VDI-Komplettpakete

Infrastrukturengpässe bei Home-Office-Nutzung beseitigen

27.05.2020 von Peter Marwan
Die von Ingram Micro gemeinsam mit NetApp, von HPE, Nutanix sowie von Cisco und Pure Storage in Kooperation angebotenen, vorkonfigurierten Bundles eignen sich sowohl für Firmen, die bereits eine Virtual Desktop Infrastructure (VDI) nutzen und diese erweitern wollen, als auch für den Neuaufbau.

Die Arbeit aus dem Home Office aufgrund der Ausgangsbeschränkungen und um zur Eindämmung des Coronavirus beizutragen, stellte viele Firmen und deren Mitarbeiter, die nicht darauf vorbereitet waren, vor erhebliche Schwierigkeiten. Sowohl bei der Absicherung des Zugriffs als auch der Hardware im Homeoffice und den Ressourcen im Rechenzentrum oder Serverraum kam es vielfach zu Engpässen.

Dies betraf selbst Firmen, die schon eine Virtual Desktop Infrastructure (VDI) eingerichtet und damit besser vorbereitet waren, weil die in der Regel nicht für die Nutzung durch alle Büromitarbeiter gleichzeitig ausgelegt war. Hier setzen Nutanix,HPE sowie Ingram Micro und NetApp in Kooperation mit ab sofort verfügbaren, leicht installierbare Komplettpaketen für End User Computing (EUC) und Desktop-Virtualisierung (VDI) an.

VDI-Komplettpaket von Ingram Micro und NetApp

Das Angebot von Ingram Micro und NetApp basiert auf NetApp HCI (Hyperconverged Infrastructure). "Die vorkonfigurierten Bundles eignen sich sowohl für VDI-Neueinsteiger als auch für die Einbindung in bestehende Systeme und können direkt innerhalb weniger Tage bereitgestellt werden", teilt der Distributor mit. Die Pakete ermöglichten auch ohne VPN-Zugang und bei geringer Bandbreite "einfachen, sicheren Zugang vom Endgerät auf Unternehmensdaten und -applikationen" und trage auch hohen Sicherheitsanforderungen Rechnung. Denn vertrauliche Daten bleiben im firmeneigenen Rechenzentrum, lediglich der Bildschirminhalt wird übertragen.

"Egal, ob Neueinführung oder Erweiterung von Bestandslösungen, mit unseren Bundles bieten wir leicht einzurichtende, skalierbare und effiziente Lösungen und helfen schnell dabei, eine solide technische Basis für das Arbeiten von zuhause sicherzustellen", erklärt Mathias Erber, Senior Manager NetApp Business Unit bei Ingram Micro.
Foto: Ingram Micro

Die vorkonfigurierten Komplettpakete aus Server, Storage, Netzwerk, Virtualisierungs- und Userlizenzen setzen sich aus NetApp HCI, VMware Horizon und Windows 10 zusammen - optional erweiterbar um Microsoft Office 365 Lizenzen oder Compute- und Storage-Nodes. Dank NetApp Deployment Engine lässt sich das System leicht und in kurzer Zeit implementieren, die einfache Skalierbarkeit ermöglicht zudem eine maßgeschneiderte Anpassung an bestehende Anforderungen.

Die Komplettpakete zum Vorzugspreis sind ab sofort innerhalb weniger Tage lieferbar. Darüber hinaus stehen die Experten von Ingram Micro bei der Installation zur Seite und unterstützen bei Bedarf mit der individuell passenden Finanzierungslösung. Weitere Informationen erhalten Fachhandelspartner in einer VDI-Broschüre von Ingram Micro, auf der NetApp-Herstellerwebseite bei Ingram Micro oder beim NetApp-Team von Ingram Micro telefonisch unter 089/4208-2350 sowie per E-Mail an StorageSolutions@ingrammicro.com.

Neue VDI-Angebote von HPE

Auch Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat vor dem Hintergrund des aktuell hohen Bedarfs sein VDI-Angebot erweitert und bietet flexiblere Optionen für einen schnellen Auf- und Ausbau von Infrastrukturen für Heimarbeitsplätze bei Unternehmen.

Mit dem neuen HPE ProLiant m750 Server Blade lassen sich HPE zufolge in VDI-Umgebungen rund ein Drittel mehr Heimarbeitsplätze unterstützen, als mit der vorherigen Generation.
Foto: HPE

Zum Einen hat HPE neue, vorkonfigurierte VDI-Lösungen für kleine und mittelgroße Unternehmen entwickelt. Sie basieren auf Proliant- oder Synergy-Servern und decken einen Bedarf zwischen 80 und gut 2.000 Heimarbeitsplätzen ab. Sie sind für die Nutzung in Citrix- und VMware-Umgebungen ausgelegt.

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Für bisher als schwer realisierbar abgelehnte Heimarbeitsplätze, etwa im CAD-Bereich oder im Wertpapierhandel, die aufgrund der Coronakrise plötzlich doch vorstellbar wurden, bietet HPE zudem eine neue, besonders leistungsfähige VDI-Lösung. Dazu wird die Software-defined-Server-Lösung "HPE Moonshot" mit dem neuen HPE ProLiant m750 Server Blade ausgeliefert. Laut HPE lassen sich damit rund ein Drittel mehr Heimarbeitsplätze unterstützen, als mit der vorherigen Generation. Das ist zwar keine "Mondlandung", aber doch ein sehr großer Schritt vorwärts.

Aufgrund der mit HPE iLO Advanced möglichen Verwaltung aus der Ferne sieht der Hersteller nicht nur im elektronischen Handel, sondern auch bei Telemedizin und E-Learning gute Einsatzmöglichkeiten. Bewährt hätten sich dies Fernwartungsfunktionen für HPEs VDI-Lösungen in der Krise etwa schon bei einer Großbank in New York, die ihre Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten lässt, sowie einer Krankenhauskette in der Schweiz, die zusätzliches IT-Personal für die Fernwartung der Infrastruktur kritischer medizinischer Systeme verpflichtete.

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Flankierend bietet HPE über seine Abteilung Financial Services neue Finanzierungs- und Asset-Lifecycle-Optionen für seine VDI-Lösungen an. Dazu gehören Kurzzeitmieten und 90 Tage Zahlungsaufschub für VDI-Lösungen. Außerdem sind die VDI-Lösungen von HPE auch im As-a-Service-Modell über HPE Greenlake erhältlich - wo nutzungsbasierende Abrechnung ohnehin schon üblich ist.

VDI-Komplettpaket von Nutanix

Ein vergleichbares Angebot wie Ingram und NetApp hat auch Nutanix. Der Hersteller hat aus aktuellem Anlass die Channel-Initiative "Fast Track VDI" ins Leben gerufen. Sie läuft bis 31. Juli 2020 und belohnt Partner, die engagiert an ihr teilnehmen, mit Prämien von bis zu 10.000 Dollar. Im Rahmen von FastTrack VDI können Partner vorkonfigurierte Nutanix Enterprise Cloud Platform-Appliances bei der Distribution (, Tech Data und TIM) ordern und bei Bedarf zusätzliche Professional Services des Anbieters in Anspruch nehmen. Ziel ist es auch hier, kurzfristig eine große Anzahl neuer VDI-Arbeitsplätze bereitzustellen oder die Leistung bestehender deutlich zu steigern.

"Unsere linear skalierbare Enterprise Cloud Platform ist prädestiniert dazu, diese Aufgabe sowohl für Endkunden als auch unsere Partner massiv zu erleichtern und zu verkürzen. Aus diesem Grund haben wir die Channel-Initiative Fast Track VDI mit ihren attraktiven Angeboten und Prämien gestartet", sagt dazu Thomas Huber, Director Channel & OEM Sales bei Nutanix in Deutschland und Österreich.
Foto: Nutanix

Nutanix-Partner können Appliances bestellen, die für die Implementierung von virtuellen Arbeitsplätzen auf Basis von Citrix und VMware vorkonfiguriert sind. Dadurch lassen sich die Arbeitsplätze in kürzester Zeit bereitstellen. Falls Servicekapazitäten fehlen, können Partner im Rahmen der Initiative die Dienste der Professional-Services-Organisation von Nutanix in Anspruch nehmen.

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Unabhängig von den existierenden VDI-Plattformen der Kunden lassen sich die auf den vorkonfigurierten Nutanix-Appliances bereitgestellten Arbeitsplätze zusammen mit den bereits bestehenden über die jeweils genutzte Verwaltungskonsole - ob von Citrix Virtual Apps and Desktops oder VMware Horizon - managen. Partner aus Deutschland und Österreich, die sich für die Initiative interessieren, können sich an die E-Mail-Adresse ceur_channel@nutanix.com wenden.

Quick-Ship-VDI-Bundles von Pure Storage und Cisco

Damit Unternehmen - wie aktuell gefordert - schnell deutlich mehr Remote-Desktops unterstützen und die Desktop-Reaktionszeiten verbessern können, haben Ende Mai 2020 auch Pure Storage und Cisco gemeinsam neue VDI-Bundles zusammengestellt. Cisco ist bereits seit längerem FlashStack-Allianzpartner von Pure Storage. Mit dem neuen Angebot im VDI-Segment soll nun auch der Lieferprozess über die gemeinsamen Vertriebspartner effektiver und schneller werden.

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Die Bundles werden von Cisco für Vertriebspartner über Cisco Commerce Workspace (CCW) als VDI-Lösung bereitgestellt. Allerdings richten sie sich erst an Umgebungen ab 1.000 virtuellen Desktops aufwärts und lassen sich dann pro Blade respektive Chassis um 1.000, 500 oder 125 Desktops auf der Basis eines Cisco UCS B200 M5 Blade-Servers erweitern.

Die Blade-Server UCS B200 M5 dienen beim gemeinsamen Angebot von Cisco und Pure Storage als Compute-Basis, Storage-Kapazitäten stellen dann Flas-Arrays von Pure Storage bereit. Die Bundles richten sich an Foirmen mit 1.000 oder mehr VDI-Arbeitsplätzen.
Foto: Cisco Systems

Die Starter-Bundles werden mit (QS-1000 Seat UCS B200 M5 VDI-Starter Bundle-With Fis) oder ohne (QS-1000 Seat UCS B200 M5 VDI-Starter Bundle-No FI) Cisco UCS Fabric Interconnects (FIs) angeboten, du eignen sich damit für neue VDI-Umgebungen oder die Erweiterung bestehender. Die Pakete enthalten ein Cisco 5108-Chassis, 2304-IOMs, Netzteile, Kabel und acht Cisco B200 M5 Blades.

Die passenden Flash-Array-Bundles von Pure Storage (FlashArray//X10 R3 VDI-Storage Starter Bundle) sind auf die initiale Bereitstellung von 1.000, 2.500 respektive 5.000 Desktops abgestimmt. Mit dem Abo-Modell Evergreen lässt sich dann die Speicherkapazität ausbauen, ohne alle Komponenten neu kaufen zu müssen. Derartige "Capacity Upgrade Bundle" sind für 1.000 bis 2.500 und 2.500 bis 5.000 Arbeitsplätze erhältlich.