An Attachmate

Novell ist verkauft

22.11.2010
Die Gerüchte über den baldigen Verkauf von Novell schwirren schon seit über einem halben Jahr im Markt, nun steht aber der Käufer fest: Es ist der Infrastruktur-Software- und Security-Anbieter Attachmate, der Novell für 2,2 Milliarden Dollar übernehmen will.

Die Gerüchte über den baldigen Verkauf von Novell schwirren schon seit über einem halben Jahr im Markt, nun steht aber der Käufer fest: Es ist der Infrastruktur-Software- und Security-Anbieter Attachmate, der Novell für 2,2 Milliarden Dollar übernehmen will.

Derzeit gehört Attachmate einer Investment-Gruppe rund um Francisco Partners, Golden Gate Capital and Thoma Bravo, während Novells größter Teilhaber der Finanzinvestor Elliott Management Corporation ist. Dieser erhält adäquat Anteile von Attachmate. Durch den Novell-Kauf erweitert sich das Attachmate-Produkt-Portfolio um NetIQ, Novell und Suse.

"Diese Übernahme fügt unserem aktuellen Produkt-Portfolio signifikante neue Bestandteile. Novell und Suse sind für uns und unsere Kunden wertvolle Marken", sagte Attachmate-CEO Jeff Hawn. "Wir zollen Novell Hochachtung - für die dort beschäftigten Mitarbeiter, für die von ihnen entwickelte Technologien und für deren Kunden. Wir werden Novells und Suses Marktpräsenz nicht nur aufrechterhalten sondern sogar ausbauen."

"Wir glauben, dass die Fusion mit Attachmate unseren Kunden, Partnern und unseren Mitarbeitern viele Vorteile bringen wird", so Novell-CEO Ron Hovsepian. "Novell, Suse, Attachmate und NetIQ haben zueinander komplementäre Produkt-Portfolios und teilen sich viele Kunden."

"Das ist eine interessante Kombination", kommentiert David Golob vom Finanzinvestor Fracisco Partner diese Akquisitiion. "Novells breites Produkt-Portfolio und die dort entwickelte Technologie gibt Attachmate die Möglichkeit, ein weites Lösungsspektrum für die Marktsegmente IT-Security und Cloud Computing anzubieten".

Die Transaktion soll Ende des ersten Quartals 2011 abgeschlossen sein, sofern die Kartellbehörden nichts dagegen einzuwenden haben, wovon aber nicht auszugehen ist. (rw)