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25.09.2006

50.000 neue Jobs durch Vista?

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Eigentlich wussten wir es ja schon immer, die Computerei ist der größte Segen für die Menschheit seit der Erfindung des kommerziellen Fernsehens! Waren vorher für die Publikation einfach strukturierter Aussagen gewisse Zeitungen zuständig, so werden jetzt Halbwissen und -wahrheiten in werbeclipartigen Häppchen unter multipler Redundanz in "modernen" Sendungen und im Internet verbreitet. Neben der basisorientierten Angleichung des IQ via Satellit und DSL ist dagegen unsere feinmotorische Fähigkeit durch Fernbedienung, Mausklick, SMS-Daumen und anderen Mikrofummeleien in eine neue Phase der Evolution eingetreten.

Über Millionen von Jahren haben wir Informationen mithilfe unserer einigermaßen ausgebildeten Sinnesorgane aufgenommen, verarbeitet und dabei unsere Gehirntätigkeit weiter entwickelt als eine andere Spezies auf diesem Planeten. Wenn uns der Zwang zum Denken bis zum Homo sapiens gebracht hat, wohin bringt uns der Zwang zum Nicht-Mehr-Denken?

Nicht nur "Informations at your fingertips", auch die Reizüberflutung außerhalb des rechteckigen Displays lässt uns von der informationsverarbeitenden Denkmaschine zum geistigen Fast-Food-Konsumenten mutieren. Sprüche wie "Wer nichts weiß, muss alles glauben!" rufen heutzutage nur noch ein Schulterzucken hervor.

Wen interessiert wirklich, dass es bei Vista neue tolle Hintergrundbilder gibt, dass Office-Dokumente, wie auch immer, noch kompatibler werden und alles ganz einfach? Das heißt es jedes Mal aufs Neue, seit es Windows gibt. Und seit es Windows gibt, ist die Zahl der Arbeitsplätze gesunken, die der Arbeitslosen und Sozialempfänger gestiegen. Nicht unbedingt in der IT, aber inzwischen auch dort und vor allem in den Branchen ringsherum. Aber es klingt schön und macht Mut, oder?

Mein Fazit: Microsoft propagiert 50.000 neue Jobs durch Vista in Europa - wer daran glaubt, hat das Gröbste schon hinter sich!

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ComputerPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.