Filialanbindung und Homeoffice

AVM engagiert sich stärker im Projektgeschäft

15.11.2018 von Peter Marwan
Neu ist das Projektgeschäft bei AVM nicht. Seit zehn Jahren haben die Berliner dafür ein eigenes Team. Nun soll es jedoch - auch dank neuer Produkte - stärker in den Vordergrund rücken.

Die Fachhandelsbetreuung ist bei AVM traditionell gut - ja sogar ausgezeichnet. Im Frühjahr 2018 konnten die Berliner zum sechsten Mal den begehrten Channel Excellence Award im Bereich Netzwerke erringen. Das damit dokumentierte Engagement für den Channel erschöpft sich aber nicht in der Unterstützung beim Produktverkauf. Schon seit Jahren steht dem Fachhandel auch ein Team zur Unterstützung im Projektgeschäft zur Seite.

Hauptansprechpartner dafür ist Armin Meier, Key Account Manager Projekte bei AVM. Er kann eine ansehnliche Erfolgsbilanz vorweisen: Inzwischen habe man in der Datenbank 2.100 Projekte mit insgesamt 18.000 verkauften Produkten. Am häufigsten im Projektgeschäft angefragt wurden bislang die Fritzboxen 7490, 7590 und 7430.

Ein Preis für die Fritzbox 7583 steht noch nicht fest. "Sie wird jedoch ein reines Fachhandelsprodukt sein", erklärt Michael Sadranowski, Vice President Channel Sales bei AVM.
Foto: AVM

Für die AVM-Projekte gibt es vier thematische Schwerpunkte: Filialanbindung, Digital Signage, Maschinensteuerung und Homeoffice. Bei der Filialanbindung ist die Referenzkundenliste bereits am umfangreichsten. Zum Beispiel stehen darauf die zur niederländischen Bestseller Handels B.V. gehörenden Modehäuser Jack &Jones ,Only undVero Moda sowie der deutsche Herrenausstatter Olymp. Auch die Frisörsalonkette Klier, der vor allem in Hessen aktive Bäcker Müller und das sächsische Backhaus Hennig gehören zu den Referenzkunden. Daneben sind Fritzboxen beim Fernbuspionier DeinBus.de und der in Bayern tätigen Aschenbrenner Bus Touristik GmbH im Einsatz und ermöglichen die Standortvernetzung der Feuerwehr der schwäbischen Stadt Nürtingen.

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Ein weiterer Schwerpunkt ist die Standardisierung im Rahmen von Homeoffice-Konzepten. Dabei geben IT-Abteilungen auch großer Firmen vor, wie der Arbeitsplatz zuhause ausgestattet sein muss. Oft gehört dazu auch eine Fritzbox. Erfolgreiche Projekte hat AVM mit Partnern bereits in der Automobil- und der Pharmabranche durchgeführt, die Kunden sind hier jedoch zurückhaltender.

Die Fritzbox 7583 kommt voraussichtlich im ersten Quartal 2019 in den Handel und bietet als reines Fachhandelsprodukt gute Chancen bei der All-IP-Umstellung in kleinen Firmen.
Foto: AVM

AVM-Projektansprechpartner Meier hebt jedoch hervor, dass auch entsprechende Projekte in wesentlich kleineren Unternehmen für sein Unternehmen und die Partner interessant seien. Als Stichwort nennt er "Workspace as a Service" mit einer Fritzbox als zentraler Netzwerkkomponente. Das könne für Partner vielfach der Einstieg in Managed Services und damit nachhaltiges und zukunftsträchtiges Geschäft sein.

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Einstieg in Managed Services mit AVM

Neue Impulse für das B2B-Geschäft erwartet Michael Sadranowski, Vice President Channel Sales bei AVM, zudem, von der bereits vorgestellten und in Produktion befindlichen Fritzbox 7583. Sie kommt voraussichtlich im ersten Quartal 2019 auf den Markt. Besonderheit sind neben der für den deutschen Markt nicht relevanten Unterstützung von Bonding und G.fast die hierzulande dagegen hochinteressanten, für SIP-Trunk geeigneten ISDN-S0-Anschlüsse. Damit lassen sich dann auch All-IP-Umstellungen mit zwei NTBA realisieren, wodurch die neue Fritzbox zahlreiche Möglichkeiten in kleinen Firmen bietet.

Der Fritz Repeater 3000 kommt voraussichtlich noch Ende 2018 zur UVP von 129 Euro in den Handel. Mit bexternem Netzteil lässt er sich flexibel positionieren, mit drei Funkeinheiten und zwei Gigabit-Ethernet-Ports sorgt er netzwerkintern für hohe Bandbreiten.
Foto: AVM

In einer gesonderten Roadshow hatte sich AVM im Frühjahr 2018 mit Händlern zusammengesetzt, die bereits im Projektgeschäft sind oder einsteigen wollen. Eine vergleichbare Veranstaltung ist auch für Anfang 2019 angedacht. Neben der Fritzbox 7583 dürften da auch die auf der allgemeinen Händler-Roadshow jetzt nur angerissenen Möglichkeiten der Geräteverwaltung mittels MyFritz ein Thema sein. Darüber bietet AVM nicht nur Fritzbox-Besitzern, sondern auch dem Handel Möglichkeiten der Fernwartung. Erweitern lassen die sich durch Einbindung in eigene Managementsysteme, wie das schon einige AVM-Partner getan haben. Eine Management-Zentrale aus der Cloud, so wie das etwa Lancom, Netgear, Linksys oder Zyxel anbieten, will man dafür aber nicht einrichten.

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