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30.04.2008

AUSBLICK/SAP im Zeichen von Branchenschwäche und Sonderfaktoren

WALLDORF (Dow Jones)-Nach eher mäßigen Zahlen des US-Wettbewerbers Oracle und einer Gewinnwarnung des Saarbrücker Softwarehauses IDS Scheer steht bei der Quartalsvorlage von SAP die Frage im Zentrum, ob der Walldorfer DAX-Konzern erste Auswirkungen einer gebremsten Nachfrage zu spüren bekommt. Ebenfalls im Mittelpunkt dürften am Mittwoch Aussagen zum Stand bei der Markteinführung von Business ByDesign stehen. In jüngsten Presseberichten wurden Verzögerungen beim neuen Produkt gemeldet, das eine tragende Säule der SAP-Mittelstandsstrategie bildet.

WALLDORF (Dow Jones)-Nach eher mäßigen Zahlen des US-Wettbewerbers Oracle und einer Gewinnwarnung des Saarbrücker Softwarehauses IDS Scheer steht bei der Quartalsvorlage von SAP die Frage im Zentrum, ob der Walldorfer DAX-Konzern erste Auswirkungen einer gebremsten Nachfrage zu spüren bekommt. Ebenfalls im Mittelpunkt dürften am Mittwoch Aussagen zum Stand bei der Markteinführung von Business ByDesign stehen. In jüngsten Presseberichten wurden Verzögerungen beim neuen Produkt gemeldet, das eine tragende Säule der SAP-Mittelstandsstrategie bildet.

Aufgrund der im Januar abgeschlossenen Akquisition von Business Objects und daraus resultierender Sondereffekte unterscheidet der Walldorfer DAX-Konzern im laufenden Jahr zwischen nach dem Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) berichteten und bereinigten Non-GAAP-Zahlen. Schon der Ende Januar veröffentlichte Ausblick auf das Gesamtjahr bezog sich auf die um Sondereffekte bereinigten Non-GAAP-Zahlen.

Aufgrund dieser Effekte zeigen besonders die Ergebniszahlen bei den Analystenschätzungen eine relativ große Bandbreite. Im Mittel prognostizieren die von Dow Jones Newswires befragten Analysten ein operatives Ergebnis vor Sondereffekten von 515 (Vorjahr: 433) EUR, wobei die Spanne von 454 Mio bis 562 Mio EUR reicht. Das berichtete operative Ergebnis bleibt in der Konsensprognose mit 424 Mio EUR (Bandbreite 302 Mio bis 510 Mio EUR) hinter dem Vorjahreswert von 436 Mio EUR zurück. Nach Einschätzung der Analysten hat SAP mit 296 (310) Mio EUR nach Steuern weniger verdient. Je Aktie dürfte das Ergebnis 0,26 (0,26) EUR erreichen.

SAP selbst hat den Sondereffekt für einmalige Abschreibungen auf Wartungserlöse von Business Objects für das Gesamtjahr auf 180 Mio EUR beziffert. Entsprechend geringer würden die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse nach den berichteten Zahlen ausfallen. Außerdem bereinigt SAP auf der Kostenseite um Integrationsaufwendungen sowie Abschreibungen auf akquirierte immaterielle Vermögenswerte.

Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse, die für das Unternehmen maßgebliche Kennziffer, sind nach Ansicht der Analysten auf 1,807 (1,515) Mrd EUR gestiegen. Im Schnitt erwarten die Analysten einen Umsatz von 2,537 (2,162) Mrd EUR.

Analyst Theo Kitz von Merck Finck & Co geht davon aus, dass Kunden im US-Geschäft ihre Order verschoben haben und sich die Wachstumsrate bei den Softwareumsätzen auch aufgrund der guten Vorgaben der Vorquartale abgeschwächt hat. Kaum Anzeichen für eine Verringerung der IT-Ausgaben sehen die Analysten von Dresdner Kleinwort. Sie rechnen damit, dass das SAP-Kerngeschäft im ersten Quartal gut abgeschnitten hat.

Nach Einschätzung von Marco Zeidler, Analyst bei Sal. Oppenheim, werden sich mögliche Budgetkürzungen erst in den kommenden Quartalen niederschlagen, da jetzt die Ausgaben für das nächste Jahr verhandelt werden. Zeidler rechnet mit vorsichtigen Aussagen des SAP-Managements zum weiteren Jahresverlauf.

Bislang hatte SAP für das Gesamtjahr ein Wachstum der Non-GAAP-Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse auf Basis gleicher Wechselkurse von 24% bis 27% in Aussicht gestellt. Die operative Marge soll nach Non-GAAP-Zahlen währungsbereinigt in der Spanne zwischen 27,5% und 28,0% liegen. Im vergangenen Jahr betrug sie 27,3%. In die Vorgaben eingeschlossen sind Ausgaben von rund 175 Mio bis 225 Mio EUR für das neue Mittelstandsprodukt Business ByDesign.

SAP habe sich "relativ vage gehalten, wann das Produkt auf den Massenmarkt kommt," sagte Analyst Zeidler. Sollte sich nun die Testphase verzögern, könnte auch das für 2010 ausgegebene Umsatzziel von 1 Mrd USD in Frage gestellt werden. Merck-Finck-Analyst Kitz wäre nicht überrascht, wenn die Markteinführung etwas langsamer erfolge. Das neue, zwischen den bisherigen Produkten "Business One" und "Business All-in-One" angesiedelte, Mittelstandprodukt soll dazu beitragen, dass sich die Zahl der SAP-Kunden bis 2010 auf über 100.000 etwa verdoppelt.

Webseite: http://www.sap.com/ -Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102; dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/smh

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