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15.06.2016 - 

Definition und FAQs

Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung

Obwohl die Begriffe "Garantie" und "Gewährleistung" im Geschäftsalltag eine große Rolle spielen, werden sie oft nicht richtig angewendet – vor allem von Verbrauchern. Wir bringen Licht ins Dunkel.

Die Begriffe "Garantie" und "Gewährleistung" werden immer wieder verwechselt, falsch verstanden oder nicht richtig angewendet. Deshalb erklären wir im Folgenden die Rechtslage bei Reklamationen und fassen die Unterschiede zwischen Garantie und Gewährleistung zusammen. Abschließend beantworten wir in einem FAQ-Abschnitt andere wichtige Fragen aus diesem Themenkomplex.
(Quellen: www.anwalt-seiten.de; www.e-recht24.de; www.osnabrueck.ihk24.de; www.vzbv.de)

Grob gesagt: Gewährleistung ist Sache der Händler, Garantie ist Sache der Hersteller.
Grob gesagt: Gewährleistung ist Sache der Händler, Garantie ist Sache der Hersteller.
Foto: ferkelraggae, Fotolia.com

Gewährleistung

Die Gewährleistung (= Mängelhaftung, Mängelbürgschaft; engl. warranty) beschreibt die Rechtsfolgen und gesetzlichen Ansprüche, die dem Käufer im Rahmen eines Kaufvertrags zur Seite stehen, bei dem der Verkäufer eine mangelhafte Ware oder Sache geliefert hat.

Gewährleistung bedeutet dabei, dass der Verkäufer dafür einsteht, dass die verkaufte Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln ist. Daher haftet der Verkäufer für alle Mängel, die schon zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben – auch für solche Mängel, die erst später bemerkbar werden.

Die Gewährleistungsfrist beträgt nach § 438 BGB 24 Monate und kann bei Gebrauchtwaren per AGB oder Vereinbarung zwischen beiden Parteien auf 12 Monate verkürzt werden. Sie kann aber nicht vertraglich ausgeschlossen werden.

Zu Gunsten eines Verbrauchers wird in den ersten 6 Monaten nach Übergabe vermutet, dass die Ware schon zum Lieferzeitpunkt mangelhaft war, es sei denn, der Verkäufer kann nachweisen, dass der Mangel zum Zeitpunkt der Lieferung noch nicht bestand. Bemerkt der Kunde später als 6 Monate nach dem Kauf den Mangel, so ändert sich die Beweislast, d.h. nun muss er beweisen, dass der Gegenstand schon bei der Übergabe einen Mangel aufwies.

Die Folgen des Sachmangels ergeben sich für das Kaufrecht aus § 437 BGB. Bei Mangelhaftigkeit der Sache stehen dem Käufer die folgenden gesetzlichen Rechte zu:
– Anspruch auf Nacherfüllung (§ 439 BGB),
– Rücktrittsrecht (§ 440; § 323; § 326 Abs. 5 BGB und die dort genannten Vorschriften),
– Minderung (§ 441 BGB),
– Anspruch auf Schadensersatz (§ 437 Nr. 3 BGB und die dort genannten Vorschriften).

Die Nacherfüllung ist dabei das vorrangige Recht. Sie ist zum einen durch die Lieferung einer neuen Sache (Austausch, oder technisch: Nachlieferung) oder durch die Beseitigung des Mangels (z. B. Reparatur, technisch: Nachbesserung) möglich. Welche Art der Nacherfüllung zu erbringen ist, bestimmt grundsätzlich der Käufer und nicht der Verkäufer; eine vertragliche Verlagerung des Wahlrechts ist zwar prinzipiell, nicht aber beim Verbrauchsgüterkauf möglich.

Garantie

Die Garantie (engl. guarantee) ist eine zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistungspflicht gemachte freiwillige und frei gestaltbare Dienstleistung eines Händlers oder Herstellers gegenüber dem Kunden (Haltbarkeits- oder Funktionsversprechen).

Die Garantiezusage bezieht sich zumeist auf die Funktionsfähigkeit bestimmter Teile (oder des gesamten Geräts) über einen bestimmten Zeitraum. Bei einer Garantie spielt der Zustand der Ware zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden keine Rolle, da ja die Funktionsfähigkeit für den Zeitraum garantiert wird.

Eine Garantiezusage darf die gesetzliche Gewährleistung (24 Monate) in keinem Fall verringern oder ersetzen, sondern findet immer nur neben der bzw. zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung Anwendung.

Viele Verbraucher werfen Garantie und Gewährleistung in einen "Topf". Doch das ist falsch. Grob kann man festhalten, dass Gewährleistung Sache der Händler ist, Garantie Sache der Hersteller. Während Händler zu einer Gewährleistung gesetzlich verpflichtet sind, steht es den Herstellern frei, für ihre Produkte zu garantieren.

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere FAQs zu diesem Themenkomplex.

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Inhalt dieses Artikels

 

Frank Lehmann

Bezüglich der Gewährleistung steht da: "Wird das Gerät gegen ein neues getauscht, beginnt die zweijährige Frist von vorne." Ist m. E. nicht richtig. Hab mal gesehen, wie ein Anwalt vor Gericht für diese These fast ausgelacht worden wäre vom Richter. Ich wüsste auch nicht, woraus sich das im Gesetz ergeben sollte.

garfield79

Hallo,

hätte eine Frage. Ich habe vor knapp 2 Jahren eine hochwertige Panel-Dusche gekauft. Diese war zum ersten mal innerhalb eines Jahres defekt und ich bekam n einen neuen Duschaufsatz vom Verkäufer versendet. Nun fast 1 Jahr später liegt mir mit dem neuen Duschkopf derselbe Defekt vor.

Dieses mal will der Verkäufer aber nichts machen mit der Begründung, ich als Käufer muss die Beweislast bringen, dass der Gegenstand schon bei der Übergabe einen Mangel aufwies.

Ist dem so? Schließlich ist es wiederholt derselbe Mangel wie zuvor?

Danke

s.Daniel

Für Garantie mag das stimmen. Für Gewährleistung nicht. Siehe: http://www.juraforum.de/forum/...

dennis123

Hallo,

ich habe eine Frage:

Ich habe einen Laptop bei einem Onlinehändler erworben. Nach fast 2 Monaten musste dieser in die Reparatur (5 Werktage) und kam mit dem selben Fehler wieder zurück zu mir (Anmeldung der neuen Reparatur am Tag der Zustellung). All dies lief über den Hersteller. Nach 5 Wochen erfolgloser Reparaturzeit wurde mir dann eine 100%-Gutschrift seitens des Herstellers angeboten. Alles geschah in den ersten 6 Monaten. Die Gutschrift wiederum erfolgt über den Händler, der mir nicht den vollen Kaufpreis zurückerstatten möchte, sondern nur den Restnutzungswert. Ich habe allerdings eine schriftliche Bestätigung, dass der Händler vom Hersteller die vollen 100% bekommt.
Ist das rechtlich in Ordnung?

Vielen Dank im Voraus
Dennis

Jakob

Habe da ein Problem.
Ich habe bei Ebay ( Fasra24) einen PC ersteigert .Jetzt ist da drin etwas durchgebrannt nach 1 Jahr. Der Verkäufer bezieht sich auf die 6 Monate Gewähleistung und möchte sich nicht weiter darum kümmer obwohl er bei seinem sachen die er verkauft 3 Jahre Garantie anpreist. Kann ich mir rechtliche Hilfe nehmen und ihn zu dieser Garantie per Gesetz zur Erfüllung zwingen oder was soll ich tun ????.

Lukas Ried

Ich habe folgendes Problem:
Ich habe mir am 30.10.2014 ein iPhone 5s gekauft welches ich nach 3 wochen für 2 wochen in reperatur gab da es beim Laden heiß wurde. Ich habe ein neues Gerät bekommen. Jetzt allerdings habe ich das selbe Problem erneut. Als ich am 2.11.2015 beim Händler war wurde mir gesagt, dass iPhones nur eine Garantie von einem Jahr besäße. Meine frage ist: Fällt das nicht unter Gewährleistung? Und falls durch die AGB tatsächlich festgeregelt wurde, dass die Gewährleistung bei iPhones nur 12 Monate beträgt, hätte ich doch noch ein paar Tage zeit es reperieren zu lassen da es ja 2 Wochen (vielleicht sogar 3 wochen) in Reperatur war richtig?
Bitte um schnelle Antwort.
Danke im vorraus.
Mit freundlichen Grüßen
Lukas

Realo

Sonst haben hier einige keine Probleme? Menschen flüchten und einige befassen sich mit so etwas. Schlimm, armes Deutschland, keine Wunder, dass Pegida u. AFD Idioten weiter ihren Dreck absondern können.

Realo

Ihre lächerlichen Probleme möchte ich haben. Denken Sie doch mal an die vielen Menschen, die zu uns kommen und alles aufgeben mussten, um hier dann ebenfalls abgelehnt zu werden. Ich könnte kotzen.

Realo

Schlimm, womit einige Menschen sich beschäftigen, während Flüchtlinge, Menschen wie Dreck in Lager abgeschoben werden, jammern einige auch wegen jeden Dreck rum. Und da wundert man sich, warum AFD, PEGIDA und Konsorten auch noch Auftrieb für ihre braune Hetze bekommen.

Sandy

Ja das ist richtig, ein Austausch des Gerätes verlängert nicht die Herstellergarantie. Aber man könnte das Gerät zur Wandlung anmelden. Allerdings kann so eine Wandlung zwischen 6 und 8 Wochen dauern. Um ein Gerät zur Wandlung ein- schicken zu können muss das Gerät mindestens 2-3 mal ( ist von Hersteller zu Hersteller verschieden) eingeschickt gewesen sein, d.h. das Gerät muss entweder so oft repariert oder ausgetauscht worden sein. Aber dies scheint bei Ihnen ja der Fall zu sein.

Woidl

Ich habe folgendes "Problem"
Ich habe einen Peugeot geleast und will das Fahrzeug jetzt übernehmen. Bei Renault ging das per Telefonanruf. Dann wurde mir eine Rechnung über den Restwert geschickt und alles war gut.
Bei Peugeot muss ich nun zum Fahrzeugcheck. Dort wird festgestellt was eventuell kaputt ist. Das soll alles auf meine Kosten repariert werden (obwohl ich Garantieverlängerung habe).
Wenn dann alles repariert ist, dann darf ich für die "Gebrauchtwagengarantie" 378 Euro bezahlen. Obendrauf kommen noch 5 % Bearbeitungsgebühr vom Restwert. Muss ich das alles so hinnehmen?
Danke für Antworten!

Bornemeier

Hallo

wir haben ein Problem. Wir haben vor 11/2 Jahren einen Laptop bei einen großenElekrtohandel gekauft. Nun ist ein Schanier gebrochen. Lt. Hersteller ist das ein mechanischer Schaden und fällt nicht unter Garantie. Der Laptop würde unrepariert zum Händler zurück geschickt. Als ich den Laptop abholen wollte, war ich total erschrocken. Aus unseren gespflegten Laptop ist ein total verdrecktes und total zerkratztes Laptop geworden. Nach Reklamation unsererseits wurde der Laptop weider zum Hersteller geschickt. (Vom Verkäufer). Nun ist der Laptop wieder zurück ohne das sich was geändert hat. Meine Frage: Fällt der Schanierbruch nicht über Garantie? Wer kommt für den entstandenen Schaden am Laptop auf? Ich hoffe Sie können uns weiterhelfen.

Britta

Ich habe folgendes Problem. Was heißt Garantie? Ich kaufe eine Sache. Die innerhalb der Garantie kaputt. Ich bekomme ein neues. Dieses geht auch wieder kaputt. Ich bekomme ein neues. Jetzt ist dies auch kaputt. Dieses hatte ich vor einem halben Jahr bekommen. Der eigentliche Kauf liegt jetzt knapp über 2 Jahre zurück. Jetzt es die Garantie ist abgelaufen. Ich hatte aber bis ja nur "Schrott". Stimmt das, dass die Garantiezeit nicht mit jedem Geräte erneuert wird?

Martin Behrens

Kein Problem :)

Marcus Kleimann

Vielen Dank für die Auskunft. Das hilft mir erstmal weiter. Fahre nächste Woche mal zum VW Händler und lasse das Auto mal durchschecken, vielleicht kann er mir ja noch etwas dazusagen....

Martin Behrens

Naja also so wirklich bekannt wurde das Problem so 2011/2012 rum. Da kamen viele VW-Kunden welchen einen TSI fahren an und beklagten sich über eine rasselnde Steuerkette und das schon nach 40000 Kilometern oder so. Eigentlich wird ja bei Steuerketten gesagt dass man diese aller 200000km wechseln sollte. Daraufhin hat VW eben bei manchen auf Kulanz die Steuerkette getauscht. Aber jetzt wird man die Kulanz wohl nicht mehr durch bekommen. Welche konkreten Baujahre das betrifft kann ich dir nicht sagen, sorry.

Marcus Kleimann

Vielen Dank für die Antwort. Meine Frage wäre ab wann VW das Problem bekannt war und um welche Baujahr das Problem hauptsächlich betrifft......Den VW ist ein Weltkonzern und kann bestimmt nicht negative Reaktionen gebrauchen ?

Ronald Wiltscheck

wir können hier leider keine individuelle Beratung betreiben

Martin Behrens

Ja das ist eigentlich rechtens. Weil Gewährleistung beträgt ja wirklich 1 Jahr. Jedoch ändert sich nach 6 Monaten die Beweislast, wie in dem Beitrag schon erwähnt. Wegen dem Motor. Ich habe einen Golf 6 1,4l TSI. Baujahr 2009. Die Probleme bei dem Motor liegen, wie du sicher schon gelesen hast bei der Steuerkette, da der Zulieferer für diese da über die Verschleißgrenze mit den Werkzeugen/Maschinen gearbeitet hat und es somit zu Fertigungstoleranzen kam. Mein Wagen scheint auch betroffen zu sein. Ich habe heute früh meinen Motor gestartet und ich meine ein rasseln von der Steuerkette vernommen zu haben. Kann sein dass ich mich geirrt habe. Mal sehen ob es die Tage wieder vorkommt. Aber ja die Probleme liegen vor ;)

Marcus Kleimann

Schade genau das hätte mich brennend interresiert......!!! :-(

Ronald Wiltscheck

Diese Frage können wir Ihnen in diesem Forum leider nicht beantworten ....

Marcus Kleimann

Ich habe vor bei einem freien Autohändler einen VW Scirocco 1,4l TSI zu kaufen. mein Problem dieser Händler schreibt in den Vertrag "Gewährleistung 1 Jahr" ist das rechtens ? und vor allem habe ich schon gehört das der Motor Probleme machen kann, aber ein Rückruf seitens VW gibt es wohl nicht...wie sieht es damit aus.....

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