Forefront

Microsoft kündigt Security-Produkte ab

18.09.2012 von Ronald Wiltscheck
Bisher war Microsoft immer in unserem GfK-Ranking der im Handel beliebtesten Hersteller auch in der Kategorie "Security" gelistet, doch das könnte sich nun bald ändern. Wie der Hersteller in seinem technet-blog mitteilte, wird es keine neuen Releases der fünf folgenden Security-Produkte aus der "Forefront"-Reihe mehr geben:
2010 bestand die Forefront-Familie noch aus über zehn Mitgliedern, künftig wird es nur noch zwei geben.

Bisher war Microsoft immer in unserem GfK-Ranking der im Handel beliebtesten Hersteller auch in der Kategorie "Security" gelistet, doch das könnte sich nun bald ändern. Wie der Hersteller in seinem technet-blog mitteilte, wird es keine neuen Releases in den fünf folgenden Security-Produkte aus der "Forefront"-Reihe geben:

Kunden, die diese fünf Forefront-Produkte im Abonnement-Verfahren (Online Services Subscription) beziehen, werden noch maximal bis Ende 2015 unterstützt. Wenn der Abo-Vertrag vor dem 31. Dezember 2015 ausläuft, wird er nicht mehr verlängert. Kunden, die sich im Besitz einer Server-Lizenz der Forefront Threat Management Gateway 2012 (TMG) befinden, erhalten Maintenance-Support (Wartungsleistungen) nur noch bis zum 14. April 2015, der extended support (kostenpflichtig, ohne weitere Securtiy-Patches ) endet am 14. April 2020.

Die fünf oben gelistetete Forefront-Security-Produkte können noch bis zum 1. Dezember 2012 käuflich erworben werden, doch kaum ein Reseller wird dies wohl seinen Kunden guten Herzens empfehlen können.

Trotz der fünf Abkündigungen hält Microsoft an der Forefront-Modellreihe fest. So plant der Hersteller, den "Identity Manager" und das "Unified Access Gateway" (UAG) weiter zu entwickeln. Das SP2-Release des "Forefront UAG 2010" hatte der Hersteller erst im August 2012 frei gegeben, das R2-Update des "Forefront Identity Manager 2010" wurde im Juni 2012 veröffentlicht.

Die Abkündigung der fünf Forefront-Produkte dürfte bei arrivierten Security-Anbietern wie Kaspersky, Symantec, Trend Micro, McAfee, Check Point oder Sophos mit Wohlwollen aufgenommen worden sein, können doch diese Spezialisten nun mit ihren Produkten in die von Microsoft hinterlassene Lücke vorpreschen. (rw)