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10.04.2015 - 

Definition und FAQs

Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung

Christian Töpfer kümmert sich bei ChannelPartner um die Website, die Newsletter, die Heftproduktion und das Tippspiel ChannelCup. Wenn er dann noch Zeit hat, schreibt er auch Beiträge.
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Obwohl die Begriffe "Garantie" und "Gewährleistung" im Geschäftsalltag eine große Rolle spielen, werden sie oft nicht richtig angewendet – vor allem von Verbrauchern. Wir bringen Licht ins Dunkel.

Die Begriffe "Garantie" und "Gewährleistung" werden immer wieder verwechselt, falsch verstanden oder nicht richtig angewendet. Deshalb erklären wir im Folgenden die Rechtslage bei Reklamationen und fassen die Unterschiede zwischen Garantie und Gewährleistung zusammen. Abschließend beantworten wir in einem FAQ-Abschnitt andere wichtige Fragen aus diesem Themenkomplex.
(Quellen: www.anwalt-seiten.de; www.e-recht24.de; www.osnabrueck.ihk24.de; www.vzbv.de)

Grob gesagt: Gewährleistung ist Sache der Händler, Garantie ist Sache der Hersteller.
Grob gesagt: Gewährleistung ist Sache der Händler, Garantie ist Sache der Hersteller.
Foto: ferkelraggae, Fotolia.com

Gewährleistung

Die Gewährleistung (= Mängelhaftung, Mängelbürgschaft; engl. warranty) beschreibt die Rechtsfolgen und gesetzlichen Ansprüche, die dem Käufer im Rahmen eines Kaufvertrags zur Seite stehen, bei dem der Verkäufer eine mangelhafte Ware oder Sache geliefert hat.

Gewährleistung bedeutet dabei, dass der Verkäufer dafür einsteht, dass die verkaufte Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln ist. Daher haftet der Verkäufer für alle Mängel, die schon zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben – auch für solche Mängel, die erst später bemerkbar werden.

Die Gewährleistungsfrist beträgt nach § 438 BGB 24 Monate und kann bei Gebrauchtwaren per AGB oder Vereinbarung zwischen beiden Parteien auf 12 Monate verkürzt werden. Sie kann aber nicht vertraglich ausgeschlossen werden.

Zu Gunsten eines Verbrauchers wird in den ersten 6 Monaten nach Übergabe vermutet, dass die Ware schon zum Lieferzeitpunkt mangelhaft war, es sei denn, der Verkäufer kann nachweisen, dass der Mangel zum Zeitpunkt der Lieferung noch nicht bestand. Bemerkt der Kunde später als 6 Monate nach dem Kauf den Mangel, so ändert sich die Beweislast, d.h. nun muss er beweisen, dass der Gegenstand schon bei der Übergabe einen Mangel aufwies.

Die Folgen des Sachmangels ergeben sich für das Kaufrecht aus § 437 BGB. Bei Mangelhaftigkeit der Sache stehen dem Käufer die folgenden gesetzlichen Rechte zu:
– Anspruch auf Nacherfüllung (§ 439 BGB),
– Rücktrittsrecht (§ 440; § 323; § 326 Abs. 5 BGB und die dort genannten Vorschriften),
– Minderung (§ 441 BGB),
– Anspruch auf Schadensersatz (§ 437 Nr. 3 BGB und die dort genannten Vorschriften).

Die Nacherfüllung ist dabei das vorrangige Recht. Sie ist zum einen durch die Lieferung einer neuen Sache (Austausch, oder technisch: Nachlieferung) oder durch die Beseitigung des Mangels (z. B. Reparatur, technisch: Nachbesserung) möglich. Welche Art der Nacherfüllung zu erbringen ist, bestimmt grundsätzlich der Käufer und nicht der Verkäufer; eine vertragliche Verlagerung des Wahlrechts ist zwar prinzipiell, nicht aber beim Verbrauchsgüterkauf möglich.

Garantie

Die Garantie (engl. guarantee) ist eine zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistungspflicht gemachte freiwillige und frei gestaltbare Dienstleistung eines Händlers oder Herstellers gegenüber dem Kunden (Haltbarkeits- oder Funktionsversprechen).

Die Garantiezusage bezieht sich zumeist auf die Funktionsfähigkeit bestimmter Teile (oder des gesamten Geräts) über einen bestimmten Zeitraum. Bei einer Garantie spielt der Zustand der Ware zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden keine Rolle, da ja die Funktionsfähigkeit für den Zeitraum garantiert wird.

Eine Garantiezusage darf die gesetzliche Gewährleistung (24 Monate) in keinem Fall verringern oder ersetzen, sondern findet immer nur neben der bzw. zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung Anwendung.

Viele Verbraucher werfen Garantie und Gewährleistung in einen "Topf". Doch das ist falsch. Grob kann man festhalten, dass Gewährleistung Sache der Händler ist, Garantie Sache der Hersteller. Während Händler zu einer Gewährleistung gesetzlich verpflichtet sind, steht es den Herstellern frei, für ihre Produkte zu garantieren.

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere FAQs zu diesem Themenkomplex.

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Britta

Ich habe folgendes Problem. Was heißt Garantie? Ich kaufe eine Sache. Die innerhalb der Garantie kaputt. Ich bekomme ein neues. Dieses geht auch wieder kaputt. Ich bekomme ein neues. Jetzt ist dies auch kaputt. Dieses hatte ich vor einem halben Jahr bekommen. Der eigentliche Kauf liegt jetzt knapp über 2 Jahre zurück. Jetzt es die Garantie ist abgelaufen. Ich hatte aber bis ja nur "Schrott". Stimmt das, dass die Garantiezeit nicht mit jedem Geräte erneuert wird?

Martin Behrens

Kein Problem :)

Marcus Kleimann

Vielen Dank für die Auskunft. Das hilft mir erstmal weiter. Fahre nächste Woche mal zum VW Händler und lasse das Auto mal durchschecken, vielleicht kann er mir ja noch etwas dazusagen....

Martin Behrens

Naja also so wirklich bekannt wurde das Problem so 2011/2012 rum. Da kamen viele VW-Kunden welchen einen TSI fahren an und beklagten sich über eine rasselnde Steuerkette und das schon nach 40000 Kilometern oder so. Eigentlich wird ja bei Steuerketten gesagt dass man diese aller 200000km wechseln sollte. Daraufhin hat VW eben bei manchen auf Kulanz die Steuerkette getauscht. Aber jetzt wird man die Kulanz wohl nicht mehr durch bekommen. Welche konkreten Baujahre das betrifft kann ich dir nicht sagen, sorry.

Marcus Kleimann

Vielen Dank für die Antwort. Meine Frage wäre ab wann VW das Problem bekannt war und um welche Baujahr das Problem hauptsächlich betrifft......Den VW ist ein Weltkonzern und kann bestimmt nicht negative Reaktionen gebrauchen ?

Ronald Wiltscheck

wir können hier leider keine individuelle Beratung betreiben

Martin Behrens

Ja das ist eigentlich rechtens. Weil Gewährleistung beträgt ja wirklich 1 Jahr. Jedoch ändert sich nach 6 Monaten die Beweislast, wie in dem Beitrag schon erwähnt. Wegen dem Motor. Ich habe einen Golf 6 1,4l TSI. Baujahr 2009. Die Probleme bei dem Motor liegen, wie du sicher schon gelesen hast bei der Steuerkette, da der Zulieferer für diese da über die Verschleißgrenze mit den Werkzeugen/Maschinen gearbeitet hat und es somit zu Fertigungstoleranzen kam. Mein Wagen scheint auch betroffen zu sein. Ich habe heute früh meinen Motor gestartet und ich meine ein rasseln von der Steuerkette vernommen zu haben. Kann sein dass ich mich geirrt habe. Mal sehen ob es die Tage wieder vorkommt. Aber ja die Probleme liegen vor ;)

Marcus Kleimann

Schade genau das hätte mich brennend interresiert......!!! :-(

Ronald Wiltscheck

Diese Frage können wir Ihnen in diesem Forum leider nicht beantworten ....

Marcus Kleimann

Ich habe vor bei einem freien Autohändler einen VW Scirocco 1,4l TSI zu kaufen. mein Problem dieser Händler schreibt in den Vertrag "Gewährleistung 1 Jahr" ist das rechtens ? und vor allem habe ich schon gehört das der Motor Probleme machen kann, aber ein Rückruf seitens VW gibt es wohl nicht...wie sieht es damit aus.....

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