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15.10.2007 - 

Überdurchschnittliches Notebook-Wachstum

Asus legt zu und bleibt Channel-treu

Mit Motherboards groß geworden und da noch die Nummer eins, macht Asus bereits mehr Umsatz mit Notebooks. Zusätzlicher Fokus in Deutschland soll sich 2008 auf Handhelds richten.

Von Klaus Hauptfleisch

Als einer der größten Produzenten von Notebooks für die Eigenmarke und OEMs, ist der taiwanesische Hersteller Asus in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Nach einem Umsatzsprung von 11,4 auf 17,4 Milliarden Dollar 2006 peilt das Unternehmen 2007 laut Deutschland-Vertriebsmanager Oliver Barz die Zielmarke von 23 Milliarden Dollar an. Demnächst soll die 15. europäische Niederlassung eingeweiht werden. Weltweit beschäftigt Asus über 100.000 Mitarbeiter, 6.000 davon in der Notebook- und 1.000 in der Handheld-Entwicklung. Gemeint sind Smartphones, PDAs und PNDs (Navis) neuer Fokusbereich für 2008. "Unser Herz ist unsere Infrastruktur", triumphiert Barz und verweist auf Mega-Produktions- und Entwicklungsstätten in Taiwan und China. Trotz des riesigen Apparats in der Hinterhand verfüge man aber über sehr flache Hierarchien mit kurzen Entscheidungswegen. "Das ist eines unserer Erfolgsrezepte", sagt der Vertriebsmann, seit Anfang 2007 im Unternehmen.

2003 ist Asus mehrheitlich mit OEM-Ware ins Mobilfunk-Business eingestiegen und in Asien bereits unter den Top 5. Als OEM-Lieferant hat Asus auch schon einen Namen bei europäischen Betreibern. Anfang 2007 kam mit dem P625 das erste Marken-Smartphone nach Deutschland. 2008 soll das Geschäft mit PNDs, Smartphones und touch-basierenden "PDA Phones" der Eigenmarke ausgeweitet werden.

Bei Notebooks will Asus 2007 weltweit zu den Top 5 aufschließen und die Position 2008 halten. In Europa ist das Unternehmen zuversichtlich, die Notebook-Verkäufe dieses Jahr von 1,6 auf 2,5 Millionen Stück zu steigern. Mit 66 Prozent im ersten Quartal, knapp 170 Prozent im zweiten und 263,4 Prozent Wachstum im dritten Quartal gehört Asus laut Barz auch in Deutschland zu den Notebook-Marken mit den stärksten Wachstumsraten. Marketingaktivitäten wie das "Welt Klasse Notebook" und die "Asus Innovation Tour 2007" mit Produktpräsentationen in ausgewählten Computershops hätten sich dabei mehr als ausgezahlt. Weitere Aktivitäten wie "Asus Notebook Days" sollen 2008 folgen. Produktinnovationen wie die ersten Notebooks mit Intels neuer Centrino-Plattform Santa Rosa und WLAN-n-Draft-Chips hätten zu dem Erfolg im Notebook-Markt ebenso beigetragen wie der Ausbau des Fachhandelsprogramms. Es bleibe bei der 100-prozentigen Treue zum Channel unter Auslassung der Food-Märkte, so Barz. Bei den Produkten suche man die Positionierung eher im Midrange- bis High-End-Segment. Den Entry-Level-Markt adressiere man auch, aber er sei nicht im eigentlichen Fokus. Der CE-Markt wird in Deutschland derzeit abgesehen von PNDs nicht aktiv angegangen. Befragt, was er sich für 2008 aus Taiwan wünscht, sagt Barz: "Ich freue mich auf interessante Design-Handhelds und ein umfassenderes Notebook-Portfolio mit integriertem UMTS."

Unser Herz ist unsere Infrastruktur, sagt Asus-Vertriebschef Barz.
Unser Herz ist unsere Infrastruktur, sagt Asus-Vertriebschef Barz.

Channel-Sales-Leiter Kai Baumgart äußerte sich zu dem im Jahre 2003 mit "Asus Advantage" gestarteten Fachhandelsprogramm. Nach 6.611 registrierten Partnern 2006 seien es jetzt rund 7.870 in Deutschland und Österreich. Diese Partner genießen neben gezielten Produktinformationen zusätzliche Vorteile wie die Teilnahme an einem "Mileage" genannten Punkte-Sammelprogramm für den Erwerb von Premium-Asus-Produkten oder Gutscheinen. Rund 1.000 der Partner sind bei Asus online als Bezugsquelle gelistet. Im Center-Programm für Notebooks und Handhelds sind 154 Händler registriert mehr als doppelt so viele wie Ende 2006. Mittelfristiges Ziel sind 250 Partner. Je nach "Prestige"- oder "Premium"-Partnerstatus mit einem Asus-Jahresumsatz von 50.000 respektive 200.000 Euro, winken unterschiedliche Anreize wie die Bereitstellung personalisierter Flyer mit Händlerlogo für Premium-Partner, Betreuung vor Ort, Quartalsboni, Demogeräte sowie die Teilnahme an Promotions und die Möglichkeit, Servicepartner zu werden. Mitte 2007 wurde das Center-Programm auch auf TFTs und Komponenten mit bereits 81 Registrierungen ausgedehnt. Ziel ist hier ein flächendeckendes Netz von 100 Händlern bis Ende 2007. Im Großkundensegment konnte Asus mit UMPCs und Notebooks für den Außendienst auch schon einige interessante Projekte bei namhaften Unternehmen gewinnen und hat mit derzeit 40 Systemhäusern auch schon ein eigenes Corporate Programm ins Leben gerufen, das im kommenden Jahr weiter ausgebaut werden soll.

Meine Meinung

Asus ist zwar erst in den späten 90er-Jahren in den Markt eingestiegen, macht bei Notebooks aber keine halben Sachen. Wo andere nur folgen, ist das Unternehmen auch mutig, Trends zu setzen. Der Erfolg gibt ihm recht. Was den neuen Fokus Marken-Smartphones angeht, ist allerdings Skepsis angebracht. Denn dafür könnte der Zug abgefahren sein.