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12.09.2012 - 

Fabric bekommt Storage-Anschluss

AMD stellt neues SeaMicro-Chassis vor

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
AMD hat das neue Micro-Server-Chassis "SM15000" der übernommenen Firma SeaMicro angekündigt.
Das 10U hohe SeaMicro-Chassis SM15000 von vorn...
Das 10U hohe SeaMicro-Chassis SM15000 von vorn...
Foto: SeaMicro / AMD

Und SeaMicro hat durchaus die Chuzpe, auch unter dem neuen Eigentümer nicht nur dessen kommende "Piledriver"-Opterons, sondern genauso auch die neuesten "Ivy-Bridge"-Xeons (E3-1200 v2) als Compute Nodes im SM15000 zu unterstützen. Die zweite wichtige Neuerung des neuen Chassis ist die Tatsache, dass dessen dreidimensionaler Mesh/Torus-Interconnect "Freedom" jetzt auch nach außen gereicht wird und bis zu 5 Petabyte Plattenspeicher als de facto virtuelles SAN (Storage Area Network) anbinden kann.

Die Opteron-Karte für den neuen SeaMicro-Server war ohnehin keine echte Überraschung mehr - AMD-CTO Mark Papermaster hatte sie bereits vor zwei Wochen auf der Fachkonferenz Hot Chips 24 präsentiert. Sie unterstützt einem Bericht des britischen Branchendienstes "The Register" zufolge entweder den Opteron 3300 (eigentlich für Single-Socket-Server) oder den 4300 (bis Dual Socket).

Die AMD-CPUs takten mit 2 Gigahertz, 2,3 GHz oder 2,8 GHz; jeder Piledriver-Node fasst bis zu 64 GB Hauptspeicher (macht 8 GB pro Prozessorkern). Insgesamt passen in das SM15000-Chassis 64 Server-Module, die sich über PCI Express in den Midplane einklinken.

Mit dem SM15000-Chassis kann man 512 Rechenkerne und 4 Terabyte Hauptspeicher in 10 U und 2048 Cores mit 16 TB in einem Rack unterbringen. Das ist nur deswegen möglich, weil die SeaMicro-Ingenieure jedes unnötige Joule Energie aus dem System herausgepresst haben; wie Timothy Prickett Morgen bei "El Reg" schreibt, um mehr thermischen Raum für die Prozessoren zu schaffen.

Und dabei muss man wie gesagt nicht unbedingt AMD-CPUs hernehmen. Begonnen hatte SeaMicro vor zwei Jahren anfänglich ja sogar mit relativ schwachbrüstigen Atom-Chips von Intel (erst 32, später 64 Bit) und davon schließlich 768 davon in ein Chassis gepackt. Im Januar dieses Jahres folgte dann die zweite Generation des Freedom-Fabrics mit gleichzeitig Unterstützung für "Sandy-Bridge"-Nodes (Xeon E3-1200 v1). Die ging sogar so weit, dass zur Energieoptimierung Teile der CPUs abgeschaltet werden, wenn sie gerade nicht benötigt werden, die man mit Intels eigenen Chipsets nicht so steuern kann.

...und von der Rückseite aus betrachtet.
...und von der Rückseite aus betrachtet.
Foto: SeaMicro / AMD

Die Piledriver- und Ivy-Bridge-Nodes erscheinen jedenfalls zeitgleich im November. Der E3-1200 v2 leistet dabei etwas mehr und braucht etwas weniger Strom als der Vorgänger. SeaMicro greift wie in der Vergangenheit zur Low-Volt-low-Wattage-Variante, konkret zum "E3-1265L v2" mit 2,5 GHz. Den gibt es allerdings nur mit vier Kernen, sprich es passen nur 256 Cores ins gleiche 10U-Chassis. Außerdem beschränkt Intel den Hauptspeicher für alle E3-Xeons auf 32 GB.

Der Freedom-Interconnect bietet für jeden Server-Node 10 Gigabit pro Sekunde bis zum Fabric-ASIC im Midplane; den Spezialchip hat SeaMicro selbst entwickelt und lässt ihn bei TSMC in Taiwan fertigen. Das Chassis kann 64 Gigabit oder 16 10GE-Uplinks nach außen führen; allerdings bieten SeaMicro und AMD bislang keinerlei Kohärenz über mehrere Gehäuse hinweg an.

Zum Schluss noch die Preisfrage: Eine Basiskonfiguration des SM15000 mit 64 Opteron-Nodes und Grundbestückung an Arbeitsspeicher, acht Festplatten sowie 16 Gigabit-Ethernet-Uplinks kostet nach Liste knapp 140.000 Dollar. Auf den Nodes kann wahlweise Windows oder Linux als Betriebssystem oder VMware ESXi oder Citrix XenServer als Hypervisor laufen.

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