Vorstand erweitert

Klenk verlässt Bechtle

11.12.2008
Ralf Klenk, Gründer und bisheriger Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG, wird nach 25 Jahren an der Spitze des Systemhauses seinen Vertrag, wie langfristig geplant, nicht mehr verlängern. Er bleibt aber Bechtle verbunden und wird auch noch den neuen Vorstand einarbeiten. Danach will er sich privaten Projekten, insbesondere im sozialen Bereich, widmen.
Ralf Klenk, Gründer und bisheriger Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG wird das Unternehmen nach 25 Jahren verlassen

Ralf Klenk, Gründer und bisheriger Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG wird nach 25 Jahren an der Spitze des Systemhauses seinen Vertrag, wie langfristig geplant, nicht mehr verlängern. Er bleibt aber Bechtle verbunden und wird auch noch den neuen Vorstand einarbeiten. Danach will er sich privaten Projekten, insbesondere im sozialen Bereich, widmen.

Gleichzeitig bekommt Bechtle eine neue Konzernstruktur, die sich in einem erweiterten Vorstand widerspiegelt. Künftig wird es für das dienstleistungsorientierte Segment "IT-Systemhaus & Managed Services" und für das eher prozessorientierte Segment "IT-E-Commerce" jeweils eigene Vorstände geben, die für die unterschiedliche strategische Ausrichtung verantwortlich sind.

Ab dem 1. Januar 2009 wird Michael Guschlbauer das Segment "IT-Systemhaus & Managed Services" als Vorstandsmitglied leiten und Jürgen Schäfer kommt als Vorstand an die Spitze des Bereiches "IT-E-Commerce". Vorsitzender des dann dreiköpfigen Vorstands der Bechtle AG wird Finanzvorstand Dr. Thomas Olemotz.

Michael Guschlbauer (44) ist seit 1983 in der IT-Branche tätig und hatte bei T-Systems in 14 Jahren eine Karriere vom Vertriebsbeauftragten zum Geschäftsbereichsleiter durchlaufen. Bei Bechtle prägte er in seinem ersten Jahr den Aufbau des Bereichs "Managed Services", der für Bechtle zunehmend an Bedeutung gewinnen soll.

Jürgen Schäfer (50) gehöri Bechtle seit 20 Jahren an. Er ist im Konzern der Experte für den Bereich IT-E-Commerce. Vom ersten Katalog in Deutschland an hat er diesen Bereich zu einem europaweit tätigen Anbieter ausgebaut. Die beiden neuen Vorstände wurden auf drei Jahre bestellt. Gleichzeitig wurde der Vertrag Olemotz (46), vorzeitig um fünf Jahre verlängert.

Ab dem 1. Januar 2009 wird Michael Guschlbauer das Segment "IT-Systemhaus & Managed Services" als Vorstandsmitglied der Bechtle AG leiten
Foto: xyz xyz

Mit dieser Vorstandserweiterung und der neuen Ressortverteilung möchte Bechtle der wachsenden Bedeutung der Geschäftsbereiche "IT-Systemhaus & Managed Services" sowie "IT-E-Commerce" Rechnung tragen. Beide Segmente sind nach Ansicht der Unternehmensführung nicht nur von unterschiedlichen Denkweisen und Strukturen geprägt, sondern haben auch für ihre Expansion völlig verschiedene Entwicklungsstrategien und benötigen daher unterschiedliche Führungskräfte.

Bechtle-Mitgründer und -Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Schick bedauert den Entschluss von Klenk, von der Spitze abzutreten, auch wenn diese Entscheidung bereits seit 2004 feststeht: "Wir haben höchsten Respekt, wie Klenk über 25 Jahre Bechtle von einem Ein-Mann-Betrieb zu einem europäischen Unternehmen mit deutlich über einer Milliarde Euro Umsatz und rund 4.500 Mitarbeitern geführt hat, und respektieren seine Entscheidung für das Privatleben".

Zu den Gründen, seinen Vertrag nicht zu verlängern, sagte Ralf Klenk: "Ich bin direkt nach dem Studium in die Selbstständigkeit gewechselt und habe dann 25 Jahre lang an der Spitze von Bechtle gemeinsam mit meinem Team tagtäglich Höchstleistungen erbracht. Ein Unternehmen in der Dimension des heutigen Bechtle-Konzerns von Null aus aufzubauen, hat auch einem begeisterten Marathonläufer wie mir ständig vollen Einsatz und Konzentration abgefordert."

Seinem Grundsatz "Führen durch Vorbild" auch in Zukunft voll gerecht zu werden, hätte nach Klenks Worten bedeutet, Bechtle auch weiterhin zu seinem ausschließlichen Lebensinhalt zu machen. "Daneben wäre bei dem Anspruch, den ich an mich persönlich habe, kein Raum mehr für weitere Lebenspläne. Die möchte ich aber als Privatmann in den nächsten Jahren angehen, nicht zuletzt durch ein verstärktes Engagement im sozialen Bereich", so Klenk. (rw)