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29.11.2007

Andauernder Machtkampf beim Internet-Bezahldienst ClickandBuy

Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires

Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der größte europäische Internet-Bezahldienst ClickandBuy wird von einem bizarren Machtkampf erschüttert. Firmengründer und Mitgesellschafter Norbert Stangl widersprach am Donnerstag energisch der Darstellung, der Verwaltungsrat der Schweizer Muttergesellschaft Firstgate Holding habe sich darauf verständigt, ihn als Geschäftsführer abzusetzen und übergangsweise einen Unternehmensberater an die Spitze der Gesellschaft zu setzen.

Er werde deswegen gegen die drei Investoren Deutsche Telekom, 3i und Intel Capital klagen, sagte Stangl der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Die von einer Kommunikationagentur im Namen von ClickandBuy verbreitete Behauptung von dem vereinbarten Chefwechsel sei eine Lüge. Er sei weiter im Handelsregister als Delegierter des Verwaltungsrats, also als CEO von Firstgate, eingetragen.

Ein Handelsregisterauszug des Schweizer Kantons Zug, in den Dow Jones Einblick hatte, weist Stangl in der Tat zumindest für Donnerstag in dieser Position aus. Der Manager, der den Bezahldienst vor acht Jahren gegründet hatte, betonte, die gesellschaftlichen Statuten ließen einen Chefwechsel ohne seine Zustimmung nicht zu.

Es sei zwischen ihm als Einzelaktionär und jedem Investor vertraglich eindeutig geregelt, dass der Delegierte des Verwaltungsrates nur mit seiner ausdrücklichen Zustimmung ernannt oder abberufen werden könne. Diese Zustimmung habe er nicht erteilt. "Die Investoren verstoßen gegen das Gesetz", beklagte Stangl.

Stangl hält erklärtermaßen 30% an der Holding, der Finanzinvestor 3i 25%, die Deutsche Telekom AG über ihre Beteiligungsgesellschaft T-Venture 10% und Intel Communcations, der Investmentarm des US-Chipherstellers, 5%. Weitere knapp 30% seien im Besitz zweier vermögender Familien aus Deutschland und der Schweiz, sagte Stangl.

DJG/stm/rio

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