Geschäftszahlen zum Jahresendquartal

AO ist in Deutschland profitabel

21.01.2021 von Matthias Hell
Es hatte sich bereits angekündigt, dass die Corona-Krise AO Rückenwind verleiht, um in Deutschland profitabel zu werden. Nun hat der britische Elektronikversender dieses Ziel erreicht – und stößt auch mit seinem Logistikservices auf zunehmende Resonanz.
Die grünen AO-Vans haben sich ihren Platz auf deutschen Straßen erobert
Foto: AO

Der britische Elektronikversender meldet sein bis dato umsatzstärkstes Jahresendgeschäft. Im den letzten drei Monaten des zurückliegenden Jahres verzeichnete das Unternehmen in Großbritannien ein Umsatzwachstum um 67,2 Prozent auf 457,3 Millionen Britische Pfund (ca. 517 Millionen Euro). In Deutschland konnte sich AO sogar noch deutlicher steigern und legte gegenüber dem Vorjahr um 77,4 Prozent auf 73,6 Millionen Euro zu. Wie der Online-Händler in einer Mitteilung erklärt, seien durch die Covid-konforme Anpassung vieler Prozesse zwar erheblich höhere Kosten standen, dennoch konnte AO in dem Quartal ein wichtiges Ziel erreichen: "Eine unserer größten Errungenschaften ist es, dass wir unser deutsches Geschäft im dritten Quartal profitabel gemacht haben", berichtet John Roberts, Gründer und Geschäftsführer von AO. Damit haben sich die Erwartungen, die durch den von der Corona-Pandemie verursachten Umsatzaufschwung geweckt wurden, bestätigt.

"Ich glaube, wir haben in zehn Monaten sei Beginn der Corona-Pandemie Veränderungen wie sonst in zehn Jahren erlebt", erklärt der AO-Chef. Sein Unternehmen habe frühzeitig in den Ausbau der Lager, Fahrzeuge, Lagerbestände und Mitarbeiter investiert. "Dies hat uns in die Lage gebracht, nicht nur die Kundennachfrage nach Elektronikgeräten zu befriedigen, die in der Krise an Relevanz gewannen, sondern uns auch für die längerfristigen Veränderungen vorzubereiten, da die strukturelle Verlagerung auf Online ein fester Bestandteil des Marktes in Großbritannien und Deutschland bleiben wird." Jetzt, da die Kunden festgestellt hätten, wie komfortabel sich Elektrogeräte online kaufen lassen, werde die Mehrheit bei diesem Kaufverhalten bleiben.

Neue Logistikkooperation mit Möbelversender

Nicht nur die deutschen Endkunden zeigen sich AO immer aufgeschlossener, auch die Absicht, die eigenen Logistikkapazitäten für Drittanbieter zu öffnen, trifft offenbar auf zunehmende Resonanz. Wie das Unternehmen meldet, arbeite man bei der Auslieferung von Online-Bestellungen nun auch mit dem Möbelversender DeinSchrank.de zusammen. Wie AO.de ist das Unternehmen ebenfalls im Rhein-Erft-Kreis ansässig. "Unsere Partnerschaft mit deinSchrank.de zeichnet sich nicht ausschließlich durch die Auslieferung aus", erklärt Sascha Hubert, Head of Logistics Services bei AO. "Wir stellen unserem Partner auch unsere Kommunikationsservices zur Verfügung." Dazu zählten telefonische Unterstützung durch das AO-Contact-Centre, E-Mail- und SMS-Benachrichtigungen oder Lieferverfolgung in Echtzeit. "Am Vorabend der Lieferung erfolgt die Zuteilung eines vierstündigen Zeitfensters, das im Laufe der Zustellung auf eine halbe Stunde eingegrenzt wird - und wenige Minuten vor Ankunft setzen die Fahrer einen Telefonanruf ab, um sich anzukündigen", erklärt Hubert.

DeinSchrank.de profitiere von AO's Expertise, sperrige Produkte mit Zwei-Personen-Teams zum Wunschtermin an den Wunschort des Kunden zu liefern. "Das gemeinsame Ziel einer herausragenden Kundenzufriedenheit verbindet unsere Unternehmen und stellt eine hervorragende Basis für unsere Kooperation dar", so Hubert. Nicht nur als Dienstleister für Drittanbieter, auch im eigenen Auftrag hat die Lieferflotte von AO alle Händer voll zu tun: Ende 2020 lieferte das Unternehmen in Deutschland seine zweimillionste Bestellung aus.