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20.03.2009

Apollo will Schulden von Kabelanbieter Charter in Anteil wandeln - WSJ

NEW YORK (Dow Jones)--Die Private-Equity-Gesellschaft Apollo Management verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge über eine Beteiligung an dem viertgrößten US-Kabelnetzbetreiber Charter Communications Inc. Dazu wolle Apollo Schulden des Kabel-Unternehmens in einen Anteil wandeln, schreibt die Zeitung "Wall Street Journal" (WSJ/Freitagausgabe) unter Berufung auf informierte Personen.

NEW YORK (Dow Jones)--Die Private-Equity-Gesellschaft Apollo Management verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge über eine Beteiligung an dem viertgrößten US-Kabelnetzbetreiber Charter Communications Inc. Dazu wolle Apollo Schulden des Kabel-Unternehmens in einen Anteil wandeln, schreibt die Zeitung "Wall Street Journal" (WSJ/Freitagausgabe) unter Berufung auf informierte Personen.

Charter Communications hat hohe Schulden und beabsichtigt, bis 1. April einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 zu stellen. Mit der Reorganisation unter Gläubigerschutz will Charter Communications rund 8 Mrd USD der insgesamt 21 Mrd USD Verbindlichkeiten abbauen. Charter Communications ging 1999 an die Börse und wuchs dann über Zuläufe rapide und hat so einen Schuldenberg angehäuft.

Apollo Management hält einen großen Teil der Verbindlichkeiten von Charter Communications und werde wahrscheinlich nun einen Debt-Equity-Swap (Umwandlung von Bankschulden in Anteile) durchführen, berichtet die Zeitung weiter.

Der Microsoft-Mitbegründer Paul Allen, der Charter Communications kontrolliert, soll die Stimmrechtskontrolle an dem Unternehmen behalten, so das WSJ weiter unter Berufung auf eine Eingabe an die US-Börsenaufsicht. Apollo bekomme bei den Stimmrechten einen Minderheitsanteil und werde keine Kontrollfunktion ausüben.

Beobachter werten die Beteiligung des Investment- und Beteiligungsunternehmen Apollo an Charter Communications als Beleg für den Strategiewechsel in der Branche. Angesichts der engen Kreditmärkte rücken die Private-Equity-Gesellschaften von den großen Leveraged Buy-Outs (LBO) ab und kaufen stattdessen risikobehaftete Anleihen und steigen in Folge billig bei Unternehmen ein. Apollo-Gründer Leon Black hatte jüngst bei seinen Investoren angedeutet, dass die Strategie der Unternehmenskäufe über deren Schulden rund 15% der Investitionen des neuen, rund 15 Mrd USD schweren Apollo-Fonds ausmachen soll.

Charter Communications mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri hat 16.500 Mitarbeiter und im vergangenen Jahr rund 6,5 Mrd USD umgesetzt. Im Zuge der Reorganisation unter US-Insolvenzrecht will der Konzern keine Stellen abbauen. Für das vierte Quartal meldete Charter Communications am Montag einen Verlust von 1,5 Mrd USD bzw 3,96 USD je Aktie. Das Ergebnis beinhaltet eine Abschreibung von 1,52 Mrd USD. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Charter Communications einen Verlust von 468 Mio USD oder 1,27 USD je Aktie ausgewiesen.

Ein Sprecher von Apollo wollten den Zeitungsbericht nicht kommentieren, während Charter Communications für eine Stellungnahme nicht erreichbar war.

Webseite: http://www.wsj.com DJG/DJN/cbr/jhe Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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