte fassenden microSD-Karte die höchste Kapazität bei diesen Speicherkarten im Angebot. Die neue 200-GByte-Version mit der Bezeichnung SanDisk Ultra microSDXC UHS-I Card steigert das Speichervolumen um weitere 56 Prozent. Im größeren SD-Kartenformat hat der Hersteller mit der "Extreme PRO SDX UHS-I" im September 2014 sogar ein 512-GByte-Modell vorgestellt.

Laut Christopher Chute, Vice President, Worldwide Digital Imaging Practice bei IDC, werden bereits sieben von zehn Fotos mit Smartphones oder Tablets gemacht, 2019 steigt der Wert auf neun von zehn. Deshalb wird das Bedürfnis nach mehr Kapazität wie der 200-GByte-SanDisk-Karte bei den mobilen Geräten schon durch die Nutzung der Kamera weiter steigen, wie der Analyst betont.

Die SanDisk Ultra microSDXC UHS-I Card bietet 200 GByte Kapazität im microSD-Kartenformat.
Foto: SanDisk

Die neue microSD-Karte von SanDisk bietet eine Leserate von bis zu 90 MByte/s. Damit lassen sich dem Hersteller zufolge bis zu 1200 Bilder pro Minute transferieren. Die Schreibgeschwindigkeit ist allerdings geringer; genaue Angaben fehlen noch. Bei der Kapazität von 200 GByte können bis zu 20 Stunden an Full-HD-Videos auf der Karte abgespeichert werden. Die SanDisk Ultra microSDXC UHS-I Card lässt sich dem Anbieter zufolge in einem Temperaturspektrum zwischen minus 25 und plus 85 Grad Celsius nutzen. Sie sei wasserdicht, stoßfest und sicher vor Röntgenstrahlung und Magnetfeldern.

SanDisk will seine 200-GByte-microSD-Karte im zweiten Quartal für 399 US-Dollar (rund 360 Euro) anbieten.

(cvi/mje/hal)