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28.09.2010

Axel Springer reicht vorläufiges Angebot für SeLoger ein

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Berliner Medienkonzern Axel Springer hat im Übernahmepoker um die französische Immobilienwebseite SeLoger.com den nächsten Schritt getan. Bei der französischen Wertpapieraufsicht habe man am Dienstag die vorläufige Angebotsunterlage für das öffentliche Angebot an die SeLoger-Aktionäre eingereicht, erklärte der jüngst in den MDAX aufgestiegene Konzern. Den Preis für die SeLoger-Anteile will Springer nicht anheben und bietet daher wie angekündigt 34 EUR je Aktie. Damit dürfte die Auseinandersetzung mit SeLoger in eine neue Runde gehen.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Berliner Medienkonzern Axel Springer hat im Übernahmepoker um die französische Immobilienwebseite SeLoger.com den nächsten Schritt getan. Bei der französischen Wertpapieraufsicht habe man am Dienstag die vorläufige Angebotsunterlage für das öffentliche Angebot an die SeLoger-Aktionäre eingereicht, erklärte der jüngst in den MDAX aufgestiegene Konzern. Den Preis für die SeLoger-Anteile will Springer nicht anheben und bietet daher wie angekündigt 34 EUR je Aktie. Damit dürfte die Auseinandersetzung mit SeLoger in eine neue Runde gehen.

Der Aufsichtsrat von SeLoger.com hatte die Übernahmeofferte bereits vor zwei Wochen als zu niedrig bezeichnet. Das Angebot entspreche weder dem Wert des Unternehmens noch seinen Wachstumsperspektiven. Mittlerweile lassen sich die Franzosen von der Investmentbank Nomura beraten.

Abgelehnt wird die Offerte der Berliner nicht nur vom SeLoger-Aufsichtsrat, mit Bernard Arnault hat sich auch der größte Einzelaktionär von Beginn an gegen die Übernahmepläne gestellt. Arnault ist Eigner der Luxusholding LVMH mit Marken wie Louis Vuitton oder dem Champagner-Fabrikant Moët & Chandon und gilt als reichster Franzose. Er hält 9% an Seloger.com.

Bei den Berlinern sieht man weiterhin keinen Anlass, das Übernahmeangebot nachzubessern. "Wir sind überzeugt, dass unser Angebot SeLoger.com attraktiv bewertet", sagte Ralph Büchi, der bei Springer für das internationale Geschäft zuständig ist. Schließlich hätten zwei Mitglieder des Aufsichtsrats und drei Vorstandsmitglieder ihre Aktien zum Preis von 34 EUR je Anteil an Springer verkauft.

Springer hat bereits 12,4% an SeLoger.com erworben, die Anteile stammen von einer Aktionärsgruppe, der unter anderem die Unternehmensgründer Amal Amar und Denys Chalumeau sowie weitere Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstands von SeLoger.com angehören. Das Springer-Angebot bewertet das gesamte Aktienkapital der Gesellschaft mit EUR 566 Mio. Mit SeLoger.com will Axel Springer seine europäische Präsenz im Bereich der Online-Rubrikenmärkte deutlich vergrößern. Das Unternehmen passe ausgezeichnet zu Axel Springers Digitalisierungs- und Internationalisierungs-Strategie, erklärte der Medienkonzern.

Webseiten: www.seloger.com www.axelspringer.de -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/has

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